Frau, die spazieren geht

Über die Gastroparese

Gastroparese

Die häufigsten Symptome einer Gastroparese – chronische Übelkeit und Erbrechen – können das Leben im Alltag zu einer Herausforderung werden lassen. 

Definition

Bei einer Gastroparese handelt es sich um eine Magenkrankheit, bei der die Nahrung langsamer als normal verdaut wird. In einem gesunden Verdauungssystem befördern kraftvolle Muskelkontraktionen den Nahrungsbrei ausgehend vom Magen weiter durch den Darmtrakt. Bei einer Gastroparese arbeiten jedoch die Muskeln mangelhaft (oder überhaupt nicht), wodurch sich der Magen nicht ausreichend entleeren kann. Bei manchen Personen führt dies zu schwerer Übelkeit und Erbrechen, die mit den gängigen Standardmedikamenten nicht zufriedenstellend unter Kontrolle gebracht werden.


Ursachen

Eine Gastroparese hat mehrere verschiedene Ursachen, beispielsweise:

  • Diabetes Typ 1, seltener auch Typ 2
  • Krankheiten des autonomen Nervensystems
  • ein muskuläres Defizit der Magenwand
  • Komplikationen infolge einer Operation des Magens oder des Nervus Vagus.

In vielen Fällen ist die Ursache jedoch nicht bekannt (idiopathisch).


Symptome

Zu den typischen Symptomen zählen:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Magenblähungen
  • Magenschmerzen
  • Gefühl der Sättigung nach nur wenig Nahrungsaufnahme
  • Sodbrennen oder Refluxösophagitis
  • Veränderungen des Blutzuckerspiegels
  • Appetitmangel
  • Extreme Gewichtsabnahme

Der Schweregrad der Symptome ist von Person zu Person unterschiedlich.


Auswirkungen der Gastroparese

Eine Gastroparese kann sich vernichtend auf das körperliche Wohlbefinden auswirken. Es kann damit zu chronischer Übelkeit und Erbrechen sowie Mangelernährung und anomalen Blutzuckerspiegeln kommen. Das Leben mit Gastroparese beeinträchtigt auch das emotionale Befinden – die andauernden Widrigkeiten der chronischen Übelkeit und des Erbrechens können sich negativ auf die berufliche und schulische Leistungsfähigkeit, familiäre und persönliche Beziehungen sowie auf soziale Aktivitäten auswirken.


Diagnose

Die Diagnose stützt sich auf eine vollständige medizinische Vorgeschichte, eine körperliche Untersuchung sowie auf beispielsweise folgende Untersuchungen:

  • Endoskopie des oberen Gastrointestinaltrakts
  • Magenentleerungstest
  • Gastroduodenale Manometrie
  • Elektrogastrographie (EGG)

Fragen Sie Ihren Arzt zu weiteren Erkrankungen oder Medikamenten, die eventuell für Gastroparese-ähnliche Symptome ursächlich sind.


Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Sprechen Sie immer auch mit Ihrem Arzt, wenn es um Diagnose und Behandlung geht.