Wege zu medizinischer Versorgung | Medtronic

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WIR ARBEITEN MIT PARTNERN VOR ORT DARAN, DASS MENSCHEN IN MEDIZINISCH UNTERVERSORGTEN GEBIETEN GEHOLFEN WIRD

Weltweiter Zugang zu medizinischer Versorgung — Fallstudie: Die Shruti-Initiative in Indien

Fallstudie: Shruti-Programm, Indien

Können Sie sich vorstellen, wie man mit einem nicht diagnostizierten Gehörschaden oder einer Ohrinfektion lebt? In manchen Ländern ist dies nichts Ungewöhnliches. Mangelndes Bewusstsein für Krankheiten in der Öffentlichkeit und fehlende Infrastrukturen in der medizinischen Versorgung können jahrelange Schmerzen und Frustration zur Folge haben. Möglicherweise sind die Gehörschäden irreparabel, obwohl dies durch eine Routineuntersuchung und rechtzeitige Behandlung hätte verhindert werden können.

Laut der Weltgesundheitsorganisation leiden 360 Millionen Menschen weltweit an einem Gehörverlust, der sie in ihren Aktivitäten beeinträchtigt — das sind über 5 Prozent der Gesamtbevölkerung.1 90 % der Fälle von chronischen Ohrinfektionen kommen in Südostasien, den Ländern des westlichen Pazifik und in Afrika vor.

360 Millionen Menschen

360 Millionen Menschen weltweit leiden an einem Hörverlust, der sie in ihren Aktivitäten beeinträchtigt.1


DIE SHRUTI-INITIATIVE - WEGE ZU MEDIZINISCHER VERSORGUNG

Um neue Wege in der Gesundheitsversorgung zu gehen, bieten wir nicht nur technischen High-Tech. Es ist auch die Zusammenarbeit mit unseren Partnern weltweit, durch die wir Grenzen überschreiten und Menschen den Zugang zu medizinischer Versorgung eröffnen. Ein Programm, das wir gemeinsam mit unseren Partnern in die Tat umgesetzt haben, ist die Shruti-Initiative in Indien. Nicht diagnostizierte Ohrenkrankheiten sind besonders in Indien verbreitet, wo 77 Prozent der Patienten mit einer chronischen eitrigen Mittelohrentzündung einen Hörverlust erleiden.2

Die Shruti-Initiative wurde 2013 ins Leben gerufen. Dieses Programm bietet eine nachhaltige und kostengünstige otologische Versorgung in strukturschwachen Regionen, vor allem in dicht besiedelten, einkommensschwachen städtischen Gebieten. Im Rahmen des Programms wird das Bewusstsein von Menschen für Krankheiten gefördert, Vorsorgeuntersuchungen angeboten und Patienten untersucht und behandelt. Speziell ausgebildete Sozialarbeiter gehen von Tür zu Tür, um die Einwohner über die Gefahren von nicht behandelten Ohrinfektionen aufzuklären. Sie informieren sie außerdem über kostenlose Vorsorgeuntersuchungen in den jeweiligen Gemeinden.

Bei den Vorsorgeuntersuchungen nutzen die Gesundheitshelfer ein innovatives, mobiles Ohr-Screening-Kit, das sowohl Patientendaten als auch Bilder des Ohrs erfassen kann. Bei der Entwicklung dieses Gerätes hat Medtronic mit dem indischen Unternehmen Icarus sowie mit ClickMedix zusammengearbeitet, einem US-Unternehmen, das sich mit mobilem Gesundheitswesen beschäftigt.3 Die mit dem Ohr-Screening-Kit erfassten Daten werden an Shruti-Mitarbeiter und einen HNO-Arzt übermittelt.

Werden Personen mit einem Gehörschaden oder einer anderen ernsten Ohrenkrankheit identifiziert, können sie nun an einen HNO-Arzt überwiesen werden, der im Rahmen des Shruti-Programms arbeitet. Dieser Arzt hat Zugriff auf die Daten, die im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung ermittelt wurden. Nach weiteren, detaillierteren Untersuchungen wird eine geeignete Therapie verordnet. Ziel ist eine Therapie oder Operation, die sich der Patient leisten kann.

77 Prozent

In Indien erleiden 77 Prozent der Patienten mit einer chronischen eitrigen Mittelohrentzündung einen Gehörschaden.2


HILFE FÜR HINA

Im Rahmen des Shruti-Programms wurde bei Hina, einer jungen Frau aus Azadpur (Neu Delhi), ein perforiertes Trommelfell diagnostiziert. Sieben Jahre lang hatte sie aufgrund ständiger Ohrentzündungen Schmerzen, ohne dass sie einen Arzt aufgesucht hätte. Durch die Shruti-Initiative erhielt Hina eine Beratung und im Januar 2014 eine erfolgreiche Tympanoplastik (eine Operation, bei der Trommelfell oder Gehörknöchelchenkette oder beides repariert oder wiederhergestellt werden). Hina geht weiterhin zu regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen und besucht das College.

„Was Medtronic bietet, ist einzigartig“, sagt Dr. Nishi Gupta, Leiter der HNO-Abteilung am Dr. Shroff’s Charity Eye Hospital. Die Klinik ist einer der Partner von Medtronic vor Ort. „Wir haben hier die Möglichkeit, die HNO-Heilkunde von Grund auf zu verändern. Die Menschen hier brauchen unsere Hilfe. Und es ist unsere Pflicht, diese Menschen zu identifizieren und sie zu behandeln."

von Juni 2013 bis Juni 2015 fast 115.000

Im Rahmen der Shruti-Initiative führten ausgebildete Sozialarbeiter von Juni 2013 bis Juni 2015 fast 115.000 Ohren-Vorsorgeuntersuchungen durch.


Im Rahmen des Shruti-Programms wurden in den ersten beiden Jahren 115.000 Ohren-Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt. Durch das Programm entstand ein innovatives System zur Gesundheitsversorgung, mit dem ein weitverbreitetes Problem gelöst werden kann.

Zugang zu medizinischer Versorgung, bessere klinische Ergebnisse, Hoffnung für die Zukunft: Für all dies steht die Shruti-Initiative. Sie ist einer der Wege, mit denen Medtronic Menschen weltweit Zugang zu einer angemessenen Versorgung ermöglichen will.

 

Quellen

  1. Weltgesundheitsorganisation: Deafness and Hearing Loss Fact Sheet. http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs300/en/. Aufgerufen am 21. September 2015.
  2. Weltgesundheitsorganisation: Child and Adolescent Health and Development, Prevention of Blindness and Deafness. Chronic suppurative otitis media: Burden of Illness and Management Options, 2004.
  3. Das Produkt ist derzeit nur in Indien erhältlich.

 

 
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