Patientengeschichten

Ingo - Rückenmarkstimulation

"Ich schlafe endlich wieder durch"

Ingo war immer ein Mann, dem man die Kraft ansah: 1,82 Meter groß und 110 Kilogramm schwer. In seinem Job bei der Lufthansa hob er Flugzeugteile von bis zu 80 Kilogramm Gewicht. "Jemanden beim Tragen um Hilfe bitten, kam für mich nicht in Frage. Ich war immer schon der starke Ingo", erinnert sich der 53-Jährige.

Durch vier Bandscheibenvorfälle und zwei Versteifungen änderte sich für Ingo alles. Er war froh über jeden Schritt ohne Schmerzen, Therapie und Operationen verschafften ihm nur kurzfristige Linderung.

Ingo gehört damit zu den 95 Millionen Menschen in Europa, für die das Leben aufgrund starker chronischer Schmerzen eine große Herausforderung ist. Ca. 12 Millionen sind es in Deutschland.

"Schlafen war nur in Sitzposition möglich", erinnert sich Ingo, "Bauch links über einen Stuhl gebeugt, die Arme unter dem Kopf verschränkt, auf Kissen lagernd. Anders war der Schmerz kaum zu ertragen. Im Grunde hatte ich dadurch ständigen Schlafentzug“, beschreibt er diesen Zustand, der über Jahre andauerte.

Ausflüge mit seiner Frau oder Spaziergänge mit dem Hund waren unmöglich oder wurden immer schwieriger. Sein Motorrad verkaufte Ingo, denn sein linker Fuß war taub und für Gaspedal oder Gangschaltung nicht mehr zu gebrauchen. "Gott sei Dank war mein Arbeitgeber, die Lufthansa, immer an meiner Seite und hat mir über die Jahre hinweg alle Wege geebnet, um im Berufsleben durchhalten zu können."

Trotzdem war Ingo schließlich am Ende seiner Kräfte. Zwei operative Versteifungen, unzählige Arztbesuche und viele Medikamente brachten keine Besserung, und selbst Experten auf dem Gebiet wussten keinen weiteren Rat. Doch dann hörte Ingo von der Möglichkeit, einen Rückenmarkstimulator (Schmerzschrittmacher) eingesetzt zu bekommen.

In der Neurochirurgie der Kopfklinik in Heidelberg erhielt er den Rückenmarkstimulator Intellis. "Ich trage ihn nun seit November 2017 und trotz der kurzen Zeit bin ich schon jetzt wieder in der Lage mit meiner Frau und dem Hund ausgedehnte Spaziergänge zu unternehmen", sagt Ingo. "Das Gerät lässt sich super einfach bedienen. Ich bin flexibel, da der Schrittmacher kabellos ist. Ich kann ihn ganz individuell über ein Touch-Screen-Handgerät, ähnlich einem Handy, auf meine Bedürfnisse einstellen."

Wenn der Akku des Schrittmachers leer ist, "lade ich ihn bei einer längeren Kaffeepause oder beim Fußball bis zur Halbzeit einfach wieder auf. Das dauert ungefähr 55 Minuten".

Nachts schläft Ingo endlich wieder durch, und gemeinsam mit seiner Frau freut er sich über jede Verbesserung mit dem Schmerzschrittmacher. Und obwohl Ingo weiß, dass er noch einen langen Weg vor sich hat, wünscht sich der 53-Jährige doch, "wieder arbeiten gehen zu können". 

Der Intellis-Schmerzschrittmacher hat ihm neue Hoffnung gegeben.

Hinweis

Dieser Patientenbericht handelt von individuellen Erfahrungen mit einer Therapie. Der Bericht ist authentisch und dokumentiert. Die individuellen Erfahrungen dieses Patienten garantierten jedoch nicht, dass andere Patienten ebenso auf die Therapie reagieren. Daher kann dieser Bericht nicht als Grundlage für eine Indikation oder als Therapie-Leitlinie verwendet werden. Patienten können auf die Therapie unterschiedlich reagieren.