DGK

Zwergenaufstand im Rosengarten

02.05.2014
Gast

Das hat richtig Spaß gemacht! Nein, natürlich meine ich nicht um 4.30 Uhr aufzustehen, sondern… Aber am besten fange ich ganz von vorne an. Wie in jedem Jahr sind wir im April auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim mit einem Messestand vertreten. Dieses Mal war es besonders spannend, da wir mit einem neuen Messebauer ein neues Standkonzept entwickelt haben. Das Feedback von Kunden und Kollegen war einstimmig: Es hat allen super gut gefallen, und darüber sind wir natürlich sehr glücklich.

In diesem Jahr sollte in Mannheim der Reveal LINQ – unser Herzmonitor und „Kleinstes EKG der Welt“ –  im ganz besonderen Fokus stehen. Unsere Kollegen aus dem Geschäftsbereich Rhythmologie hatten uns beauftragt, den Reveal LINQ so richtig in Szene zu setzen, so dass jeder Messebesucher der DGK über unseren Herzmonitor spricht. Diese Herausforderung haben wir gerne angenommen. Unsere Idee: guerillamäßig den wunderschönen Rosengarten vor dem Kongress Center in Mannheim mit 400 Zwergen zu bevölkern, die unsere Botschaft „Das kleinste EKG der Welt“ mit einem Fähnchen in der Hand transportieren sollen. Das hat unseren Kollegen sofort gefallen! Schnell fanden wir einen Anbieter, der für uns die Zwerge produzierte, und das Projektteam „Zwergenaufstand im Rosengarten“ konnte loslegen.

Am nächsten Morgen, pünktlich um halb sechs, standen wir in den Startlöchern, um den Rosengarten in Mannheim zu „verschönern“. Der Wettergott meinte es gut mit uns: Langsam ging die Sonne auf, und es sollte ein strahlend schöner Tag werden.
Schneller als angenommen waren alle 400 Zwerge verteilt. Da wir noch nicht gefrühstückt hatten, freuten wir uns alle auf Kaffee und frische Croissants. Wir staunten nicht schlecht, als wir nach dem Frühstück wieder in den Rosengarten kamen. Unsere Zwerge wurden von Sprinkleranlagen geduscht, die wohl automatisch angehen, um die Rasenflächen und Blumenbeete zu gießen! Zum Glück hatten wir Fähnchen produzieren lassen, die wasserfest sind.

Danach waren wir alle sehr gespannt, was jetzt passieren würde. Meine Kollegin Katharina und ich suchten uns einen Beobachtungsposten im Rosengarten, von dem wir einen guten Überblick hatten. So macht arbeiten echt Spaß: Wir saßen in der Sonne, schlürften leckeren Milchkaffee und freuten uns über Passanten und Kunden, die schmunzelnd an unseren kleinen Wichten vorbeigingen. Der ein oder andere blieb stehen, machte ein Foto, und tatsächlich wurde sogar ein Zwerg einfach mitgenommen – genau das hatten wir uns gewünscht! Für uns hätte es noch stundenlang so weitergehen können. Aber dann tauchte um 10 Uhr ein Auto vom Ordnungsamt auf. Zwei Beamte schauten sich mit ernsten Mienen unseren Zwergenaufstand an und machten uns darauf aufmerksam, dass wir für unsere Aktion eine Genehmigung brauchen. Da wir daran nicht gedacht hatten, wurden wir als „Polizeipflichtiger Zustandsveranlasser einer Ordnungswidrigkeit“ bezeichnet. Bitte? Was sind wir? Wir fragten mindestens dreimal nach, um uns diesen Terminus zu merken und beschlossen: Das wird unser ganz persönliches Unwort des Jahres 2014! Um es kurz zu machen: Mit einer ordentlichen Portion Charme brachten wir die Herren dazu, dass sie bei ihrem Chef versuchten, nachträglich eine mündliche Genehmigung einzuholen. Der hat wiederum mit seinem Chef gesprochen – am Ende hat es nicht geklappt. Wir mussten versprechen, die Zwerge so schnell wie möglich wieder einzusammeln.

Das ließen wir uns nicht zweimal sagen. Wir hatten für den Tag einen Wagen mit Ladefläche angemietet, aus dem unsere eingesammelten Zwerge keck herausschauten. Viele Passanten sprachen uns an und wollten gerne ein Exemplar haben. Selbst Kunden, die gehört hatten, dass die Zwerge nicht mehr im Rosengarten stehen, kamen an unseren Wagen und nahmen sich Zwerge mit. Nach gut einer Stunde waren alle 400 Zwerge weg! Wir hatten unser Ziel erreicht: Vier Stunden standen die Zwerge im Rosengarten, viele Messebesucher sprachen über unsere Zwerge oder hatten einen unter dem Arm. Müde, aber überglücklich machten wir uns auf den Weg nach Hause.

Von Doris (Marketing Communication & PR)

Kategorie:
Unsere Produkte und Therapien

Am Donnerstag, 24. April, war es dann soweit. Wir (sechs Auszubildende, drei Kolleginnen aus dem Geschäftsbereich und ich) fuhren mit dem Zug nach Mannheim und trafen erste Vorbereitungen für den großen Tag: Zwerge aus- und umpacken, damit sie startklar für ihren Einsatz am nächsten Tag sind, Zweierteams für die Verteilung im Rosengarten zusammenstellen und noch einmal genau planen, wo wir die Zwerge verteilen wollen.

Nach getaner Arbeit hatten wir uns eine Stärkung verdient. In der Brasserie Bernstein mit schönem Biergarten fand jeder etwas nach seinem Geschmack.  Leider gab es für den Außenbereich nur eine Bedienung und so mussten wir sehr lange auf unser Essen warten. Der Plan, früh ins Bett zu gehen, ging damit nicht ganz auf…