Menschen beim Malen

Implantation des Pumpensystems

Chronische Schmerzen

Intrathekale Arzneimittelinfusion

Katheteranlage für die kontinuierliche Testung

Bei der kontinuierlichen Testung wird ein dünner Schlauch (Katheter) in einem ersten, minimalinvasiven Eingriff implantiert.

Ärztliche Maßnahmen bei der Operation:

  • Lokalanästhesie oder Vollnarkose
  • Einführen des Katheters durch eine hohle Nadel in den Flüssigkeitsraum (Liquor), der das Rückenmark umgibt
  • kleiner Hautschnitt zur Befestigung des Katheters
  • Ausleitung und Anschluss an eine externe Pumpe

Anschließend können Sie mehrere Tage lang die Wirkung der intrathekalen Medikamentengabe und die damit erzielbare Schmerzlinderung testen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Risiken des Eingriffs und Verhaltenstipps während der Testphase.

Ist die Testphase nicht erfolgreich, wird der Katheter vorsichtig entfernt.

Implantation der Medikamentenpumpe

Wenn Sie sich nach einer erfolgreichen Testphase gemeinsam mit Ihrem Arzt für eine Medikamentenpumpe im Rahmen Ihrer Schmerzbehandlung entschieden haben, muss das System in einer Operation implantiert werden.

Vor der Operation entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt, wo die Pumpe am besten eingesetzt wird. Meistens wird sie am Bauch implantiert. Die Operation dauert etwa 1 Stunde.

Am Operationstag erhalten Sie eine Lokalanästhesie oder eine Vollnarkose.

Operatives Vorgehen nach Einsetzen der Narkose:

  • ist kein dauerhaft verwendbarer Katheter vorhanden (Testung mit speziellen Testkathetern oder durch die einfache Injektion) wird dieser durch eine hohle Nadel wie oben beschrieben angelegt und befestigt
  • ein ca. 7 cm langer Hautschnitt erfolgt für die Erstellung einer Tasche für die Pumpe (meist am Bauch)
  • der Katheter wird unter der Haut zur Pumpe geführt und mit ihr verbunden

Nach Platzierung von Pumpe und Katheter werden die Hautschnitte verschlossen und die Operation wird beendet. Die Dauer des Krankenhausaufenthalts hängt von den Vorgaben des Arztes und den Krankenhausrichtlinien ab.


Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Sprechen Sie immer auch mit Ihrem Arzt, wenn es um Diagnose und Behandlung geht.