Menschen beim Malen

Über die Testphase

Chronische Schmerzen

Anders als bei anderen Therapien oder Operationen bei chronischen Schmerzen, können Sie die Neurostimulation (andere Bezeichnung: Rückenmarkstimulation) ausprobieren und feststellen, ob sie Ihre Schmerzen lindert, bevor Sie sich für eine Langzeittherapie entscheiden. Eine Versuchsphase – die auch als Screening-Test bezeichnet wird – dient zur temporären Bewertung.

Wenn Sie während der Studie eine erhebliche Schmerzlinderung erleben und Sie und Ihr Arzt der Meinung sind, dass der Test erfolgreich war, können Sie zu einer Langzeittherapie übergehen.

Nutzen der Therapie

Vor dem Test führen wir möglicherweise ein psychologisches Beratungsgespräch mit Ihnen, bei dem festgestellt wird, ob eine Rückenmarkstimulation für Sie geeignet ist.

Ein provisorisches System können Sie normalerweise drei bis sieben Tage lang testen. Einige Patienten können dann direkt entscheiden, ob die Therapie ihnen hilft, während andere dafür mehr Zeit benötigen.

Der Screening-Test für die Rückenmarkstimulation dauert in der Regel 30 bis 90 Minuten und findet wahrscheinlich in der Arztpraxis, in einer Ambulanzklinik oder im Krankenhaus statt.

 

Ihr Testsystem

Bei dem Test wird ein provisorisches Neurostimulationssystem verwendet, das aus folgenden Komponenten besteht:

  • Externer Neurostimulator – Ein externes Gerät, das um die Taille getragen wird und die elektrischen Impulse abgibt, die die Schmerzsignale unterbrechen. Es funktioniert ähnlich wie ein implantierter Neurostimulator. Sie können mit einem Programmiergerät festlegen, wie sich die Therapie anfühlt.
  • Provisorische Elektroden – Dünne, isolierte, medizinische Drähte, die in den Epiduralraum Ihrer Wirbelsäule gelegt werden, um elektrische Impulse vom Neurostimulator an die Nerven entlang des Rückenmarks abzugeben.
  • Screening-Kabel – Das Kabel, das von den Elektroden zu dem externen Neurostimulator führt.
  • MyStim Programmiergerät – Das Handgerät, mit dem Sie die Impulsstärke über Funk steuern können.

Programmieren Ihres Neurostimulators

Ihr MyStim® Programmiergerät kommuniziert mit Ihrem Neurostimulator, indem es Signale an den Neurostimulator sendet und von dort Signale empfängt. Die Synchronisierung baut die Kommunikation zwischen dem Neurostimulator und Ihrem MyStim® Programmiergerät auf. Diese beiden Bestandteile des Systems müssen fehlerfrei kommunizieren oder synchronisiert sein, bevor Sie die Stimulation verändern können.

Nachfolgend sehen Sie, welche Veränderungen der Stimulation Sie mit dem MyStim Programmiergerät vornehmen können. Ihr Arzt entscheidet, welche Veränderungen Sie selbst vornehmen können.

Die Amplitude bestimmt, wie stark die Stimulation oder die Ausbreitung des Stimulationsbereichs ist.

Die Impulsbreite bestimmt, wie stark die Stimulation oder die Ausbreitung des Stimulationsbereichs ist.

Die Frequenz bestimmt, wie sanft sich die Stimulation anfühlt. Eine niedrige Frequenz kann sich wie ein Klopfen anfühlen.

Laden sie das Kurzhandbuch für das MyStim Programmiergerät herunter, um zu sehen, wie sie das Programmiergerät während des Tests verwenden.

 


Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Sprechen Sie immer auch mit Ihrem Arzt, wenn es um Diagnose und Behandlung geht.