Im Garten arbeitende Personen

Nutzen und Risiken

Sakrale Neuromodulation

 

Wenn Ihnen andere BBehandlungsmethoden nicht geholfen haben oder Medikamente bei Ihnen nicht tolerierbare Nebenwirkungen hatten, bietet die Blasentherapie von Medtronic mittels sakraler Neuromodulation (Interstim® Therapie) möglicherweise eine Linderung der Symptome.

Nutzen

Die InterStim-Therapie ist ein minimal-invasives — das bedeutet wenig belastendes — Verfahren, dessen Wirkung sich vorher durch eine einfache Teststimulation ausprobieren lässt.

Außerdem ist das Verfahren reversibel, d.h. der Schrittmacher kann jederzeit ausgeschaltet werden. Im ungünstigsten Fall könnten die Implantate auch wieder komplett entfernt werden. Doch das kommt eher selten vor.

Der Schrittmacher gibt keinen permanenten Strom ab, sondern nur vereinzelte, sehr kurze schwache Impulse. Diese werden in der Regel nicht als unangenehm empfunden, sondern als leichtes Kribbeln wahrgenommen. Üblicherweise blendet das Gehirn diese Wahrnehmung jedoch schon nach sehr kurzer Zeit aus.

Die Patienten behalten über ein externes Handgerät jederzeit die Kontrolle über die Stärke der Stimulation.

Weitere Informationen zu den möglichen Vorteilen der Therapie finden Sie hier! 


Risiken

Die Stimulation der Sakralnerven kann die verschiedensten positiven Auswirkungen haben: Befreiung von der Notwendigkeit einer Katheterisierung, bessere Kontrolle über die Blasen- und Darmfunktion.
Dennoch können Komplikationen auftreten, die in der Regel jedoch gut beherrschbar sind.

Die Implantation eines InterStim Therapiesystems birgt die jedem sonstigen chirurgischen Verfahren ähnlichen Risiken wie Schwellung, Blutergüsse, Blutung und Infektion. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, wie sich diese Risiken minimieren lassen.

Die Behandlung kann bei Ihnen einige der folgenden Nebenwirkungen auslösen:

  • Schmerzen an der Implantationsstelle oder neue Schmerzen
  • Infektion oder Hautreizung
  • Bewegung oder Verrutschen (Migration) der Elektrode (dünner Draht)
  • Probleme mit dem Implantat
  • Wechselwirkungen mit bestimmten anderen Geräten oder Diagnosegeräten
  • Nicht erwünschte Veränderungen der Funktion der harnableitenden Organe oder des Darms
  • Unangenehme Stimulation (wird manchmal als ruckartig oder stoßartig beschrieben)

Die Probleme lassen sich möglicherweise chirurgisch, medikamentös oder durch Programmierung lösen. Viele dieser Komplikationen oder Nebenwirkungen erfordern keine weitere Operation. Bei Missempfindungen oder Verrutschen der Elektrode hilft häufig eine neue Einstellung des Schrittmachers. Mit der Verabreichung von Antibiotika wird das Risiko einer Infektion reduziert.

Finden Sie hier weitere Informationen darüber, was Sie beachten sollten


Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Sprechen Sie immer auch mit Ihrem Arzt, wenn es um Diagnose und Behandlung geht.