Das HEARTWARE™-HVAD™-SYSTEM

HeartWare-HVAD-System zur Herzunterstützung

Die HeartWare-HVAD-Pumpe ist eine mechanische Pumpe. Wenn die natürliche Pumpfunktion des Herzens nicht richtig oder nur eingeschränkt funktioniert, kann ein HVADTM implantiert werden. Es unterstützt das Herz dabei, wieder mehr Blut durch den Körper zu pumpen.

Funktionsweise des HVADs

Das HVAD wird operativ in den Brustraum implantiert und ist unten an der linken Herzkammer direkt mit dem Herzen verbunden. Dort saugt es sauerstoffreiches Blut an und pumpt es anschließend in die Aorta. Von der Aorta aus kann das Blut in den Rest des Körpers fließen.

Schematische Darstellung der externen Komponenten der HVAD-Pumpe am menschlichen Torso.
  • Ein an der Pumpe angebrachtes Verbindungskabel führt durch einen kleinen Einschnitt in der Haut aus dem Körper heraus.
  • Das Verbindungskabel wird an eine Steuereinheit – ein Computer, der die Pumpenfunktion überwacht – außerhalb des Körpers angeschlossen.
  • Angetrieben wird die Pumpe über Batterien oder ein an die Steuereinheit angeschlossenes Netzkabel. Das Verbindungskabel muss zu jeder Zeit mit der Steuereinheit verbunden sein und diese wiederum muss an zwei Stromquellen angeschlossen sein.
  • Für diese externen Komponenten gibt es eine Tragetasche, die es dem Patienten ermöglicht, sich frei zu bewegen.

Die Vorteile des HearWare HVAD Systems

  • Das HVADTM kann einfach implantiert1 werden und ist das einzige VAD, das für das weniger invasive Thorakotomieverfahren zugelassen ist.
  • Das HVAD ist das einzige VAD für das nachgewiesen wurde, dass es sich mittels des weniger invasiven Thorakotomieverfahrens sicher und wirkungsvoll implantieren lässt.2
    • Der HVAD-LATERAL-Trial zeigte eine nie dagewesene Überlebensrate von
      87 % nach zwei Jahren.2
    • Der Krankenhausaufenthalt verkürzt sich um 30 %, wenn das Thorakotomieverfahren angewendet wird.2
  • Das HVAD ist das kleinste, kommerziell verfügbare, voll unterstützende zentrifugale VAD. Dieses kann vollständig im Perikardraum mittels Thorakotmie oder Sternotomie und bei den Indikationen BTT (Bridge to Transplant; Überbrückung bis zur Transplantation) oder DT (Destination Therapy; Langzeittherapie) implantiert werden.3
  • Das System ist ausgestattet mit intuitiven Peripheriegeräten und bietet Datenanalysen auf Abruf.

Einzigartiges Design

  • Die HeartWare-HVAD-Pumpe wurde entwickelt für Zuverlässigkeit und Beständigkeit.
  • Passive Magnetschwebetechnik mit hydrodynamischen Lagern bedeutet, dass auf elektronische Sensoren oder mechanische Lager komplett verzichtet werden kann. Dies ermöglicht ein vereinfachtes System ohne Reibung, Wärmeentwicklung und Komponentenverschleiß.4
  • Duale Motorstatoren steigern die Effizienz und liefern Redundanz beim Drehen des Impellers.5
  • Ein patentierter Impeller mit breiten Flügelblättern und drei Blutdurchflusswegen (primär, sekundär und tertiär) dient der Verbesserung des Blutflusses und der Reduzierung von Bluttrauma, während gleichzeitig die Zeit verringert wird, in der das Blut durch das System transportiert wird.6

Einfache Implantation

Schematische Darstellung der HVAD-Pumpe direkt am Herzen.
 
  • Dank der kompakten Größe kann auf eine Pumpentasche verzichtet werden, wodurch evtl. Blutungen reduziert und weniger Blutkonserven benötigt werden.7
  • Das Design ermöglicht einen weniger invasiven Austausch und Explantation.7
  •  Die 10-mm-Ausflusskanüle reduziert die Anastomosegröße um ca. 50 % gegenüber anderen Systemen, was mehr Flexibilität bei dem arteriellen Anschluss ermöglicht.

PATIENTEN-ÜBERLEBENSRATE UND VERKÜRZTER KRANKENHAUSAUFENTHALT2

Der HVAD-LATERAL-Trial zeigte eine nie dagewesene Überlebensrate von 87 % nach zwei Jahren.2

87% Überlebensrate nach 2 Jahren2

Grafische Darstellung zur Entwicklung der Ereignisrate bei HVAD-Patienten innerhalb von 2 Jahren.

30% verkürzter Krankenhausaufenthalt1,2

Der Krankenhausaufenthalt verkürzt sich um 30 %, wenn das Thorakotomieverfahren angewendet wird.2

Grafische Darstellung zur Reduktion der Krankenhausaufenthalte bei HVAD-Patienten.

Durchschnittlicher Krankenhausaufenthalt von 14 Tagen verglichen mit durchschnittlich 20 Tagen Krankenhausaufenthalt, wenn das Sternotomieverfahren angewendet wurde.

1

Medtronic data on file.

2

McGee E, Danter M, et al. Evaluation of a lateral thoracotomy implant approach for a centrifugal-flow left ventricular assist device: The LATERAL clinical trial. JHLT. 2019;38(4):344-351.

3

HVAD System Instructions for Use. HeartWare Inc., Miami Lakes, FL, USA. July 2018. HeartMate 3 Left Ventricular Assist System, Instructions for Use. Thoratec Corporation, Pleasanton, CA, USA October 2017.

4

Sorensen EN, et al, Computed tomography correlates of inflow cannula malposition in a continuous-flow ventricular-assist-device. J Heart Lung Transpl 2013;32 (6):654-657.

5

LaRose J, et al. Design concepts and principal of operation of the HeartWare Ventricular Assist System. ASAIO 2010; 285-289.

6

Haglund N, et al. Perioperative blood product use: a comparison between HeartWare and HeartMate II devices. Ann Thorac Surg 2014 Sept;98(3):842-9.

7

Sabashnikov A, et al, outcomes in patients receiving HeartMate II versus HVAD left ventricular assist device as a bridge to transplantation.Transplant Proc, 46, 1469-1475 (2014).