Cardiac Rhythm Management
Im Mittelpunkt des Bereiches Cardiac Rhythm Management
steht die Erkennung und Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Mit Hilfe
von implantierbaren Elektrostimulationsgeräten wird unregelmäßiger,
zu langsamer oder auch zu schneller Herzschlag wirksam therapiert.
Da sich das Krankheitsbild der meisten Patienten
im Laufe der Zeit verändert, hat Medtronic verschiedene Therapie-Plattformen
entwickelt, um eine umfassende Behandlung sowohl von Einzelerkrankungen als
auch komplexer Erkrankungen des Herzens zu ermöglichen und auf diese Weise
jeden Patienten individuell und optimal zu versorgen.
Bradyarrhythmie
Zur
Behandlung von zu langsamem Herzrhythmus, aufgrund von Erregungsbildungs- und
Reizleitungsstörungen im Herzen, entwickelt undfertigt Medtronic immer
intelligentere Herzschrittmacher-Systeme, die sich teilweise bereits vollautomatisch
an die individuellen
Bedürfnisse
des Patienten anpassen. Ein breites Produktprogramm mit verschiedenen Herzschrittmacher-Familien
und einem umfassenden Sortiment von Schrittmacher-Elektroden ermöglicht
es, dass für jeden Patienten ein optimales Stimulationssystem angeboten
werden kann. Um die Handhabung der Herzschrittmacher bei der Programmierung
und Nachsorge so einfach wie möglich zu gestalten, hat Medtronic eine äußerst
anwenderfreundliche Benutzeroberfläche für die Programmierung der
Herzschrittmacher entwickelt, die es dem Arzt ermöglicht, alle wichtigen
Informationen schnell und übersichtlich verfügbar zu haben.
Tachyarrhythmie
Der
in den Herzkammern entstehende, zu schnelle Herzrhythmus kann für den betroffenen
Patienten unbehandelt zur lebensbedrohlichen Gefährdung werden. Der implantierbare
Defibrillator ist heute die Therapie der ersten Wahl. Er stellt eine effizientere
und sicherere Alternative zur herkömmlichen medikamentösen Versorgung
dieser Patienten dar. Der implantierbare Defibrillator überwacht kontinuierlich
die Herzfrequenz und gibt bei Unregelmäßigkeiten programmierbare
elektrische Impulse ab, bis hin zum hochenergetischen Elektroschock bei Kammerflimmern.
In weit über 90% aller Fälle kann die schnelle Herzrhythmusstörung
allerdings ohne die Abgabe eines hochenergetischen Elektroschocks beendet werden.
EP Systems
Mit Hilfe der Katheterablation können heute bestimmte Tachyarrhythmieformen
geheilt werden. Dabei wird mittels Hochfrequenzstrom erkranktes Herzgewebe gezielt
über einen Katheter erwärmt und vernarbt. Die Rhythmusstörung
ist damit dauerhaft beseitigt.
Darüber hinaus bietet der Bereich EP Systems,
neben den bewährten Diagnostik- und Ablationskathetern, ein komplettes
System zum intrakardialen 3D-Echtzeit-Mapping für die Diagnose komplexer
Herzrhythmusstörungen an.
Physio-Control
Für
die Akutbehandlung kardialer Notfälle bietet Medtronic Physio-Control externe
Defibrillator-/Monitor-Systeme an. Das Kammerflimmern stellt eine lebensbedrohliche
Rhythmusstörung dar und kann nur durch einen Elektroschock gestoppt werden.
Dabei entscheidet die Zeit über das Leben des Patienten. Die Produktpalette
beginnt daher bei einem Gerät für trainierte Laien, dem AED (halbautomatischer
externer Defibrillator) und schließt mit einem Kombinationsgerät
zum Multiparameter-Monitoring für den ärztlichen Spezialisten.
Atriale
Arrhythmie
Vorhofflimmern ist die am häufigsten
auftretende Herzrhythmusstörung. Sie ist primär nicht lebensbedrohlich,
gilt aber in vielen Fällen als Auslöser für schwerwiegende Folgeerkrankungen.
Für Patienten, die unter Vorhofflimmern leiden, bietet Medtronic implantierbare
Therapiesysteme an, die eine gezielte Behandlung der Vorhofrhythmusstörung
ermöglichen.
Herzinsuffizienz
Bei
einer chronischen Herzinsuffizienz besteht häufig eine Verzögerung
der Erregungsausbreitung mit ungleichmäßiger Kontraktion des Herzmuskels.
Ein implantierbarer Stimulator kann durch die zeitgleiche Stimulation beider
Herzkammern die normale Erregung des Herzmuskels wiederherstellen, die Pumpleistung
des Herzens steigern und die Lebensqualität des Patienten deutlich verbessern,
auch bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen.
Monitoring
Herzrhythmusstörungen können auch die Ursache eines weit verbreiteten
klinischen Problems, der Synkopen (kurze Bewusstlosigkeiten), sein. Zur Abklärung
unklarer Ursachen leistet der implantierbare Ereignisrekorder einen wichtigen
Beitrag. Der Patient kann die Speicherung auf dem Ereignisrekorder selbst einleiten,
so dass ein EKG vor, während und nach den auftretenden Symptomen aufgezeichnet
wird.