die Ballonkatheter

Ballons

Ballons für jeden Anlass

13.01.2016
Carolin Jennessen

Womit beschäftigst du dich bei Medtronic? Eine Frage, die mir schon häufig gestellt wurde. Ich kümmere mich unter anderem um die Ballons! Sofort flattern bunte Luftballons durch die Gedankengänge, Oma’s runder Geburtstag wird in Erinnerung gerufen, mit den großen Helium-Ballons, die stolz das hohe Alter feiern und die letzte Hochzeit erscheint vor den Augen, die den Himmel in ein Meer aus roten Herzchen-Ballons verwandelt.

So bunt und vielfältig Ballons sind, so schnell geht ihnen auch die Luft wieder aus. UNSERE Ballons jedoch können so viel mehr als das letzte Ringen um Luft, bevor sie schließlich zu Boden gehen. Würde man mal genauer betrachten, wie viel High-Tech und Erfahrung in unseren Ballons steckt, müssten sie sogar bis in den Weltraum fliegen oder noch viel weiter.

Denn Ballons entwickeln wir bereits seit über 30 Jahren! Eine lange Zeit! Um ein weiteres der neun „geheimsten“ Produkte von Medtronic zu offenbaren, stelle ich euch nun unsere nächste aktuelle Ballon-Generation vor: die Ballonkatheter SC und NC Solarice™.
Ein medizintechnischer Ballon wird bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit eingesetzt und spielt auch eine wichtige Rolle bei einer Stent-Implantation: Der eigentliche Ballon sitzt auf einem hochentwickelten Kathetersystem und kann mit hohem Druck in einer durch Plaque (=fett- und cholersterinhaltige Ablagerungen) blockierten oder verengten Koronararterie (=Herzkranzgefäß) aufgedehnt werden, um den Blutfluss wieder zu gewährleisten. Dieser Eingriff wird auch Ballonangioplastie oder Ballondilatation genannt.

Wie funktioniert das genau? Durch eine punktierte Stelle (=Öffnung einer Arterie in der Leiste oder im Arm) führt der Arzt unter Röntgendurchleuchtung einen dünnen flexiblen Katheter mit einem zusammengefalteten Ballon an der Spitze ein. Der Katheter wird zum Herzen und in die blockierte Arterie geschoben. Ist die blockierte Stelle erreicht, dehnt der Arzt den Ballon langsam auf. Durch das Aufdehnen des Ballons wird Plaque gegen die Arterienwand gedrückt. Falls notwendig wiederholt der Arzt diesen Vorgang mehrmals, bis das Gefäß frei ist. Der Ballonkatheter wird im Anschluss wieder komplett entfernt.

Jedoch kann sich ein Gefäß unter Umständen aufgrund der Elastizität der Arterienwand wieder zusammenziehen und sich erneut verengen. In einem solchen Fall kann ein Arzt auch einen Stent im Gefäß platzieren, der dauerhaft verbleibt, um das erneute Verengen der Gefäße zu verhindern. Auch diese kleinen Gitterröhrchen aus Metall befinden sich noch nicht entfaltet auf einem Ballonkatheter. Wie genau das mit dem Stent funktioniert und dass auch Patienten mit größeren Koronararterien jetzt eine Möglichkeit zur Behandlung dank unserer neuen XL Stent Sondergrößen haben, könnt ihr hier nochmal nachlesen.

Für Naseweise, die bei der nächsten Party nicht nur mit Ballons, sondern ihr Wissen feiern möchten: Unsere Ballons sind so leistungsstark, dass sie mit einem unfassbaren Druck aufgedehnt werden, der beispielsweise dem Luftdruck von Fahrradreifen bei weitem übersteigt. Zum Vergleich: In einem normalen Fahrradreifen gehören je nach Reifengröße bis zu maximal 4,5 bar. Unser NC Solarice Ballonkatheter erlaubt bis zu 10 Aufdehnungen mit einem einzigen Ballon unter einem maximal zulässigen Druck von 20 bar!

Ballon ist eben nicht gleich Ballon. Weitere Informationen zur Ballonangioplastie und Stentimplantation findet ihr auch in unserer Patientenbroschüre.

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