Biologische Herzklappen
Biologische Herzklappenprothesen sind überwiegend
natürliche Herzklappen vom Schwein, die durch spezielle chemische und physikalische
Verfahren präpariert werden und sich dann zum Herzklappenersatz eignen.
Sie sind von der Funktion und vom Aussehen der menschlichen Herzklappe sehr
ähnlich. Manche Gewebeherzklappen (Abb. 3) sind auf ein Klappengerüst
(englisch: "stent") aus Kunststoff aufgenäht und mit einem äußeren
Ring aus Dacron- oder Teflongewebe versehen, der eine einfachere Implantation
ermöglicht.
Andere
Gewebeherzklappen besitzen kein Gerüst (Abb. 5). Der Vorteil dieser Herzklappen
besteht darin, dass sie der natürlichen Herzklappe am ähnlichsten
sind.
Daraus ergibt sich u.a. ein turbulenzfreier Fluss des Blutes in der Aorta. Die Implantation ist jedoch etwas aufwendiger und nimmt mehr Zeit in Anspruch.
Nach der Implantation von biologischen Herzklappenprothesen müssen grundsätzlich keine blutgerinnungshemmenden Medikamente eingenommen werden.
Auch das klickende Geräusch der mechanischen Herzklappe tritt nicht auf. Die Haltbarkeit dieser Gewebeherzklappen ist jedoch derzeit noch eingeschränkt und ist vor allem vom Alter des Patienten abhängig.
Obwohl es Unterschiede im Design der verschiedenen Hersteller gibt, zeigt sich in mehreren Studien, dass bei älteren Patienten mit einer Haltbarkeit von deutlich mehr als 15 Jahren gerechnet werden kann. Daher empfiehlt die Amerikanische Gesundheitsbehörde (FDA) diesen Klappentyp, wenn der Patient älter als 65 Jahre ist (Aortenposition).
Bei modernen Herzklappen wird darüber hinaus ein Antimineralisierungsverfahren verwendet, das die Haltbarkeit auch in jüngeren Patienten verbessern soll.
