Keine Macht der Ohnmacht

Keine Macht der Ohnmacht

Ursache für eine plötzliche Bewusstlosigkeit (Synkope) finden

Die Anamnese

Der wichtigste Teil der Diagnose ist das Gespräch mit dem Patienten, die Anamnese. Dabei wird Ihr Arzt Sie nach folgenden Punkten fragen:

  • Was genau ist vor, während und nach der Ohnmacht passiert?
  • Wie oft und in welchen Abständen treten die Ohnmachtsanfälle auf?
  • Welche Erkrankungen haben Sie?
  • Welche Medikamente nehmen Sie ein?
  • Gab es ähnliche Ereignisse in Ihrer Familie?

Diese Antworten weisen auf eine reflexvermittelte Ohnmacht hin:

  • Eine Herzerkrankung ist nicht bekannt.
  • Es gab Anzeichen unmittelbar vor der Ohnmacht (z.B. komisches Gefühl im Bauch, weiche Knie).
  • Sie haben unangenehme Geräusche gehört, hatten Schmerzen, Angst oder anderen psychoemotionalen Stress.
  • Sie standen lange in einem warmen oder sogar heißen Raum.
  • Die Ohnmacht trat während des Essens oder unmittelbar danach auf.
  • Sie wurden nach körperlicher Belastung bewusstlos.
  • Ihre Ohnmachtsanfälle treten seit Jahren auf.

Diese Angaben weisen auf eine orthostatische Ohnmacht hin:

  • Sie wurden unmittelbar nach dem Aufstehen ohnmächtig.
  • Sie nehmen blutdrucksenkende Medikamente ein oder die Dosis von Medikamenten wurde erhöht.
  • Sie leiden unter einer Nervenerkrankung (z.B. Parkinson-Krankheit).

Diese Angaben weisen auf eine herzbedingte Ohnmacht hin:

  • Sie leiden unter einer Herzerkrankung und hatten zum Beispiel einen Infarkt.
  • Die Ohnmacht trat während einer Belastung auf.
  • Unmittelbar vor der Ohnmacht hatten Sie Herzrasen.
  • In Ihrer Familie gab es Fälle von Plötzlichem Herztod.