Patientengeschichten

Christina - Rückenmarkstimulation

"Ich habe mein Leben zurückbekommen"

Für Christina stand immer fest: "Ich werde für meine sieben Kinder da sein, bis ans Lebensende". Und so hat die 51-Jährige auch immer gelebt: morgens früh aufstehen, Kinder versorgen, Arbeiten gehen, Essen kochen, waschen, putzen, Besorgungen machen. Mit ihren neun Enkelkindern wollte sie toben und spielen, mit ihrem Mann hatte sie schöne Momente bei Spaziergängen oder im gemeinsamen Alltag. "Unser Haus stand für alle offen", bringt es die lebensfrohe Frau auf den Punkt.

Doch von heute auf morgen änderte sich alles. Christina erinnert sich noch genau daran: "Auf einmal bekam ich aus heiterem Himmel extrem starke Rückenschmerzen. Ich konnte mich nicht bücken, nicht anziehen, beim Liegen oder sitzen habe ich fast vor Schmerz aufgeschrien." An durchgängigen Schlaf in den Nächten war nicht mehr zu denken. Das war im Dezember 2016. Von da an hatte Christina keine ruhige Minute mehr. Es begann eine Odyssee und die Suche nach der Diagnose und Hilfe, von einem Arzt zum nächsten. "Keiner fand etwas. Keiner konnte helfen." 

Plötzlich war Christina, die damals als Verkäuferin in Vollzeit arbeitete, nicht einmal mehr in der Lage, sich die Zähne zu putzen. "Mein Mann musst mich mitversorgen", erinnert sie sich an diesen Zustand. Immer öfter musste sie sich über lange Zeit krankschreiben lassen. "Kein gutes Signal als Angestellte in einer Verkaufsfiliale", erklärt sie. Immer mehr bewegte sich die Mutter und Ehefrau in die soziale Isolation. "Ich wurde regelrecht depressiv. Mein Leben schien nichts mehr wert." 

Ein Nachbar erzählte Christina schließlich von einer Schmerzpraxis, die helfen könnte. Sofort nahm Christina Kontakt zu der Praxis auf. Das Ergebnis der Untersuchung: Eine Entzündung zwischen zwei Wirbeln verursachte den Schmerz. Die Diagnose: Bandscheibenvorfall. Es folgten Cortison-Spritzen, Christina wurde außerdem mit Schmerz-Medikamenten wie Opiaden und Koanalgetika behandelt. Ihr Zustand besserte sich dadurch nicht.

"Wenn mich meine Familie zu Hause besuchte, mussten die Besuche oft nach ein paar Minuten abgebrochen werden. Ich bekam an manchen Tagen einfach nichts mit. Es war, als hätte ich Drogen genommen oder Alkohol getrunken", erinnert sich Christina an diesen nicht mehr lebenswerten Zustand. "So konnte es nicht bleiben. Ich startete einen letzten Versuch und flehte den Arzt förmlich an, etwas zu unternehmen."

Im Oktober 2017 wurde Christina schließlich der Schmerzschrittmacher Intellis implantiert. Nach der Testphase, die eine Woche dauerte, war klar: Der Schmerzschrittmacher half Christina. "Ich wachte aus der Narkose auf und konnte ohne fremde Hilfe vom OP-Bett ins normale Bett klettern. Ich war unendlich erleichtert."

Dass der Schmerzschrittmacher in einer kleinen (minimalinvasiven) Operation implantierte wurde, spielte für Christina keine Rolle. "Ich wollte nur noch, dass die Schmerzen gehen und ich mein Leben wiederbekomme. Ich würde es jeder Zeit wieder machen. Der Eingriff ist ein Kinderspiel im Vergleich zu den vorangegangen Monaten voller Schmerzen. Es ist toll, dass es medizintechnische Unternehmen wie Medtronic gibt. Durch Intellis bin ich heute schmerzfrei. Nach so kurzer Zeit." 

Die Bedienung des Gerätes empfindet Christina als leicht. "Ein kurzer Knopfdruck und der Stimulator stellt sich komplett auf meine Bewegung und die Körperhaltung ein. Und er lässt sich in gerade mal 40 Minuten aufladen."

Vier Wochen nach dem Eingriff konnte Christina wieder einkaufen gehen. Inzwischen spielt sie auch wieder mit ihren Enkeln - und kann wieder lachen.

Gerne würde sie auch wieder arbeiten. "Aber erst einmal muss ich mich vollständig erholen und wieder auf die Beine kommen." 

Mit dem Intellis Neurostimulator ist für Christina der wichtigste Schritt in diese Richtung getan.

Hinweis

Dieser Patientenbericht handelt von individuellen Erfahrungen mit einer Therapie. Der Bericht ist authentisch und dokumentiert. Die individuellen Erfahrungen dieses Patienten garantierten jedoch nicht, dass andere Patienten ebenso auf die Therapie reagieren. Daher kann dieser Bericht nicht als Grundlage für eine Indikation oder als Therapie-Leitlinie verwendet werden. Patienten können auf die Therapie unterschiedlich reagieren.