Lisa im Blog

Vom Krankenbett zum Bürostuhl

24.10.2014
Gast

Kaum habe ich die eine Ausbildung im Krankenhaus abgeschlossen, bin ich schon mittendrin in der nächsten, besser gesagt in meinem dualen Studium. Aber was haben eine Gesundheits- und Krankenpflegerin und eine Industriekauffrau eigentlich für Gemeinsamkeiten? Genau, die Firma Medtronic. Medtronic verfolgt nämlich ähnliche Ziele wie eine Krankenschwester: Schmerzen lindern, Gesundheit wieder herstellen und das Leben verlängern (wie es in der “Mission”, den Unternehmensleitsätzen von Medtronic, heißt). Aber dann gibt es da doch ganz schön viele Unterschiede zwischen meiner Arbeit bei Medtronic und dem, was ich so im Krankenhaus gemacht habe.


Lisa in Aktion im Krankenhaus

Im Krankenhaus zu arbeiten bedeutet, man muss flexibel sein. Man wechselt meist wöchentlich seine Schicht zwischen Früh-, Spät- oder auch mal Nachtdienst. Also entweder konnte man morgens länger schlafen, oder man musste schon um 6.00 Uhr im Dienstzimmer sitzen und hatte dafür aber den ganzen Nachmittag frei. Im Gegensatz dazu genieße ich im Moment bei Medtronic die Gleitzeit und finde es sehr entspannend selber zu entscheiden, wann ich anfangen möchte zu arbeiten.
Während es im Krankenhaus einen relativ straffen Zeitplan gibt, bis wann die Patienten versorgt sein müssen, wann welcher Patient in den OP oder zur Untersuchung muss oder wann das Mittagessen verteilt wird, sind wir bei Medtronic doch freier in der Zeiteinteilung und müssen uns selber gut organisieren.
Neu für mich sind auch die flachen Hierarchien: Hier duzt sich jeder, vom Azubi bis zum Chef, denn schließlich sind wir alle eine große Medtronauten Familie! Klar hat man sich im Krankenhaus auch geduzt, aber dort kam es eher vor, dass der Herr Professor Doktor auch mit all seinen Titeln angesprochen werden wollte. Das ist ja auch OK.

Der deutlichste Unterschied zwischen meiner alten und meiner neuen Tätigkeit ist allerdings die Tageskilometeranzahl. Derzeit fällt es mir noch etwas schwer die meiste Zeit vor einem eckigen Kasten zu sitzen und zur Abwechslung mal zum Wasserspender zu gehen oder in die Cafeteria oder eine Runde Kicker zu spielen. Als Krankenschwester kam da eher der eine oder andere gelaufene Kilometer am Tag zustande. Nicht nur die Strecken brachten einen ins Schwitzen, sondern auch die körperlich anstrengende Arbeit, wenn man beispielsweise einen 100 Kilo schweren Patienten im Bett hochziehen musste.


Lisa im Büro bei Medtronic

Auch wenn ich super glücklich bin jetzt ein duales Studium bei Medtronic zu machen, werde ich doch einiges im Krankenhaus vermissen, vor allem die Herzlichkeit der Patienten. Denn nach wie vor bereitet es mir große Freude Hilfsbedürftige zu unterstützen und mir Zeit für sie zu nehmen. Sei es nur für ein kurzes aufmunterndes Gespräch, um anschließend ein Lächeln auf ihrem Gesicht sehen zu können.

Jetzt bin ich erst einmal bis Ende des Jahres hier in der Firma und versuche mich einzuleben, Medtronautisch (die Medtronic Sprache) zu lernen und mich im Gebäude zurecht zu finden. Nach meiner ersten Praxisphase geht es in die Uni nach Neuss. Ich bin sehr gespannt, was mich dort erwartet, und besonders darauf, wie sich meine Englisch- und Mathekenntnisse gehalten haben. In der Schule hatte ich zwar Mathe als Leistungskurs, aber das liegt jetzt auch schon gut drei Jahre zurück. Und im Krankenhaus kam es auch nur sehr selten vor, dass man Englisch sprechen musste, da war eher das gute alte Plattdeutsch mit den älteren Patienten gefordert.

Ich hoffe, dass ich vieles, was ich in meiner vorherigen Ausbildung gelernt habe, bei Medtronic einbringen kann: sei es die Erfahrung mit den Patienten, die mit unseren Therapien behandelt werden oder auch meine persönliche Entwicklung, die in den letzten drei Jahren durch die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin sehr gereift ist.

Ich freue mich jetzt ein Medtronaut zu sein, und auf die Aufgaben, Erfahrungen und die Menschen, die mich in den nächsten drei Jahren und hoffentlich auch danach noch bei Medtronic erwarten. Und wer weiß, vielleicht lande ich danach ja wieder im Krankenhaus – als Außendienstmitarbeiterin ;).

Von: Lisa, Duale Studentin

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