Medtronic Deutschland wird 50

Grüße aus dem Home Office

WARUM HIER EIGENTLICH EIN ARTIKEL ÜBER UNSERE JUBILÄUMSFEIER STEHEN SOLLTE

03.04.2020
Pia

Mein Arbeitsauftrag für diesen Artikel lautete vor drei Wochen in etwa so: Wir brauchen einen persönlichen Bericht für unseren Blog, der ein paar Eindrücke unserer Jubiläumsfeier in Meerbusch einfängt und über die Gäste und Reden berichtet. Möchtest du das machen? 

"Da lasse ich mich doch nicht zweimal bitten", dachte ich mir - schließlich ist ein 50-jähriges Jubiläum ein besonderes Ereignis. Ich malte mir also schon im Vorhinein eine bunte Veranstaltung aus – so wie das bei Geburtstagspartys halt der Fall ist: bunte Ballons, eine tolle Torte (wie die, die man so auf Instagram sieht) und tolle Geschichten von Medtronic-Urgesteinen, die sich an die letzten Jahrzehnte erinnern. Soweit also der Plan – damals vor drei Wochen, als man noch Pläne gemacht hat. Mittlerweile hat sich so viel verändert, dass das Leben der meisten von uns komplett auf den Kopf gestellt wurde. In unserem Büro sind nur noch wenige Positionen besetzt (Dankeschön, an alle Kollegen, die vor Ort die Stellung halten!). Die meisten sind ins Home Office umgezogen und arbeiten nun dort. Im Bild oben seht ihr, wie mein Home Office aussieht. Unsere Wohnung sollen wir nur noch verlassen, wenn wir einen triftigen Grund dazu haben und währenddessen kämpft die Welt gegen eines der größten Gesundheitsprobleme unserer Geschichte. Pläne, die über ein paar Tage oder eine Woche hinausgehen, gibt es nicht mehr – Geburtstagspartys inklusive.

Von veränderungen, Routinen und Pionieren

Anstatt also über unser Jubiläum zu schreiben, möchte ich Euch etwas über Veränderungen erzählen. Die meisten Menschen sind Gewohnheitstiere – ich auch. Jeder von uns hat Bereiche in seinem Leben, in denen er bestimmte Routinen mag. Vielleicht haben wir unsere alten Gewohnheiten nun mit drei Wochen Abstand fast schon lieben gelernt. Sie geben uns ein Gefühl von Sicherheit und einen Rahmen, der uns, soweit dies möglich ist, die Zukunft planen lässt. Aber was hat das jetzt mit Veränderung zu tun? Viele von uns ändern ihre Routinen nur, wenn sie durch Veränderungen ihrer Umwelt dazu gezwungen werden. Dieses Szenario erleben wir gerade.

Und dann gibt es noch Menschen, die eine andere Sicht auf die Welt haben. Menschen, die stetig versuchen, das Leben und somit auch die Welt, in der sie leben, ein Stück zu verbessern. Menschen, die den Mut haben, aus Routinen auszubrechen und Veränderungen immer als Chance für einen Fortschritt sehen: Pioniere.

Warum uns Veränderungen manchmal zum Fortschritt zwingen

50 Jahre Medtronic Deutschland zu feiern bedeutet auch, dass wir über die vergangene Hälfte eines Jahrhunderts oft dazu bereit waren, uns zu verändern. Dazu zählt auch, dass wir Veränderungen geschaffen haben, an die sich andere angepasst haben – beispielsweise, indem wir die Ersten waren, die Therapien für die Behandlung von Erkrankungen entwickelten. Nur so konnten neue Standards in der Medizintechnik entstehen.

Ein Pionier für Medtronic in Deutschland ist dabei Professor Heinz-Joachim Sykosch. Hätte er nicht gegen den Willen seines Vorgesetzten einem 20-jährigen Patienten den ersten Herzschrittmacher in Deutschland implantiert, wäre dieser nicht nur mit hoher Wahrscheinlichkeit verstorben, sondern der Stand der Therapie hier wäre auch weiterhin hinter den Standards anderer Länder geblieben.

Eine zweite Persönlichkeit, die an dieser Stelle nicht fehlen darf, ist Professor Hermann D. Funke, der den Grundstein für die Entwicklung eines neuen Herschrittmachermodells legte, das später in die Serienproduktion bei Medtronic ging. Somit entstand ein neuer Meilenstein für die Herzschrittmachertherapie. 

Erster batteriebetriebener Herzschrittmacher

Beispiele wie diese und unser Jubiläum in einer so herausfordernden Zeit erinnern mich momentan nur noch öfter daran, wie wichtig unsere Unternehmensleitsätze sind. Gesundheit wiederherzustellen, Heilung zu fördern und Leben zu verlängern – die Umsetzung dieser Grundsätze wäre nicht möglich, wenn nicht Veränderungen und das Aufbrechen von Routinen ein fester Bestandteil der Weiterentwicklung unserer Produkte über die letzten 50 Jahre gewesen wären. Veränderungen zwingen uns oft dazu, eine andere Richtung einzuschlagen, als wir ursprünglich geplant haben, aber sie sind auch die Basis für Fortschritt. In unserem Fall ermöglichten sie neue Therapien oder Dienstleistungen. Wenn wir uns nie verändert hätten, wären wir auch heute noch das kleine Unternehmen von damals mit fünf Mitarbeitern und den gleichen Produkten über Jahrzehnte. Durch stetige Veränderungen aber haben wir uns zu einem Partner für alle Bereiche des Gesundheitswesens entwickelt.

Veränderungen können beängstigend sein; Veränderungen können aufregend sein – um es mit anderen Worten zu sagen: Wir sind gut darin, Veränderungen anzunehmen und voranzutreiben und wir sind gut darin, zusammenzuhalten – ob im persönlichen Kontakt oder (momentan) eher über die Webcam.

Auf die nächsten 50 Jahre!

Die Autorin

Pia ist seit 2013 bei Medtronic und im Bereich der Unternehmenskommunikation für alle digitalen Themen verantwortlich.