Ärztin für Symposium

Schlaganfall

Jede Minute zählt.

Schlaganfall behandeln

Therapie mit Medikamenten

Innerhalb von 4,5 Stunden nach Einsetzen des Schlaganfalls kann ein Arzneimittel durch eine Vene verabreicht werden (Thrombolyse), um das Gerinnsel aufzulösen. Bei einigen Patienten ist die Verabreichung dieses Arzneimittels aufgrund anderer medizinischer Erkrankungen oder anderer eingenommener Medikamente nicht möglich. Manche Patienten kommen auch nicht innerhalb von 4,5 Stunden nach Einsetzen der ersten Symptome im Krankenhaus an, oder das Gerinnsel ist zu groß für eine effektive Behandlung.

Die mechanische Thrombektomie

Solitaire Stent Retriever

Der Stent Retriever Solitaire im Einsatz.


Eine neue Behandlungsform bei akutem ischämischem Schlaganfall ist die mechnische Thrombektomie mit dem Solitaire Stent Retriever.

Die mechanische Thrombektomie ist ein Verfahren, bei dem das Gerinnsel mit einer winzigen reusen- bzw. korbähnlichen Vorrichtung eingefangen und aus der betreffenden Arterie entfernt wird. Somit wird der Blutfluss im Gehirn wiederhergestellt. Für Patienten, die keine medikamentöse Therapie erhalten können oder bei denen diese versagt hat, stellt die Thrombektomie die einzige verbleibende Behandlungsmöglichkeit dar. Klinische Daten haben gezeigt, dass Patienten, bei denen der Blutfluss zum Gehirn wiederhergestellt wurde, einen akuten ischämischen Schlaganfall mit höherer Wahrscheinlichkeit überleben.1,2,3 Die Zeit zwischen dem Einsetzen der Symptome und dem Behandlungszeitpunkt kann bei der Feststellung des Grads der Gehirnschädigung eines Patienten und somit auch des Langzeitresultats eine Schlüsselrolle spielen.4

Weitere Informationen zur mechanischen Thrombektomie mit dem Solitaire-System.

Schlaganfall - Ursache unbekannt?

Um das Risiko für weitere Schlaganfälle zu verringern, ist es wichtig, die Ursache für den Schlaganfall zu ermitteln. Ist die Ursache zunächst unbekannt, sprechen Ärzte von einem kryptogenen Schlaganfall oder Schlaganfall unklarer Ursache. Ein Schlaganfall kann verschiedene Ursachen haben. Ein Risikofaktor für das Auslösen eines Schlaganfalls ist Vorhofflimmern. Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung, bei der ein Teil des Herzens unkoordiniert und zu schnell schlägt und damit den gesamten Herzrhythmus beeinflusst. Dies kann Symptome wie Unruhe oder Kurzatmigkeit hervorrufen, in anderen Fällen aber auch völlig unbemerkt bleiben.

Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung, die an sich nicht lebensbedrohlich ist, jedoch das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden, um das Fünffache erhöht. Denn durch den unregelmäßigen Herzrhythmus können sich kleine Blutklümpchen im Herzen bilden. Wenn diese ins Gehirn gelangen und dort ein Gefäß verschließen, kann es zum Schlaganfall kommen.
Erfahren Sie unter diesem Link mehr über Vorhofflimmern.

Umso wichtiger ist die Diagnose von Vorhofflimmern. Dies geht nur durch ein EKG, das während des Vorhofflimmerns den Herzrhythmus aufzeichnet. Nicht immer tritt die Herzrhythmusstörung jedoch beim Arzt auf. Oft kann Vorhofflimmern sogar nur dann zuverlässig diagnostiziert werden, wenn der Herzrhythmus mit einem permanenten Untersuchungsverfahren überwacht wird.

Der implantierbare Herzmonitor

Reveal LINQ

Reveal LINQ - Das kleinste EKG der Welt

Ist eine langfristige Überwachung des Herzens notwendig, kann der Arzt einen implantierbaren Herzmonitor empfehlen.  Die Herzmonitore Reveal XT und Reveal LINQ überwachen Ihren Herzrhythmus drei Jahre lang zu jeder Zeit und an jedem Ort, ohne Sie dabei in IhremAlltag einzuschränken. Dabei werden Unregelmäßigkeiten wie Vorhofflimmern selbstständig und ganz automatisch aufzeichnet. Die Implantation ist ein einfacher Routineeingriff und dauert nur wenige Minuten.

Folgen Sie diesem Link, um mehr über die Herzmonitore Reveal LINQ und Reveal XT zu erfahren.

Synchromed II Schmerzpumpe

SynchroMed® II Schmerzpumpe - für weniger Spastik nach einem Schlaganfall.


Weniger Spastik - Für ein besseres Leben

Bei der Medikamentenpumpe SynchroMed® II handelt es sich um ein kleines, batteriebetriebenes Gerät, das mit dem Medikament befüllt wird und dieses im Körper abgibt. Die Pumpe gibt das Medikament über einen dünnen, biegsamen Schlauch, der als Katheter bezeichnet wird, in den das Rückenmark umgebenden flüssigkeitsgefüllten Raum ab.

Ein Arzt programmiert die Pumpe so, dass sie eine bestimmte Menge des Medikaments abgibt. Sowohl die Menge als auch die Abgabezeitpunkte können angepasst werden, wenn Ihre Bedürfnisse sich ändern. Zur Behandlung einer starken Spastik gibt die Pumpe eine flüssige Form von Baclofen namens Lioresal® Intrathecal (Baclofen-Injektion) kontinuierlich ab.

Erfahren Sie hier mehr über unsere SynchroMed® II Schmerzpumpe. 


Quellen

1

Smith W et al. Stroke. 2005;36(7):1432-1440.

2

Smith W et al. Stroke. 2008;39:1205-1212.

3

McDougall C et al. 2008 International Stroke Conference.

4

Khatri et al. Neurology. 2009 Sep 29;73(13):1066-72.