Was ist Vorhofflimmern?

Vorhofflimmern ist weltweit die häufigste Herzrhythmusstörung, die bei erwachsenen Menschen auftritt. Dabei schlägt das Herz in den oberen Herzkammern – auch Vorhöfe genannt – unregelmäßig.

Bei Vorhofflimmern zittern die Vorhöfe unkoordiniert, statt regelmäßig zu schlagen. Das kann zusätzlich zu einem schnelleren Pulsschlag führen. So schlägt das Herz in den Vorhöfen bis zu 300 Mal in der Minute, manchmal sogar noch schneller. In den unteren Herzkammern – auch Ventrikel genannt – kann das Herz bis zu 150 Mal in der Minute und mehr schlagen.

Durch das Vorhofflimmern wird das Blut nicht vollständig aus den oberen Herzkammern gepumpt. Dadurch können sich Blutgerinnsel bilden. Wenn diese Gerinnsel mit dem Blutstrom ins Gehirn transportiert werden und dort eine Arterie verstopfen, kann dies zu einem Schlaganfall führen. Bei Menschen mit Vorhofflimmern erhöht sich das Schlaganfallrisiko um das Fünffache.1

Vorhofllimmern vs. normaler Herzschlag.

Häufige Symptome von Vorhofflimmern sind

  • Herzrasen                    
  • Erschöpfung, Kurzatmigkeit oder Schwäche
  • Schwindel
  • Müdigkeit 
  • Beschwerden oder Schmerzen im Brustraum

Vorhofflimmern kann aber auch ohne Symptome auftreten. Darum ist es besonders wichtig, Vorhofflimmern als Erkrankung ernst zu nehmen und behandeln zu lassen – insbesondere aufgrund des erhöhten Schlaganfall-Risikos.


Referenzen

1

Atrial Fibrillation as an Independent Risk Factor for Stoke: The Framingham Study WOLF PA et al. Stroke 1991; 22:983-8