Spastik

Therapie schwerer Spastik – Von „Ich wünschte…“ zu „Ich kann!“

19.09.2014
Gast

Die Strümpfe anziehen – Die Schuhe zubinden –  Gehen – Treppensteigen – Mit Messer und Gabel essen – Klingt einfach, ist es aber nicht. Zumindest nicht für ca. 250.000 Menschen bei uns in Deutschland. Und dabei reden wir nicht von Kindern, die einfach noch nicht gelernt haben feinmotorische Dinge wie das Schleifenbinden zu lernen. Sondern von Personen, ob jung oder alt, für die alltägliche Aktivitäten unüberwindbare Hindernisse darstellen können. Grund dafür ist eine Verhärtung bzw. Steifheit der Muskeln – Spastik genannt.

Eine Spastik kann Bewegungen, vor allem von Armen und Beinen schwierig oder unkontrollierbar machen. Damit verbundene Schmerzen und Beeinträchtigungen können das Leben stark erschweren. Ursachen für eine Spastik kann vieles sein. Meist sind Schädigungen des Gehirns oder des Rückenmarks wie bei Multipler Sklerose, Querschnittssyndromen, Hirnschädigungen, Schlaganfall oder bei kindlicher Zerebralparese (CP) der Auslöser.

Heilbar ist eine Spastik zwar nicht, jedoch können die Symptome behandelt werden. Für Patienten mit ausgeprägter Spastik, die nur schlecht auf konservative oder medikamentöse Therapie ansprechen, oder für Patienten die unter starken Nebenwirkungen leiden, kann die Intrathekale Baclofen-Therapie (ITB-Therapie) eine gute Behandlungsmöglichkeit sein. Bei dieser Therapie gibt eine implantierte Medikamentenpumpe über dünne Katheter kleinste Mengen des Medikaments Baclofen direkt an die Stelle des Rückenmarks ab, an der es benötigt wird. Denn hier liegen die Nervenzellen, die die Muskelspannung steuern. Somit sind sehr viel geringere Mengen an Medikament nötig als über die Gabe von Tabletten, meist sogar nur ein Hundertstel. So können Nebenwirkungen auf ein Minimum reduziert werden.

Von einem Leben mit einer solchen Spastik, welche Herausforderungen es im Alltag zu meistern gibt und wie die Implantation einer Medtronic Medikamentenpumpe neue Lebensqualität geben kann, berichtet eine junge Patientin auf der REHACARE in Düsseldorf (Donnerstag, 25.09.14 um 15:30 Uhr). 

Die REHACARE ist die weltweit bedeutendste Fachmesse für Rehabilitation, Prävention, Inklusion und Pflege. Das Fachforum für Menschen mit Hirnverletzungen, Schlaganfall und erworbenen Hirnschäden findet ihr in der Halle 3 der Düsseldorfer Messe. Dies bietet vom 24. bis 27.09.14 eine Anlaufstelle für alle am Thema interessierten Besucher. Am Donnerstag berichtet zum Beispiel Dr. Markus Ebke, Chefarzt der Neurologischen Rehabilitation, Nümbrecht um 15.00 Uhr über Therapieoptionen bei schwerer Spastik.

Auch Medtronic wird mit einem Informationsstand vertreten sein und Neugierige, Patienten oder Angehörige erwarten!

Von Christina (Abteilung Neuromodulation)

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