Arzt und Patient sprechen über die Krankheit des Patienten

Warnzeichen für Unter- und Überdosierungen

Schwere Spastik

Es ist sehr wichtig, dass Sie auf Warnzeichen achten, die darauf hinweisen, dass Sie zu viel, zu wenig oder überhaupt kein Baclofen erhalten. Sie und Ihre Betreuer müssen diese Anzeichen kennen und wissen, was zu tun ist, wenn Sie sie feststellen. Folgen Sie für die Notfallversorgung den Anweisungen Ihres Arztes.

Warnzeichen einer Unterdosierung

Wenn Sie ein oder mehrere Warnzeichen einer Baclofen-Unterdosierung bei sich beobachten, wenden Sie sich sofort als Notfall an Ihren Arzt. Zu den Warnzeichen einer Unterdosierung gehören:

  • stärker werdende bzw. Rückkehr der Spastik,
  • Juckreiz,
  • niedriger Blutdruck,
  • Benommenheit,
  • Kribbelgefühl.

Bei Nichtbehandlung kann eine Unterdosierung schnell zu Baclofen-Entzugserscheinungen führen. Zu den Entzugserscheinungen gehören hohes Fieber, Änderung des Geisteszustands und Muskelsteifigkeit. In seltenen Fällen kann ein Entzug zu Funktionsverlusten lebenswichtiger Organe und letztendlich zum Tod führen. Vermeiden Sie einen Entzug, indem Sie auf die Warnzeichen von Unterdosierung achten und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Warnzeichen einer Überdosierung

Wenn Sie ein oder mehrere Warnzeichen einer Baclofen-Überdosierung bei sich beobachten, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt. Zu den Zeichen einer Überdosierung gehören:

  • Schläfrigkeit,
  • Benommenheit,
  • Schwindel,
  • Atembeschwerden,
  • Krampfanfälle,
  • Ohnmacht oder Koma,
  • zu niedrige Körpertemperatur.

Was Sie beachten sollten

  • Informieren Sie sich über die Warnzeichen und was Sie tun müssen, wenn Sie eines bemerken. Stellen Sie außerdem sicher, dass alle Pfleger diese Warnzeichen ebenfalls kennen.
  • Halten Sie alle geplanten Nachfülltermine ein, damit immer intrathekales Baclofen vorhanden ist.
  • Führen Sie immer Ihren Patienten-Pass mit sich. 

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Sprechen Sie immer auch mit Ihrem Arzt, wenn es um Diagnose und Behandlung geht.