Bedeutende Innovationen Ein Blick in die Zukunft

Erfahren Sie mehr über Produkte, die in Zukunft die medizinische Versorgung revolutionieren werden.

Zukunftsprodukte, die medizinische Versorgung revolutionieren werden

Digitalisierung ist ein wichtiger Trend für Innovationen und Versorgungsprozesse.19 Gleichzeitig werden das Datenmanagement und die dadurch entstehenden Handlungsoptionen für medizinische Produkte immer besser werden. Medtronic ist darauf vorbereitet, und wir sind bei nahezu allen unseren Produkten Vorreiter für diese technischen Neuerungen: Wie bei der Insulinpumpe MiniMed 670G werden künftig viele Geräte und Implantate selbst medizinische Daten erheben, speichern und auswerten können. Darauf beruhend werden überprüfte, sichere Algorithmen für Handlungsentscheidungen einprogrammiert, die dann selbstständig ausgeführt werden können. Die Insulinpumpe MiniMed 670G von Medtronic kann zum Beispiel selbständig die Insulinabgabe berechnen und steuern. Neurostimulatoren wissen bereits jetzt, in welcher Körperposition sich ein Patient befindet und passen die Stimulationstherapie darauf an. Auch Herzschrittmacher können sich bereits heutzutage an den gemessenen Herzrhythmus anpassen und, falls nicht benötigt, ihre Stimulation ausschalten. Die Digitalisierung führt auch dazu, dass Daten jederzeit zu Verfügung stehen und telemedizinisch an Ärzte übermittelt werden können.

Alle diese Informationen können bereits jetzt auf immer kleineren Computerchips gespeichert werden. Damit geht die Digitalisierung Hand in Hand mit der Miniaturisierung, die durch immer kleinere Implantate und Hilfsmittel (minimalinvasiven) Zugang zu bisher schwierig bis gar nicht erreichbaren Körperregionen erlaubt.

Werden die Datenspeicher und Prozessoren kleiner, passt auch die benötigte Energieleistung auf kleinere, platzsparendere Batterien. Auf diese Art entstehen völlig neuen Verfahrenswege und Methoden: Eine bahnbrechende Erfindung von Medtronic ist die "Kardiokapsel" Micra. Dieser Mini-Herzschrittmacher hat die gleiche Leistung wie ein großes Gerät, kann aber ganz ohne Elektroden durch die Herzgefäße an seinen Stimulationspunkt geschoben werden. Auf diese Art können Komplikationen, die bisher durch die Verbindung von Stimulationselektroden und Schrittmachergehäuse auftreten konnten, bewiesenermaßen gesenkt werden und Revisions-OPs entfallen.

Ein weiteres medizintechnisches Miniatur-Highlight von Medtronic ist die schwimmende, digitale Kapsel-Kamera "PillCam": Diagnostische Untersuchungen im Dünndarm sind nun einfach per geschluckter Video-Kapsel möglich – ein endoskopischer-Eingriff entfällt. Miniaturisierung zeigt sich auch bei Chirurgischen Produkten und Kathetern: So sind heute viele minimalinvasive Eingriffe Standard, für die von einigen Jahren noch offene Operationen üblich waren. In westlichen Ländern findet beispielsweise schon seit Jahrzehnten keine normale Blinddarm-OP mehr offen statt. Die minimalinvasiven Ergebnisse sind genauso gut, wenn nicht noch besser, die Eingriffe für den Patienten wesentlich schonender, und durch die kürzere Liegezeit und geringere Komplikationsraten werden Kosten für das Gesundheitssystem vermieden. Derartige minimalinvasive Eingriffe findet man auch bei kardiologischen Stent-Implantationen und seit kurzem auch bei hochtechnischen Transkatheter-Herzklappen. Auch Nierengefäße und sogar Gehirnaneurysmen können über einen Zugang in der Leiste des Patienten über die Adern angesteuert und erreicht und so von der Leiste aus behandelt werden.

Ein großer Zukunftsbereich ist auch die individualisierte Medizin: In der Pharmakologie bedeutet das, dass Wirkstoffe auf molekularbiologischer Ebene für jeden Patienten speziell zur Heilung gegen z.B. bestimmte Krankheiten und Erreger ausgesucht und individuell kombiniert werden. Bei Medizintechnikherstellern wie Medtronic bedeutet individualisierte Medizin, dass Implantate sich genau auf die Bedürfnisse eines Patienten programmieren (lassen). Das Spektrum reicht von aktiven Implantaten mit integrierter, individueller Überwachungsfunktion (Monitoring) sowie individualisierten Verfahren und Technologien für die bildgeführte Intervention, bis hin zu individualisierten medizinischen Informationssystemen und einem telemedizinischen Patientenmonitoring.20 Dies ist auch eng mit dem Fortschritt der Digitalisierung und des Sensings mittels sogenannter „Fühler“ verbunden, die solche Bedürfnisse überhaupt erst technologisch erkennbar und abfragbar machen. Das Prinzip von „Eines für alle“ wird immer stärker ausgedient haben und maßgeschneiderte Lösungen der Weg der Zukunft sein. Auch die Kommunikation und Abstimmung von Implantaten untereinander wird zukünftig möglich sein und sich patientenindividuell kombinieren lassen.

Allein 2016 tätigte Medtronic 535 Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt. Insgesamt kommen weltweit schon seit Jahren die meisten Innovationen aus der Medizintechnik – vor allen anderen Branchen.21

Innovationen auf Therapiebene, Verfahrensebene und Systemebene: Drei Innovationstreiber, die auch Medtronic in den folgenden Jahren fordern, neue Lösungen zu entwickeln oder bestehende Lösungen immer besser, effektiver, sicherer und letztendlich auch kostengünstiger zu machen.