Deggendorf

Deutsch – Bayrisch / Bayrisch – Deutsch

20.02.2015
Gast

Servus! – äähh, hallo!

Man gewöhnt sich doch erstaunlich schnell an neue Gegebenheiten. Seit zwei Wochen sind meine Azubi-Kollegin Pia und ich jetzt schon im tiefsten Bayern, genauer gesagt in Deggendorf. Hier werden nämlich Wirbelsäulenimplantate aus Kunststoff für Medtronic hergestellt und im Rahmen unserer Ausbildung zur Industriekauffrau gucken wir uns die Abläufe dieser Produktion einen Monat lang an.


Das Hauptgebäude der Medtronic Sofamor Danek GmbH in Deggendorf

Nicht nur das ist Neuland für uns, sondern vor allem die „bayrische Kultur“, die wir hier hautnah erleben, war in den ersten Tagen doch eine ganz schöne Herausforderung. Wir mussten schnell lernen, dass man hier nicht Karneval sondern „Fasching“ feiert und dass man zu diesem Anlass auch keine Berliner sondern „Krapfen“ isst. Völlig neu für uns ist ebenso die „Brotzeit“ – also die Frühstückspause. Die geht hier von 09:15 Uhr bis 09:30 Uhr – also dann wenn man in Meerbusch gerade erst angefangen hat zu arbeiten. Das liegt daran, dass der normale Arbeitsbeginn in Deggendorf 7 Uhr oder früher ist!           

Aber zum Glück müssen wir nicht jeden Tag so früh aufstehen. An den Wochenenden mutieren wir nämlich zu waren Touristen und schauen uns die großen Städte in der Umgebung an. Wir haben uns bereits Regensburg und Passau angesehen. Vor allem in Regensburg haben wir das volle Touristenprogramm mitgenommen:


Mmmmhhhh…echt bayrische Küche

Erster Stopp – wie soll es auch anders sein – die Touristeninformation. Hier haben wir uns mit allen erdenklichen Broschüren und natürlich einem Stadtplan bewaffnet. Zweiter Stopp – der Regensburger Dom und die Besichtigung des Domschatzmuseums. Danach – Mittagsstopp in einem echten bayrischen Brauhaus, um ein traditionelles, deftiges bayrisches Mittagessen zu genießen. Anschließend stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm und zu guter Letzt gab es einen Cappuccino in einem historisch bedeutenden Gebäude (was wir bei der Stadtrundfahrt erfahren haben). Was will man mehr?!

Dazu kommt noch das bombige Wetter. Bis jetzt gab es eigentlich nur zwei Extreme – Schneefall oder Sonne. Vor allem am Anfang unseres Aufenthaltes hatten wir mit Ersterem das Vergnügen. Anders als in NRW sind die Leute hier aber an ein paar Flocken (oder auch mehr) gewöhnt, sodass morgens alle zwei Minuten ein Räumfahrzeug an einem vorbeirauscht. Selbst für den Bürgersteig gibt es hier solche Fahrzeuge. Allerdings in etwas kleinerem Format – das versteht sich von selbst.

Am kommenden Wochenende planen Pia und ich noch einen Ausflug nach München und danach geht’s ja auch schon fast wieder zurück nach Meerbusch. Aber bis jetzt hatten wir schon mal eine aufregende Zeit in Bayern und jede Menge Neues gelernt.

Von Anna und Pia (duale Studenten seit 2013)

Kategorie:
Unser Unternehmen