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Ist die elektrische Gastro-stimulation das Richtige für Sie?

Gastroparese

Ein Arzt, der die elektrische Gastrostimulation anbietet, kann mittels einer Teststimulation feststellen, ob Sie ein Kandidat für diese Therapie sind.

Folgende Schritte sind zu befolgen, wenn Sie eine elektrische Gastrostimulation in Betracht ziehen

  1. Lassen Sie sich untersuchen – Ihr Arzt wählt geeignete Voruntersuchungsmethoden und diagnostische Tests für Sie aus. Ihr Arzt arbeitet möglicherweise auch mit einer Ernährungsfachkraft und einer Pflegekraft zusammen, um Ihre Ernährung umfassend zu beurteilen.
  2. Sichtung der Ergebnisse – Sichten Sie die Ergebnisse der Voruntersuchung und der Tests mit Ihrem Arzt.
  3. Besprechen Sie Behandlungsoptionen – Bitten Sie Ihren Arzt um eine Empfehlung für die Behandlung. Stellen Sie Fragen und gehen Sie die möglichen Nebenwirkungen jeder Therapie durch. Teilen Sie Ihrem Arzt alle Ihre Zweifel mit.
  4. Werden Sie tätig – Wählen Sie mithilfe Ihres Arztes die Behandlungsoption aus, die am besten für Sie geeignet ist. Befolgen Sie den Therapieplan einschließlich einer Modifikation der Ernährung, der regelmäßigen Nachsorgetermine und anderer Anweisungen.

Wenn Sie eine elektrische Gastrostimulation in Betracht ziehen

Wenn Ihr Arzt zu dem Schluss kommt, dass Sie ein Kandidat für die elektrische Gastrostimulation sind, berücksichtigen Sie bitte Folgendes, bevor Sie eine Entscheidung zu Ihrer Behandlung treffen:

Die elektrische Gastrostimulation soll chronische Symptome von Übelkeit und Erbrechen im Zusammenhang mit einer therapierefraktären idiopathischen oder diabetischen Gastroparese reduzieren.

Die elektrische Gastrostimulation stellt jedoch keine Heilung dar. Eine klinische Studie (WAVESS – Worldwide Anti-Vomiting Electrical Stimulation Study1) zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen ergab, dass bei den meisten, aber nicht bei allen Patienten, eine Linderung des Erbrechens auftrat.

Bei denjenigen Patienten, die einen Nutzen aus der Therapie zogen, ist der Grad der Verbesserung von Person zu Person unterschiedlich.

Die Implantation eines Enterra Neurostimulators ist mit Risiken im Zusammenhang mit den chirurgischen Eingriffen, der Therapie und dem Gerät verbunden.

Zusätzlich zu den Risiken im Zusammenhang mit einem medizinischen Eingriff können Komplikationen infolge einer elektrischen Gastrostimulation unter anderem Schmerzen an der Implantationsstelle, Infektion, Perforation der Magenwand, Austritt der Elektrode, Darmverschluss durch die Elektrode, Probleme mit der Elektrode/dem Gerät, Reizung/Entzündung, unangenehme/unerwünschte Stimulation und Gewebeschäden einschließen. Eine vollständige Liste der unerwünschten Ereignisse finden Sie unter Wichtige Sicherheitsinformationen.

Häufig ist eine kombinierte Behandlung notwendig, um die Symptome im Zusammenhang mit einer Gastroparese wirksam unter Kontrolle zu halten.

Wenn Sie einen implantierten Enterra Neurostimulator tragen, dürfen oder sollten Sie sich bestimmten medizinischen Verfahren nicht unterziehen. Bei bestimmten elektrischen und medizinischen Geräten sowie Warensicherungssystemen und Sicherheitsschleusen, müssen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden.

Die elektrische Gastrostimulation ist nicht geeignet für Patienten, die entweder aus physischen oder psychischen Gründen keine Kandidaten für chirurgische Eingriffe, eine Anästhesie oder beides sind. Die elektrische Gastrostimulation ist bei Schwangeren oder bei Patienten unter 18 oder über 70 Jahren nicht untersucht worden.

Bitten Sie Ihren Arzt um ausführlichere Informationen zur Enterra Therapie.


Quellenangaben

1

Abell T, McCallum R, Hocking M, et al. Gastric electrical stimulation for medically refractory gastroparesis. Gastroenterology. August 2003;125(2):421-428.


Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Sprechen Sie immer auch mit Ihrem Arzt, wenn es um Diagnose und Behandlung geht.