InterStim System im Körper

InterStim sakrale Neuromodulation

kann eine erfolgreiche Therapieoption bei funktionellen Beckenbodenstörungen wie z.B. Inkontinenz sein.


Was ist sakrale Neuromodulation?

  • Modulation der Informationsweiterleitung zwischen Gehirn und Beckenbodenorganen zur Symptomlinderung
  • ein Schrittmachersystem gibt sanfte Impulse an die Sakralnerven ab 
  • vollimplantierbares System zur langfristigen Therapie von funktionellen Beckenbodenfunktionsstörungen
  • Synonyme: sakrale Neurostimulation, Beckenbodenschrittmacher, Blasenschrittmacher 

Wie viele Patienten erhalten bereits diese Therapie?

Weltweit wurden bereits über 250.000 InterStim Systeme eingesetzt, davon alleine 13.000 in Deutschland.


Für welche Patienten eignet sich die Therapie?

Die sakrale Neuromodulation mit InterStim erhielt das CE-Kennzeichen bereits 1994 und ist zur 

"Behandlung chronischer, schwer behandelbarer (funktioneller) Störungen des Beckens und der ableitenden Harnwege sowie des Darmtrakts indiziert."

Zu den Indikationen gehören: 

  • überaktive Blase / Dranginkontinenz
  • Harnretention
  • Stuhlinkontinenz
  • chronische funktionelle Obstipation
  • chronischer Beckenschmerz

Die sakrale Neuromodulation ist eine besondere Therapieoption, da sie auch bei einer Kombination mehrerer dieser Indikationen wirksam sein kann.  


Wer bietet die Therapie an?

Der InterStim Beckenbodenschrittmacher wird in Deutschland an über 250 Kliniken als Therapieoption angeboten. In der Regel handelt es sich dabei um 

  • Proktologen
  • Urologen
  • Urogynäkologen

die in ihren jeweiligen Abteilungen oder zusammen im Rahmen eines Beckenbodenzentrums den InterStim Beckenbodenschrittmacher während eines stationären Aufenthaltes des Patienten implantieren. 

Informationen zu Implantationszentren in Ihrer Nähe nennen wir Ihnen gerne - bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf: neuro.solutions@medtronic.de oder telefonisch unter +49 2159 8149 171.


Wie läuft die Therapie ab?

Anamnese / Diagnostik

Im ersten Schritt wird ermittelt, ob die Erkrankung des Patienten potenziell durch sakrale Neuromodulation behandelbar ist und die Diagnose gesichert. 

Teststimulation

Danach folgt eine Teststimulation, bei der nur die Elektroden implantiert werden und der Patient die Wirkung und Handhabung des Systems kennenlernen kann. Nach der Teststimulation entscheiden Arzt und Patient, ob das System vollständig implantiert wird. 

Implantation

Wurde die Entscheidung für eine dauerhafte Therapie getroffen wird in einem zweiten Eingriff das System mit einem Neurostimulator vervollständigt oder insgesamt implantiert. 

Nachsorge

In den jährlichen Nachuntersuchungsterminen werden die Einstellungen und Wirkung überprüft und ggf. angepasst und der Batterieladezustand des Systems überprüft, so dass rechtzeitig ein Wechsel der Batterie erfolgen kann, bevor die Therapie wegen Batterieerschöpfung ausfällt. 


Werden die Behandlungskosten von den Kostenträgern übernommen?

Die sakrale Neuromodulation ist im Leistungskatalog der stationären Versorgung abgebildet. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen. Weitere Informationen finden Sie im Bereich "Reimbursement"