Malende Menschen

Was ist eine Schmerzpumpe?

Chronische Schmerzen

Die gezielte Arzneimittelinfusion ist eine Therapie zur Behandlung chronischer Schmerzen. 1-4 Anders als bei Medikamenten, die im Blutkreislauf durch Ihren Körper zirkulieren, wird bei der gezielten Arzneimittelinfusion von Medtronic das Medikament direkt in die Flüssigkeit abgegeben, die Ihr Rückenmark umgibt. Dies kann die Nebenwirkungen des Medikaments abschwächen oder erträglicher machen.

Medikamentenpumpe SynchroMed II

Medikamentenpumpe SynchroMed II

Die Schmerzpumpe

Das System für die intrathekale Medikamentenabgabe besteht aus Pumpe und Katheter. Beides wird in einem chirurgischen Eingriff unter der Haut platziert. Die Pumpe enthält das Medikament und gibt es über den Katheter ab. Der Katheter (ein dünner, flexibler Schlauch) wird in der Nähe des Rückenmarks implantiert und mit der Pumpe verbunden.

Die Pumpe gibt das Medikament durch den Katheter an das Rückenmark ab. Ist das Medikament aufgebraucht, befüllt der Arzt die Pumpe neu.

Funktionsweise

Die Pumpe gibt Schmerzmittel in der verordneten Menge unmittelbar in den das Rückenmark umgebenden, flüssigkeitsgefüllten Raum, den Liquorraum, ab. Zu den Schmerzmitteln, die für die Verwendung in der Pumpe zugelassen sind, gehören Morphinsulfat und Ziconotid.

Bei Behandlung mit der gezielten Arzneimittelabgabe von Medtronic beobachten viele Menschen eine bedeutende Verbesserung der Schmerzsymptome und der Lebensqualität. Realistische Erwartungen sind allerdings bei jeder Schmerzbehandlung Voraussetzung für die Zufriedenheit. Durch die gezielte Arzneimittelinfusion wird die Schmerzursache nicht beseitigt bzw. die Grunderkrankung nicht geheilt. Sie kann jedoch das Schmerzmanagement erleichtern.

Unsere Produkte 

Medtronic bietet für das Management chronischer Schmerzen die Medikamentenpumpe SynchroMed® II an. Bestandteile des Systems:

  • Programmierbare Medikamentenpumpe – Ein batteriebetriebenes Gerät, das Arzneimittel nach Anweisung des Arztes speichert und abgibt
  • Katheter – Ein dünner, biegsamer Schlauch, über den die Pumpe das Schmerzmittel in den das Rückenmark umgebenden, flüssigkeitsgefüllten Raum abgibt
  • Arzt-Programmiergerät – Ein Computer in der Praxis Ihres behandelnden Arztes, mit dem er die Pumpe optimal auf Ihre individuellen Bedürfnisse einstellt
  • Patienten-Therapiemanager –Ein optionales Handgerät, das Ihnen mehr Kontrolle über Ihre Schmerzen ermöglicht, indem Sie im Bedarfsfall und innerhalb der von Ihrem Arzt eingestellten Grenzen eine zusätzliche Morphindosis aus Ihrer Pumpe anfordern können

Wenn eine Medikamentenpumpe eine Option für Sie ist, wird Ihr Arzt gemeinsam mit Ihnen das Schmerztherapie-System auswählen, das am besten für Ihre Bedürfnisse geeignet ist. 


Quellenangaben

1

Deer T, Chapple I, Classen A, et al. Intrathecal drug delivery for treatment of chronic low back pain: report from the National Outcomes Registry for Low Back Pain. Pain Med. 2004;5:6-13.

2

Duarte RV, Raphael JH, Sparkes E, Southall JL, LeMarchand K, Ashford RL. Long-term intrathecal drug administration for chronic nonmalignant pain. J Neurosurg Anesthesiol. 2012;24:63-70.

3

Ellis DJ, Dissanayake S, McGuire D, et al. Continuous intrathecal infusion of ziconotide for treatment of chronic malignant and nonmalignant pain over 12 months: a prospective, open-label study. Neuromodulation. 2008;11:40-49.

4

Hamza M, Doleys D, Wells M, et al. Prospective study of 3-year follow-up of lowdose intrathecal opioids in the management of chronic nonmalignant pain. Pain Med. 2012;13:1304-1313.


Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Sprechen Sie immer auch mit Ihrem Arzt, wenn es um Diagnose und Behandlung geht.