Malende Menschen

Ärzte beantworten Fragen

Chronische Schmerzen

Wie oft sollte ich nach der Implantation meiner Therapie von Medtronic gegen chronische Schmerzen meinen Arzt zur Nachsorge aufsuchen?

Dr. Wellington meint dazu: „Nach der Implantation haben Sie innerhalb des ersten Monats ein oder zwei Termine für Nachsorgeuntersuchungen. Wenn Ihr Gerät von einem Arzt implantiert und von einem anderen Arzt betreut wird, haben Sie möglicherweise mehr Termine.

Die Patienten, denen es nach der Operation und während der Titrierungsphase der Pumpe oder während der Einstellphase des Neurostimulationssystems am besten geht, sind diejenigen, die jeden Nachsorgetermin wahrgenommen haben.

Wenn Sie einen Neurostimulator tragen, haben Sie nach Abschluss der Programmierung alle 6 bis 12 Monate routinemäßige Nachsorgetermine.

Bei einer Arzneimittelinfusionstherapie richten sich die Nachsorgetermine nach der Konzentration des Medikaments in der Pumpe und der täglichen Dosis. Die Auffüllhäufigkeit hängt auch davon ab, ob Sie ein myPTM® Gerät verwenden, mit dem Sie sich Ihre eigenen Bolusgaben verabreichen können. Auf dem Bildschirm des myPTM-Geräts wird ein genaues Datum angezeigt, bis zu dem eine Auffüllung erfolgen muss.

Für die Wahrnehmung dieser Termine sind Sie selbst hauptverantwortlich. Diese Termine stellen sicher, dass Ihre Therapie nicht unterbrochen wird.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie Fragen zu Ihren Nachsorgeterminen haben.“

Joshua Wellington, M.D., ist ärztlicher Leiter des Indiana University Pain Medicine Center am Indiana University Medical Center in Indianapolis, USA. Er ist auch Privatdozent für klinische Anästhesie und physikalische Medizin und Rehabilitation an der Indiana University.

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Was soll ich tun, wenn mein System zur Rückenmarkstimulation meine Schmerzen nicht mehr so lindert wie zuvor?

Dr. Provenzano sagt: „Sie sollten Ihren Arzt um Hilfe bitten, wenn bei Ihren Stimulationsmustern eines der folgenden Ereignisse eintritt:

  • Ihre schmerzhafte Region wird nicht mehr stimuliert,
  • die Stimulation erfolgt in einem falschen Bereich,
  • die Stimulation erfolgt nur zeitweilig,
  • die Stimulation ist so schmerzhaft geworden, dass sie durch Verändern der Einstellungen mit dem MyStim-Programmiergerät nicht mehr gelindert werden kann.

Beim Auftreten eines dieser Ereignisse hat Ihr Arzt mehrere Möglichkeiten, um Ihnen zu helfen. Zunächst wird er Ihren sicheren Umgang mit Ihrem Patienten-Programmiergerät überprüfen. Wenn weitere Einstellungen mit Ihrem Programmiergerät das Problem nicht lösen, wird er Sie bitten, in die Praxis zu kommen, um das System zu überprüfen und gegebenenfalls eine Neuprogrammierung durchzuführen.

Wenn das System richtig funktioniert, können Ort und Stärke der Stimulation durch zusätzliches Programmieren geändert werden. Oft können wir durch eine Neuprogrammierung wieder zufriedenstellende Stimulationsmuster erreichen.

Wenn eine Neuprogrammierung erfolglos ist oder ein Problem mit dem Gerät festgestellt wird, müssen weitere Schritte eingeleitet werden. Mit Röntgenuntersuchungen kann festgestellt werden, ob das SCS-System intakt und die Elektrode richtig positioniert ist. Eine Elektrodenmigration (Bewegung der Elektrode weg von der Position, an der sie ursprünglich platziert wurde) kann erfolgt sein und Stimulationsmuster können sich ändern oder verloren gehen. Die Röntgenuntersuchung hilft auch, zu erkennen, ob sich die Verbindung zwischen der Batterie und der Elektrode gelöst hat. Wenn die Neuprogrammierung erfolglos blieb oder ein nicht behebbares Problem mit der Elektrik ermittelt wird, ist eine Revisionsoperation erforderlich. In der Mehrzahl aller Fälle lässt sich eine komfortable und ausreichende Stimulation Ihrer schmerzhaften Region jedoch durch einfache Änderungen der Programmierung erreichen.

Wenn Sie Änderungen der Schmerzlinderung feststellen, ist es wichtig, dass Sie sich an Ihren Arzt wenden, um die Ursache und die optimale Behandlung zu ermitteln.“

David Provenzano, M.D., ist Spezialist für Schmerzbekämpfung an der Pain Diagnostics and Interventional Care in Pittsburgh, Pennsylvania, USA.

 

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Was soll ich tun, wenn mein Arzneimittelinfusionssystem meine Schmerzen nicht mehr so lindert wie zuvor?

Dr. Provenzano sagt: „Die wichtigsten Ziele einer Arzneimittelinfusionstherapie bestehen in einer Linderung der Schmerzen, der Verbesserung der Lebensqualität und der funktionellen Fähigkeiten. Auch nach der Implantation einer Pumpe kann es Zeiten geben, in denen Ihre Schmerzen nicht im gewünschten Ausmaß gelindert werden.

Zu den möglichen Ursachen zählen eine Verschlechterung Ihres Schmerzzustandes, ein verringertes Ansprechen auf das Medikament in Ihrer Pumpe (erhöhte Toleranz) oder eine Komplikation des Systems. Ihr Arzt wird Ihr Arzneimittelinfusionssystem zunächst mit einem Programmiergerät für den Arzt abfragen, um sicherzustellen, dass es richtig funktioniert.

In der Mehrzahl der Fälle lässt sich die Situation durch eine Dosisanpassung, einen Bolus (eine einmalige zusätzliche Medikamentendosis) oder eine Modifizierung des abgegebenen Medikaments verbessern. Darüber hinaus ermöglichen die SynchroMed-II-Pumpen von Medtronic, mittels des persönlichen Therapiemanagers (myPTM), eine vom Patienten aktivierte Dosierung. Eine vom Patienten aktivierte Dosierung kann zweckmäßig sein, wenn bei Ihnen intermittierende Schmerzspitzen mit veränderlichen Schweregraden auftreten. Die vom Patienten aktivierte Dosierung ist nicht für jedermann geeignet und erfordert eine umfassende Schulung und ein hohes Verantwortungsbewusstsein sowohl von Seiten des Arztes als auch des Patienten.

Zusätzliche Ursachen für eine unzureichende Schmerzlinderung, sind Komplikationen mit dem Katheter oder der Pumpe. Der häufigste Bereich für eine Fehlfunktion des mechanischen Systems ist der Katheter. Ein Katheter kann reißen, verstopfen, sich lösen oder verschieben und an seiner Spitze kann es zur Neubildung von Gewebe (Granulom) kommen. Zur Untersuchung von mutmaßlichen Katheterproblemen, kann Ihr Arzt Röntgenaufnahmen anfertigen lassen. Darüber hinaus können Pumpenfehlfunktionen auftreten. Defekte des Katheters und der Pumpe erfordern eine Revisionsoperation.

Wenn die Schmerzlinderung sich ändert, ist es wichtig, dass Sie sich an Ihren Arzt wenden, um die Ursache und die optimale Behandlung zu ermitteln.“

David Provenzano, M.D., ist Spezialist für Schmerzbekämpfung an der Pain Diagnostics and Interventional Care in Pittsburgh, Pennsylvania, USA.

 

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Was soll ich tun, wenn mein Arzt ein MRT anfordert und ein Neurostimulationssystem in meinem Körper implantiert ist?

Dr. Provenzano sagt: „Wenn ein MRT durchgeführt werden soll, ist es zunächst wichtig, dass Sie mit dem Arzt, der Ihre Schmerzen behandelt, besprechen, ob Ihr Neurostimulationssystem für eine MRT-Untersuchung geeignet ist. Er wird eine wirksame und sichere Koordination Ihrer medizinischen Versorgung veranlassen.

Die Neurostimulationssysteme von Medtronic können in drei Kategorien eingeteilt werden:

  1. das SureScan Neurostimulationssystem von Medtronic, das sich für Ganzkörper-MRT-Untersuchungen eignet*,
  2. ein System, das für ein MRT des Kopfes geeignet ist,
  3. ein System, das für keine Art von MRT-Untersuchung geeignet ist.

Die Eignung Ihres Systems für eine MRT-Untersuchung, kann mit verschiedenen Methoden festgestellt werden. Dazu zählen der Zugriff auf Informationen über das System mit dem Patienten- oder Arzt-Programmiergerät oder eine Röntgenuntersuchung, um Markierungen am Gerät zur MRT-Eignung zu finden. Darüber hinaus kann der Arzt, der Ihre Schmerzen behandelt, Ihnen ein ausgefülltes Formular zur MRT-Eignung von Patienten aushändigen. Darin findet der Radiologe alle Angaben zur Eignung Ihres implantierten Systems für MRT-Untersuchungen.“

David Provenzano, M.D., ist Spezialist für Schmerzbekämpfung an der Pain Diagnostics and Interventional Care in Pittsburgh, Pennsylvania, USA.

*Unter bestimmten Bedingungen; erfordert den implantierbaren SureScan® MRI Neurostimulator und Vectris® SureScan MRI Elektroden.

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Was muss ich im Zusammenhang mit meinem Implantat beachten, wenn ich mich massieren lassen möchte?

Dr. Bux meint dazu: „Sie sollten wissen, dass Sie eine Massage definitiv auch dann genießen können, wenn Ihnen eine Pumpe oder ein Neurostimulator implantiert wurde. Massagen sind für Ihr Gerät unschädlich. Es ist jedoch ratsam, nach der Implantation des permanenten Geräts etwa sechs bis acht Wochen zu warten, bevor Sie eine Massage in Betracht ziehen. Und wenn ein Einschnitt noch nicht verheilt ist oder Sie nahe der Einschnitte zur Implantation der Pumpe oder des Katheters eine offene Wunde haben, ist es ratsam, bis zur vollständigen Abheilung zu warten. Außerdem sollten Sie stets mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie sich massieren lassen.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Masseur darüber informieren, dass Sie ein implantiertes Gerät tragen. Zeigen Sie ihm, wo sich das Gerät befindet und den Einschnitt in Ihrem Rücken, an dem sich eine Verankerung befinden kann. Bitten Sie ihn, diese Bereiche bei Ihrer Massage auszulassen, weil ein Druck auf diese Bereiche oder auch nur ein Berühren schmerzhaft sein kann.

Wenn die Massage in einer Sauna oder einem heißen Raum stattfindet, ist es wichtig, dass Sie die Dauer auf 15 - 20 Minuten begrenzen, damit Ihre Körpertemperatur nicht 38,9 °C überschreitet. Höhere Temperaturen können die Infusionsgeschwindigkeit Ihrer Pumpe beeinflussen.

Auch in diesem Fall gilt, dass Sie sich an Ihren Arzt wenden sollten, bevor Sie sich einer Massagetherapie unterziehen. Wenn Sie bei einer Massage Schmerzen spüren, brechen Sie sie ab und lassen Sie Ihr implantiertes Gerät überprüfen.“

Anjum Bux, M.D. ist Leiter der Anästhesieabteilung und Direktor des Schmerzbehandlungszentrums am Ephraim McDowell Regional Medical Center in Danville, Kentucky, USA.

 

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Was soll ich tun, wenn mein Arzt ein MRT anfordert und ein Arzneimittelinfusionssystem in meinem Körper implantiert ist?

Dr. Provenzano sagt: „Wenn Sie gegenwärtig eine implantierte SynchroMed-II-Pumpe von Medtronic verwenden und eine MRT-Untersuchung geplant ist, ist es wichtig, dass Sie das geplante MRT mit dem Behandlungsteam besprechen, das Ihr Arzneimittelinfusionssystem betreut. Ihr Behandlungsteam kann bei der Festlegung eines Plans helfen, mit dessen Hilfe die richtige intrathekale Behandlung vor, während und nach einer MRT-Untersuchung gewährleistet ist.

Zu den möglichen Bedenken im Zusammenhang mit einer MRT-Untersuchung zählen eine Verletzung des Patienten, eine Beschädigung des Systems, Änderungen des Betriebszustandes und Änderungen der Durchflussrate. Weiterhin kann Gewebe im Bereich des Arzneimittelinfusionssystems erwärmt werden. Wenn Sie während der Untersuchung ein unangenehmes Hitzegefühl verspüren, müssen Sie den MRT-Techniker sofort darauf hinweisen. Sofern geeignete Maßnahmen ergriffen werden, ist das Potential für klinische Schäden gering und eine MRT-Untersuchung unbedenklich.

Während einer MRT-Untersuchung kann ein temporärer Motorstillstand des Arzneimittelinfusionssystems erfolgen. In den meisten Fällen setzt die normale Funktion des Arzneimittelinfusionssystems nach Abschluss der MRT-Untersuchung wieder ein. Wenn bestimmte Nachsorgeschritte nach einer MRT-Untersuchung nicht durchgeführt werden, kann es zu einem längeren temporären Motorstillstand mit einer Dauer von 2 bis 24 Stunden kommen. Bei einem temporären Motorstillstand ertönt der Pumpenalarm. Eine weitere schwere mögliche Komplikation ist ein permanenter Motorstillstand. Dies kann passieren, wenn das Arzneimittelinfusionssystem im Magnetresonanztomographen nicht richtig ausgerichtet ist.

Bevor man eine radiologische Einrichtung aufsucht, ist es wichtig, abklären zu lassen, ob Ihr Arzneimittelinfusionssystem für das dort eingesetzte MRT-System geeignet ist. Die Sicherheit ist nur für spezielle Typen von Magnetresonanztomographen und Magnetfeldstärken belegt. Die Funktionstüchtigkeit der SynchroMed-II-Pumpe für ein Stand-MRT oder ein offenes MRT ist nicht nachgewiesen worden. Das Behandlungsteam sollte auch sicherstellen, dass die Pumpe im MRT richtig ausgerichtet wird und ob der Patient mit einer Verzögerung oder Unterbrechung der Arzneimittelinfusion umgehen kann.

Weiterhin ist es für das Ihre Pumpe betreuende Behandlungsteam hilfreich, sich mit der MRT-Einrichtung in Verbindung zu setzen. Ein MRT sollte an einem Ort und während eines Zeitraums so durchgeführt werden, dass eine Nachsorge durch das Ihr Arzneimittelinfusionssystem betreuende Behandlungsteam möglich ist. Nach Abschluss der MRT-Untersuchung sollte Ihr Arzneimittelinfusionssystem mit dem Programmiergerät für den Arzt überprüft werden, damit die richtige Fortführung der Therapie gewährleistet ist.

Sofern geeignete Maßnahmen ergriffen werden, sind MRT-Untersuchungen für Personen mit Arzneimittelinfusionssystemen unbedenklich.“

David Provenzano, M.D., ist Spezialist für Schmerzbekämpfung an der Pain Diagnostics and Interventional Care in Pittsburgh, Pennsylvania, USA.

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Wie bestimmen Sie, ob Therapieeinstellungen erforderlich sind?

Dr. Hatheway sagt dazu: „Unsere Erfahrungen zeigen, dass die 6-monatige Nachsorge für Patienten mit einem Neurostimulationssystem sehr wichtig ist, um die Therapie zu optimieren. Einige Menschen verwenden Ihr Gerät aus verschiedenen Gründen nicht weiter, vergessen, es wieder aufzufüllen und es schaltet sich ab. Die häufigeren Termine geben uns die Möglichkeit, eine vollständige Entleerung zu vermeiden und das Problem zu beheben, das dazu geführt hat, dass die Patienten die Pumpe nicht mehr verwenden.

Für einen Patienten kann ein Grund für den Abbruch der Benutzung darin bestehen, dass das Gerät ihm nicht zu helfen scheint, besonders in bestimmten Positionen. Die 6-monatige Nachsorge ermöglicht es uns, die Programmierdaten zu überprüfen und in vernünftigen Gesprächen eine Feinabstimmung und Optimierung der Therapie zu erzielen.

Die meisten meiner Patienten mit einer Pumpe finden sich alle 3 Monate zu einer Nachsorge ein. Sie werden nach dem Zufallsprinzip in einer Urinuntersuchung oder alle 6 Monate auf Medikamente untersucht. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sie keine systemischen Opioide einnehmen. Wir führen alle 3 Monate eine neurologische Untersuchung durch, um Probleme im Zusammenhang mit dem Katheter auszuschließen. Bei Patienten, die den persönlichen Therapiemanager myPTM verwenden, möchten wir auch sicherstellen, dass sie ihn richtig verwenden. Andernfalls schulen wir sie im richtigen Gebrauch.

Für Patienten mit einer Pumpe spielen Erwartungen eine große Rolle. Wir weisen sie regelmäßig darauf hin, dass eine vollständige Schmerzlinderung wahrscheinlich nicht möglich ist. Wenn ihre Schmerzen um 40 bis 60 Prozent gelindert werden, ist das besser als der Zustand vor der Implantation der Pumpe.“

John Hatheway, M.D., Spezialist für Schmerzbekämpfung der Northwest Palm Care, Inc. in Spokane, Washington, USA.

Die auf dieser Seite aufgeführten Ärzte werden von Medtronic für Beratertätigkeiten bezahlt. Medtronic bat sie um Aussagen zu ihrer Erfahrung mit Medtronic Schmerztherapien.


Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Sprechen Sie immer auch mit Ihrem Arzt, wenn es um Diagnose und Behandlung geht.