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Bluthochdruck

Symptome und Erkrankung

Bei jedem Menschen treten im Laufe des Tages Ereignisse auf, die mit einem Blutdruckanstieg verbunden sind. Meist sind diese Blutdruckanstiege vorübergehend und haben keine dauerhaften Auswirkungen auf die Gesundheit. Liegt allerdings eine dauerhafte Erhöhung des Blutdrucks vor, spricht man von der Erkrankung Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt.

Viele Menschen wissen vielleicht gar nicht, dass sie Bluthochdruck haben. Aufgrund der versteckten Symptome von Hypertonie wird die ernsthafte Erkrankung oftmals als „stiller Killer“ bezeichnet. Anhaltender Bluthochdruck zwingt das Herz, schwerer als normal zu arbeiten und kann lebensbedrohlich sein. Als Folge können Herzinsuffizienz, Schlaganfall, Nierenversagen, koronare Herzkrankheit und andere gesundheitliche Probleme auftreten.

Weltweit steht die Erkrankung an erster Stelle der größten einzelnen Todesursache und ist Risikofaktor Nr. 1 für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In Deutschland sind fast 30 Millionen Menschen an Bluthochdruck erkrankt und nur jeder Zweite weiß von seiner Krankheit.

Die Volkskrankheit - (00:00)

Bluthochdruck

Ursachen

Obwohl Hypertonie bei jedem Menschen eintreten kann, tragen folgende Faktoren unter Umständen zu einer Erkrankung bei:

  • Schlechte Ernährung
  • Stress
  • Hormone
  • Bewegungsmangel
  • Bestimmte Medikamente
  • Vererbung

Bluthochdruck kann auch auf überaktive Nerven im sympathischen Nervensystem zurückzuführen sein, welches wichtige Organe ansteuert, die für die Regulierung des Blutdrucks zuständig sind: Gehirn, Herz, Nieren und Blutgefäße. Eine ungewöhnlich hohe Reizübertragung der Nerven zwischen Nieren, Herz und Gehirn kann den Blutdruck erhöhen.

Diagnose-Methoden

Zum Glück kann Bluthochdruck mit einer Reihe von Blutdrucktests diagnostiziert werden. Die Blutdruckmessung wird durch eine einfache und risikolose Untersuchung mittels einer aufblasbaren Gummimanschette und einem Druckmessgerät gemessen. Sie bildet eine wichtige Rolle im medizinischen Praxisalltag.

Der Blutdruck wird durch zwei Werte bestimmt. Es werden der systolische und diastolische Wert gemessen. „Systolisch“ bezieht sich auf den Blutdruck, wenn das Herz schlägt, während es Blut pumpt. „Diastolisch“ bezieht sich auf den Blutdruck, wenn das Herz zwischen den Schlägen ruht. Blutdruckwerte werden gewöhnlich mit dem systolischen Wert vor dem diastolischen Wert angegeben, wie z.B. 120/80 mmHg. Das „mmHg“ bezieht sich auf Millimeter Quecksilbersäule – die zum Messen des Blutdrucks verwendete Maßeinheit.

Für die Behandlung und die Diagnostik von Bluthochdruck gilt ebenfalls die ambulante Langzeit-Blutdruckmessung über einen Zeitraum von 24 Stunden als ein wichtiges Instrument. Dabei handelt es sich um eine einfache Untersuchung, durch die der Arzt Informationen über die Herz-Kreislauffunktionen erlangt. Währenddessen gehen Sie Ihren normalen täglichen Aktivitäten nach, einschließlich Schlafen. Sie erhalten einen tragbaren Monitor, der an einem Gürtel befestigt ist und mit einer Standard-Manschette am Oberarm verbunden ist. Dieser Monitor verwendet eine bestimmte Technik, um den systolischen, den diastolischen und den durchschnittlichen Blutdruck sowie die Herzfrequenz zu ermitteln. Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, wird das Gerät an einen Computer angeschlossen und berichtet über den gemessenen 24-Stunden-Zeitraum.

Einstufung Bluthochdruck

Menschen mit Blutdruckwerten von 140/90 mmHg oder höher, die zu mindestens zwei verschiedenen Zeiten gemessen wurden, leiden unter Bluthochdruck. Menschen mit Blutdruckwerten von 200/120 mmHg oder höher benötigen eine sofortige Behandlung. Diabetiker werden gewöhnlich behandelt, wenn ihr Blutdruck über 130/80 mmHg ansteigt, da sie aufgrund ihrer Erkrankung bereits ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten haben. Wenn der Blutdruck hoch bleibt, wird im Allgemeinen eine vorläufige Behandlung begonnen.

Einen Überblick über die Einstufung der Blutdruckwerte und ab wann genau man von „Bluthochdruck“ spricht, können Sie dieser Tabelle entnehmen:

Bluthochdruck

Therapieresistenter Bluthochdruck

Etwa 20 % der Patienten mit Hypertonie gelten als „therapieresistent“. Therapieresistenter Bluthochdruck liegt vor, wenn der Blutdruck nicht genügend gesenkt werden kann (d.h. Zielwert von unter 140 zu 90mmHg) trotz Änderung des Lebensstils und einer Therapie mit 3 Medikamenten zur Blutdrucksenkung in maximaler Dosierung, davon eines ein Diuretikum.