Mechanische Herzklappen
Mechanische Herzklappenprothesen sind Herzklappen, die aus extrem beständigen Materialien wie Metall und Kunststoff bestehen. Sie besitzen einen äußeren Ring aus synthetischem Gewebe (Dacron oder Teflon). Der Ring dient dazu, die Herzklappe in das Gewebe des Patientenherzens einnähen zu können. Hinter dem eher unscheinbaren Aussehen der mechanischen Herzklappen verbergen sich eine komplexe Technologie, sorgfältige Konstruktion und jahrelange labortechnische und klinische Untersuchungen.
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Die mechanischen Herzklappen besitzen durch die beständigen Materialien eine praktisch unbegrenzte Haltbarkeit, das heißt, sie erfüllen ihre Funktion in der Regel bis an das Lebensende des Patienten. Sie erzeugen beim Schließen typisch klickende Geräusche, die bei jedem Patienten je nach Körperbau unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. An diese Geräusche gewöhnen sich die Patienten meistens schnell.
Kontrolle der Gerinnung
Wie bei allen wichtigen Behandlungsformen, gibt es beabsichtigte und gewünschte Wirkungen, aber auch kalkulierbare Nebenwirkungen. Daher ist es wichtig zu wissen, dass die körperfremden Materialien der mechanischen Herzklappe eine Blutgerinnselbildung (Thrombose) verursachen werden. Um dies zu verhindern, müssen die Patienten lebenslang blutgerinnungshemmende Medikamente (Antikoagulantien), wie z.B. Marcumar, einnehmen. Für die richtige Einnahme der Antikoagulantien muss regelmäßig der INR-Wert (früher Quickwert) bestimmt werden, der eine Aussage über die Erniedrigung der normalen Blutgerinnung gibt.
