Ärztin für Symposium

Welt- Schlaganfall- Tag

29. Oktober 2017

Schlaganfall behandeln

Therapie mit Medikamenten

Innerhalb von 4,5 Stunden nach Einsetzen des Schlaganfalls kann ein Arzneimittel durch eine Vene verabreicht werden (Thrombolyse), um das Gerinnsel aufzulösen. Bei einigen Patienten ist die Verabreichung dieses Arzneimittels aufgrund anderer medizinischer Erkrankungen oder anderer eingenommener Medikamente nicht möglich. Manche Patienten kommen auch nicht innerhalb von 4,5 Stunden nach Einsetzen der ersten Symptome im Krankenhaus an, oder das Gerinnsel ist zu groß für eine effektive Behandlung.

Die mechanische Thrombektomie

Solitaire Stent Retriever

Der Stent Retriever Solitaire im Einsatz.

Eine neue Behandlungsform bei akutem ischämischem Schlaganfall ist die mechnische Thrombektomie mit dem Solitaire Stent Retriever.

Die mechanische Thrombektomie ist ein Verfahren, bei dem das Gerinnsel mit einer winzigen reusen- bzw. korbähnlichen Vorrichtung eingefangen und aus der betreffenden Arterie entfernt wird. Somit wird der Blutfluss im Gehirn wiederhergestellt. Für Patienten, die keine medikamentöse Therapie erhalten können oder bei denen diese versagt hat, stellt die Thrombektomie die einzige verbleibende Behandlungsmöglichkeit dar. Klinische Daten haben gezeigt, dass Patienten, bei denen der Blutfluss zum Gehirn wiederhergestellt wurde, einen akuten ischämischen Schlaganfall mit höherer Wahrscheinlichkeit überleben.1,2,3 Die Zeit zwischen dem Einsetzen der Symptome und dem Behandlungszeitpunkt kann bei der Feststellung des Grads der Gehirnschädigung eines Patienten und somit auch des Langzeitresultats eine Schlüsselrolle spielen.4

Weitere Informationen zur mechanischen Thrombektomie mit dem Solitaire-System herunterladen

Schlaganfall - Ursache unbekannt?

Um das Risiko für weitere Schlaganfälle zu verringern, ist es wichtig, die Ursache für den Schlaganfall zu ermitteln. Ist die Ursache zunächst unbekannt, sprechen Ärzte von einem kryptogenen Schlaganfall oder Schlaganfall unklarer Ursache. Ein Schlaganfall kann verschiedene Ursachen haben. Ein Risikofaktor für das Auslösen eines Schlaganfalls ist Vorhofflimmern. Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung, bei der ein Teil des Herzens unkoordiniert und zu schnell schlägt und damit den gesamten Herzrhythmus beeinflusst. Dies kann Symptome wie Unruhe oder Kurzatmigkeit hervorrufen, in anderen Fällen aber auch völlig unbemerkt bleiben.

Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung, die an sich nicht lebensbedrohlich ist, jedoch das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden, um das Fünffache erhöht. Denn durch den unregelmäßigen Herzrhythmus können sich kleine Blutklümpchen im Herzen bilden. Wenn diese ins Gehirn gelangen und dort ein Gefäß verschließen, kann es zum Schlaganfall kommen.
Erfahren Sie unter diesem Link mehr über Vorhofflimmern.

Umso wichtiger ist die Diagnose von Vorhofflimmern. Dies geht nur durch ein EKG, das während des Vorhofflimmerns den Herzrhythmus aufzeichnet. Nicht immer tritt die Herzrhythmusstörung jedoch beim Arzt auf. Oft kann Vorhofflimmern sogar nur dann zuverlässig diagnostiziert werden, wenn der Herzrhythmus mit einem permanenten Untersuchungsverfahren überwacht wird.

Der implantierbare Herzmonitor

Reveal LINQ

Reveal LINQ - Das kleinste EKG der Welt

Ist eine langfristige Überwachung des Herzens notwendig, kann der Arzt einen implantierbaren Herzmonitor empfehlen.  Die Herzmonitore Reveal XT und Reveal LINQ überwachen Ihren Herzrhythmus drei Jahre lang zu jeder Zeit und an jedem Ort, ohne Sie dabei in IhremAlltag einzuschränken. Dabei werden Unregelmäßigkeiten wie Vorhofflimmern selbstständig und ganz automatisch aufzeichnet. Die Implantation ist ein einfacher Routineeingriff und dauert nur wenige Minuten.

Folgen Sie diesem Link, um mehr über die Herzmonitore Reveal LINQ und Reveal XT zu erfahren.

Visia AF

Visia AF - Der "Wächter" für das Herz

Visia AF - Ein "Defi", der Vorhofflimmern erkennt

Der Visia AF MRI ist ein implantierbarer Cardioverter Defibrillator, auch kurz ICD oder einfach Defi genannt, und zwar ein ganz besonderer.  Er gibt nicht nur lebensrettende Therapien bei zu schnellen Herzrhythmusstörungen ab (Tachykardien), sondern kann auch Vorhofflimmern diagnostizieren. Dazu überwacht der Visia AF die Herzvorhöfe und stellt so fest, ob sein Träger Vorhofflimmern hat. Bemerkt er Vorhofflimmern, speichert der Visia AF diese Information. Der Arzt kann diese Information einsehen. Bei Bedarf wird er in Absprache mit dem Patienten eine Therapie gegen Vorhofflimmern einleiten. Dadurch ist der Patient besser vor einem Schlaganfall geschützt. 

Folgen Sie diesem Link, um mehr über den Visia AF zu erfahren.


Quellen

1

Smith W et al. Stroke. 2005;36(7):1432-1440.

2

Smith W et al. Stroke. 2008;39:1205-1212.

3

McDougall C et al. 2008 International Stroke Conference.

4

Khatri et al. Neurology. 2009 Sep 29;73(13):1066-72.