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Harnverhalt

Harnverhalt

Den meisten Menschen ist es unangenehm, mit Freunden, der Familie oder dem Arzt über Blasenschwäche zu sprechen. Wenn Sie Probleme beim Entleeren Ihrer Blase haben, sind Sie kein Einzelfall.

Definition

Harnverhalt ist definiert als Unfähigkeit, die Blase ganz oder teilweise zu leeren.1 Wenn Sie an Harnverhalt leiden, haben Sie entweder Schwierigkeiten, das Wasserlassen zu beginnen oder Sie können Ihre Blase nicht ganz leeren.


Symptome

Zu den Symptomen des Harnverhalts gehören:

  • Schwierigkeiten beim Beginn des Wasserlassens,
  • Schwierigkeiten beim vollständigen Leeren der Blase,
  • tropfender oder schwach fließender Harn,
  • häufige, kleine Harnmengen im Tagesverlauf,
  • Unfähigkeit, eine volle Blase wahrzunehmen,
  • erhöhter Druck im Bauchraum,
  • fehlender Harndrang,
  • Überanstrengung beim Herausdrücken von Harn aus der Blase,
  • häufiges Wasserlassen,
  • nächtliches Wasserlassen (Nykturie, in der Nacht häufiger als zweimal zum Wasserlassen aufstehen).

Ursachen

Es gibt in der Regel zwei Hauptgründe für den Harnverhalt: obstruktiv und nicht obstruktiv. Beim obstruktiven Harnverhalt behindert etwas (z. B. Nierensteine) den freien Fluss von Harn durch die Harnwege. Zu den nicht obstruktiven Ursachen gehören ein schwacher Blasenmuskel und Nervenprobleme, die die Weiterleitung von Signalen zwischen Gehirn und Blase stören. Wenn die Nerven nicht richtig funktionieren, erhält das Gehirn unter Umständen die Nachricht über eine volle Blase nicht.

Zu den häufigsten Ursachen von nicht-obstruktivem Harnverhalt gehören:

  • Schlaganfall,
  • vaginale Geburt,
  • Verletzung/Trauma in der Beckengegend,
  • gestörte Muskel- bzw. Nervenfunktion in Folge von Medikamenten oder Anästhesie,
  • Unfälle mit Gehirn- oder Rückenmarksverletzung.

Zu den Ursachen für obstruktiven Harnverhalt gehören:

  • Krebserkrankung,
  • Nieren- oder Blasensteine,
  • vergrößerte Prostata (BPH) bei Männern.

Diagnose

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Symptome, und wie diese sich auf Ihren Alltag auswirken. Ihr Arzt wird auf der Basis Ihrer Symptome eine Diagnose stellen.



Literatur

1

National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (US-amerikanisches nationales Institut für Diabetes und Verdauungs- und Nierenerkrankungen, NIDDK) Referenzsammlung


Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Sprechen Sie immer auch mit Ihrem Arzt, wenn es um Diagnose und Behandlung geht.