Medtronic spacer
Medtronic
Medtronic Mission
Medtronic Home > Informationen über Medtronic > Morbus Parkinson - Lust auf ein neues, aktives Leben ? Eine chirurgische Therapie macht es möglich: die tiefe Hirnstimulation
  Medtronic Österreich
 

Gründungsgeschichte von Medtronic Inc.

 

Portrait

 

Unternehmensleitsätze

 

Produkte und Geschäftsbereiche

 

Forschung und Entwicklung / Qualitätssicherung

 

Pressemitteilungen

 

Unternehmensbroschüre und Jahresbericht

 

Informationen zur Medtronic-Aktie

 

Kontakt

 

Wegbeschreibung

Medtronic
Medtronic

Medtronic
Medtronic

Morbus Parkinson - Lust auf ein neues, aktives Leben ? Eine chirurgische Therapie macht es möglich: die tiefe Hirnstimulation

27.08.2002 - Lust auf ein neues, aktives Leben ? Eine chirurgische Therapie macht es möglich: die tiefe Hirnstimulation

Bislang gab es nur begrenzte Möglichkeiten zur Behandlung der Parkinson´schen Krankeit. Die Activa-Parkinsontherapie stellt einen der bedeutendsten Fortschritte in der Behandlung der Parkinson´schen Krankheit seit der Einführung der Levodopa-Behandlung (Medikamententherapie) in den 60-iger Jahren dar. Das ergab eine klinische Studie der Fa. Medtronic, welche weltweit an acht Zentren in Europa und Nordamerika mit ingesamt 76 Patienten über einen Beobachtungszeitraum von 12 Monaten durchgeführt wurde.

Muskelsteifheit, Zittern, Bewegungsarmut: die Symptome von Morbus Parkinson
Die Bezeichnung Parkinson-Krankheit geht auf den Londoner Arzt James Parkinson zurück, der 1817 diese Symptome erstmals als Krankheitsbild erkannte. Heute ist Morbus Parkinson eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Rund ein Prozent aller 60-Jährigen und drei Prozent aller 80-Jährigen leiden an Parkinson, das sind in Österreich rund 30.000 Betroffene. Erschreckenderweise nimmt die Anzahl der Neuerkrankungen in jungen Jahren (40 und darunter) ständig zu. Die Krankheit entsteht durch das Absterben von Nervenzellen in einem genau definierten Bereich des Gehirns, der sich substantia nigra oder schwarze Substanz nennt und Zellen enthält, die den Botenstoff Dopamin herstellen. Kommt es zu einer verminderten Produktion von Dopamin, treten folgende Hauptsymptome auf: Muskelsteifheit (Rigor), Zittern (Tremor), Bewegungsarmut (Akinese) sowie Gleichgewichtsstörungen.
Die Medikamentenbehandlung mit Levodopa (L-Dopa), welche goldstandardmäßig eingesetzt wird, ist zwar in den ersten 5 Jahren hilfreich, allerdings kommt es bei vielen Patienten nach 5-10 Jahren zu extremen Nebenwirkungen, welche die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigen. Patienten, die trotz optimaler Medikation schwerwiegend behindert sind, können durch das chirurgische Verfahren der Activa Parkinsontherapie behandelt werden. Die Operation lindert die Symptome, ist aber keine Alternative zu einer medikamentösen Behandlung der Parkinson Krankheit. Sie ist vielmehr eine ergänzende Therapie bei schwerbetroffenen Patienten, die nach einem langjährigen Krankheitsverlauf unter abnehmender Medikamentenwirksamkeit oder den Nebenwirkungen der medikamentösen Behandlung leiden.

Die tiefe Hirnstimulation:
Die neue Therapiemöglichkeit unterdrückt sicher und effektiv alle Hauptsymptome der Parkinson Erkrankung. Hirnregionen können mit der tiefen Hirnstimulation durch den Einsatz von Impulsen funktionell beinflusst werden. Es handelt sich hierbei um eine stereotaktische Operation. Dabei wird ein dreidimensionales Ringsystem (stereotaktischer Rahmen) am Kopf befestigt, dieses ermöglicht, tiefe Hirnareale millimetergenau und patientenindividuell zu erreichen, ohne dass das gesamte Gehirn freigelegt oder größere Teile der Schädeldecke geöffnet werden müssen. Für das Anlegen des stereotaktischen Rahmens wird der Patient in der Regel in Kurznarkose versetzt. Danach erfolgt schmerzlos die Schädelöffnung mittels eines kleinen Bohrers. Anschließend wird eine Testelektrode bis kurz vor den berechneten Zielpunkt vorgeschoben. Ist diese Teststimulation erfolgreich, kommt es zur endgültigen Implantation der Elektroden sowie des Neurostimulators, der einem Herzschrittmacher ähnelt. Dieser "Hirnschrittmacher", wie er populärwissenschaftlich auch genannt wird, gibt schwache, elektrische Stromimpulse an exakt lokalisierte Gehirnareale (Nucleus subthalamicus oder Globus pallidus internus) ab. Die elektrische Stimulation wirkt auf die fehlerhaft funktionierenden Erregungskreise des Gehirns ein und lindert somit die behindernden Symptome. Der Patient kann mit Hilfe einer Fernsteuerung
selbst den Neurostimulator ein- und ausschalten. Dadurch steigert sich die Lebensqualität von Parkinsonpatienten enorm. Der wesentliche Vorteil des Verfahrens mit dem Neurostimulator liegt in seiner Reversibilität, das heißt, dass Hirnareale nicht mehr zerstört, sondern vorübergehend beeinflusst werden, wodurch zukünftige Therapieoptionen möglich bleiben.

Vorteile der Activa Therapie:

  • Unterdrückung der Parkinson-Symptome - Tremor, Rigor, verlangsamte Bewegung oder Bewegungsunfähigkeit und Gleichgewichtsstörungen
  • Verlängerung der Zeitspanne, in der der Patient eine gute, normale Funktionstüchtigkeit erlebt
  • Verminderung der Levodopa-induzierten Dyskinesien (Überbewegungen)
  • Verbesserung der Lebensqualität während der "AUS"-Zeiten - d.h. die motorischen Funktionen werden besser, wenn die Medikamente nicht mehr wirkungsvoll sind
  • Verringerung des Bedarfs an Antiparkinson-Medikamenten bei manchen Patienten

Wer profitiert von dieser Therapie:
Tausende von Patienten in aller Welt genießen bereits die Vorteile der Activa-Parkinsontherapie. Laut Univ.-Prof. Dr. F. Alesch (AKH Wien/Neurochirurgie) konnte in Österreich aber bislang lediglich etwas mehr als 200 Patienten durch diese Methode zu einer neuen Lebensqualität verholfen werden. In Österreich leiden etwa 30.000 Frauen und Männer in allen Lebensaltern an der Parkinson´schen Krankheit. Viele von Ihnen kennen aber die Möglichkeit dieser Therapie noch nicht. Die European Parkinson´s Disease Association (EPDA) weist in ihrer Medienmitteilung vom 26.3.2002 darauf hin, dass ungefähr 20% der Patienten von der Therapie der tiefen Hirnstimulation profitieren könnten.

Wo wird diese Operation durchgeführt:

  • AKH Wien, Univ.-Klinik f. Neurochirurgie
  • Landesnervenklinik Wagner-Jauregg Linz, Neurochirurgie
  • LKH Linz, Univ.-Klinik für Neurochirurgie

Quelle:
Medtronic Österreich GmbH

Handelskai 94-96,
1200 Wien
Mag. Luise KROBATH
Tel.: 01/24044/130
Fax.: 01/24044/330



back
 

top