Medizinische Fachkreise

NIM Neuromonitoring-Systeme

Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie

NIM Neuromonitoring-Systeme

Unsere innovativen intraoperativen NIM Nervenintegritätsmonitore sind als Hilfsmittel für Chirurgen bei unterschiedliche Anwendungen konzipiert, unter anderem in der HNO-Chirurgie, bei Schilddrüsen-OPs und allgemeinchirurgischen Eingriffen.

Das NIM-System ermöglicht es den Chirurgen – sowohl bei offenen als auch minimalinvasiven Verfahren – motorische Nerven zu identifizieren, ihre Funktion bei unterschiedlichen OP-Verfahren zu bestätigen sowie zum Beispiel bei HNO-chirurgischen Eingriffen größere motorische Nerven zu überwachen.

Kommt es zu Veränderungen der Nervenfunktion, gibt das NIM-Neuromonitoring-System visuelle und akustische Warnsignale ab, um den Operateur und das OP-Team darauf aufmerksam zu machen. Dadurch wird das potenzielle Risiko einer Nervenschädigung bei den unterschiedlichsten OP-Verfahren, einschließlich HNO- und allgemeinchirurgischer Eingriffe, reduziert. Dies gibt den Chirurgen mehr Sicherheit und den Patienten mehr Zuversicht.

Für HNO- und andere chirurgische Eingriffe bieten wir das 4-Kanal-System NIM-Response 3.0® an.

Das intraoperative NIM-Neuromonitoring-System ermöglicht es den Chirurgen, die Nervenfunktion bei unterschiedlichsten OP-Verfahren, unter anderem bei HNO-, otolaryngologischen und allgemeinchirurgischen Eingriffen, zu identifizieren sowie die Nervenfunktion zu bestätigen und zu überwachen, um das potenzielle Risiko einer Nervenschädigung zu minimieren.

Wie es funktioniert

 Wird ein Nerv mit der Sonde stimuliert, registriert das NIM-Neuromonitoring-System ein EMG-Ereignis und ermöglicht Ihnen so, die Funktion und Intaktheit des Nerven zu überprüfen.

Unser NIM® Neuromonitoring-System ist ein elektromyographischer (EMG-)Monitor für den intraoperativen Einsatz bei verschiedenen OP-Verfahren, einschließlich HNO- und allgemeinchirurgischer Eingriffe, bei denen ein Nerv durch eine unbeabsichtigte Manipulation gefährdet werden könnte. Für den Eingriff werden die Nadel- oder Oberflächenelektroden des NIM-Neuromonitoring-Systems an geeigneten Muskelstellen im Patienten platziert. (Die NIM-Software beinhaltet farbkodierte Platzierungshilfen.)

Diese Elektroden werden dann mit dem NIM-Neuromonitoring-System verbunden, das die EMG-Aktivität der Muskeln, die vom betreffenden Nerv innerviert werden, kontinuierlich überwacht. Wenn ein bestimmter Nerv aktiviert oder stimuliert wurde, warnt das NIM-System den Chirurgen und das OP-Team, indem sowohl ein visueller Alarm auf dem Touchscreen-Farbmonitor als auch ein akustisches Warnsignal ausgegeben werden, um eine potenzielle Verletzung des Nervs zu minimieren.

Den Chirurgen stehen monopolare und bipolare Stimulationssonden und Dissektionsinstrumente zur Verwendung mit dem NIM-Neuromonitoring-System zur Verfügung, die ihn bei der frühzeitigen Identifizierung und Bestätigung eines Nerven unterstützen. Diese Instrumente dienen dazu, bestimmte Nerven oder ihre Verzweigungen zu lokalisieren, identifizieren und zu kartieren sowie Funktion und Intaktheit der Nerven zu überprüfen.

Durch die Kombination einer intelligenten Hardware-Elektronik mit intuitiver Bedienungs-Software erleichtern unsere NIM-Neuromonitoring-Systeme die Arbeit der Chirurgen bei der Durchführung kritischer Eingriffe, indem sie helfen, die Nervenfunktion zu erhalten und die Sicherheit der Patienten zu verbessern.

Warum ist Neuromonitoring wichtig?

Durch Erkrankungen, frühere Operationen oder die normale anatomische Variabilität bedingt, kann es mitunter schwierig sein, die motorischen Nerven während einer Operation zu identifizieren – selbst bei detaillierten Kenntnissen der Anatomie und hohem chirurgischem Können.

Patienten können eine vorübergehende oder dauerhafte Schädigung erleiden, wenn ein Nerv gereizt oder verletzt wird. Beispielsweise wird bei einer Schädelbasis-OP der Gesichtsnerv in der Regel freigelegt, sodass ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht. Da dieser Nerv alle Gesichtsbewegungen und -ausdrücke steuert, kann eine Schädigung dieses Nerven verheerende körperliche und emotionale Auswirkungen haben.

Gelegentlich kann eine geringe Reizung oder Dehnung des Gesichtsnervs zu vorübergehenden oder dauerhaften Symptomen einer Nervenschädigung führen, beispielsweise Fazialisschwäche, Taubheitsgefühl oder Zuckungen. Eine Verletzung des Fazialisnervs, die selten vorkommt, verursacht eine Fazialisnervlähmung, die der Auswirkung eines Schlaganfalls ähnlich ist.

Auch beim Nervus laryngeus recurrens, einem Ast des Nervus vagus, besteht ein erhöhtes Risiko bei einer Halslymphknotenausräumung (“Neck Dissection”) sowie bei einer Schilddrüsen-OP. Eine Schädigung dieses Nervs kann die Fähigkeit eines Menschen, zu sprechen, zu schlucken und zu atmen, stark beeinträchtigen.

Die NIM® Neuromonitoring-Systeme von Medtronic unterstützen Chirurgen dabei, den Nerv zu lokalisieren, zu identifizieren, zu überwachen und die Auswirkungen der Manipulation am Nerven zu kontrollieren sowie die Intaktheit der Nerven vor Abschluss der Operation zu bestätigen.