Medtronic Women's Network - Cupcakes

WIR GRÜNDEN DAS MEDTRONIC WOMEN’S NETWORK

29.04.2020
Pia

Be the ceo your parents always wanted you to marry

„Und weshalb möchten Sie ein Jura-Studium in Harvard absolvieren, Ms. Ginsburg?“, fragt der Dekan Ruth Bader Ginsburg beim Dinner zu Semesterbeginn der juristischen Fakultät von Harvard. „Mrs. Ginsburg“, korrigiert Ruth ihn. „Damit ich die Arbeit meines Mannes besser verstehen kann. Er studiert auch hier im zweiten Jahr. Ich möchte eine geduldige und verständnisvolle Ehefrau werden“, erwidert Ruth ironisch, wobei sich ihre Sitznachbarin vor Lachen an ihrem Getränk verschluckt. Es ist erst der sechste Jahrgang von jungen Frauen, dem ein Jura-Studium an der Eliteuni zugesagt wird und der Vorstand der Universität sieht diese weniger als Bereicherung, eher als Hindernis. Die Frauen würden die Studienplätze für Männer unnötig in Anspruch nehmen. Viele Jahre später wurde Ruth Bader Ginsburg die zweite Frau am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten und setzte sich für die Gleichstellung der Geschlechter und Frauenrechte in Amerika ein.

Junge Frau lehnt mit Tablet im Türrahmen.

Warum wir Euch von ihr erzählen? Heute würde Ruth vermutlich als klassisches Role Model gelten.  Eine Frau, die andere inspiriert. Eine Frau, die sich nicht zwischen Familie und Karriere entschied, sondern bewiesen hat, dass beides geht und, die sich gleichzeitig noch für andere eingesetzt hat. Das alles entgegen der sexistischen Vorurteile, die ihr während ihres Studiums und zu Beginn ihrer Karriere entgegengebracht wurden. Mich hat sie als Persönlichkeit stark beeindruckt und ich kann den Film über sie bei Netflix sehr empfehlen (aber den schaut Ihr Euch natürlich erst an, wenn Ihr den Artikel zu Ende gelesen habt ;-)).

 ES IST NICHT ALLES PINK, WAS GLÄNZT

Wenn ich darüber nachdenke, wie ich zur Schule und später an die Uni gegangen bin, kann ich mich nicht daran erinnern, dass ich einmal das Gefühl hatte, benachteiligt worden zu sein, nur weil ich eine Frau bin. Dass wir im Hinblick auf die Gleichstellung der Geschlechter heute so viel weiter sind als noch vor ein paar Jahrzehnten, ist den meisten wohl genau so bewusst. Dennoch gibt es nach wie vor nicht gerade wenige Bereiche, in denen wir noch weit entfernt von einem 50:50 Verhältnis sind. Es fängt bei unterschiedlicher Vergütung für die gleichen Jobs an, geht weiter bei der Elternzeit oder Pflege von Angehörigen und zieht sich bis zur Verteilung von Mandaten in Aufsichtsräten von DAX-Unternehmen. Mittlerweile gibt es deshalb die unterschiedlichsten Initiativen, die die individuellen Bedürfnisse von Frauen bei ihrer Karriereplanung adressieren und zahlreiche Untersuchungen, die belegen, dass Gender Diversity, also ein gemischtes Geschlechter-Verhältnis, ein nachgewiesener Erfolgsfaktor von Unternehmen ist. Inwieweit dieser Aspekt in der Unternehmenskultur verankert wird, verdeutlicht schnell, ob diese das Thema zu einem reinen „Frauen-Thema“ deklarieren oder eine klare Position einnehmen, sodass es alle in der Belegschaft etwas angeht – Männer wie Frauen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist dabei nur ein Aspekt von vielen.

[Z]ahlreiche Untersuchungen [belegen], dass Gender Diversity, also ein gemischtes Geschlechter-Verhältnis, ein nachgewiesener Erfolgsfaktor von Unternehmen ist.

GENDER DIVERSITY BEI MEDTRONIC – THE FUTURE IS DIVERSE

Am 8. März war Weltfrauentag. 2020 haben wir diesen bei Medtronic mit dem Kick Off zu unserem eigenen Medtronic Women‘s Network gefeiert. Die Kolleginnen und Kollegen (ja, richtig, auch die Kollegen) waren herzlich eingeladen persönlich oder in einer Telefonkonferenz an der Podiumsdiskussion teilzunehmen. Nadine Jentz führte als externe Referentin durch die Veranstaltung und interviewte unsere Geschäftsführerin Sylvia Theis und die Strategic Account Managerin Monika Henke. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war auch dabei natürlich ein Thema, jedoch nicht nur im klassischen Sinne: Wann ist der beste Zeitpunkt in der Karriere, um als Frau eine Familie zu gründen? Es wurde auch darüber gesprochen, welche Anforderungen durch die Pflege der Eltern oder anderer Familienangehöriger an Frauen gestellt werden – ein Punkt der, aus Sylvias Sicht, noch viel zu selten diskutiert wird.

Zahlreiche Themen wurden vor Publikum diskutiert.

Was ist, wenn ich mich bewusst gegen Kinder entschieden habe? Muss ich mich dann vor anderen dafür rechtfertigen? Ein Gefühl, das viele Frauen kennen. Wie kann ich mich in einem von männlichen Kollegen dominierten Geschäftsfeld erfolgreich positionieren und trotzdem feminin bleiben? Kann ich im Außendienst einen Teilzeitjob haben? Sylvia und Monika teilten ihre Meinungen und Erfahrungen zu diesen Themen und standen Rede und Antwort für die Fragen des Publikums. Anschließend gab es ein Get Together, mit der Möglichkeit sich untereinander auszutauschen und abteilungsübergreifend zu vernetzen. Veranstaltungen dieser Art werden unter dem Schirm des Women's Network nun in regelmäßigen Abständen stattfinden. Ziel ist es, Kolleginnen und Kollegen von Erlebnissen erfahrener Kolleginnen profitieren zu lassen und den Dialog und Austausch untereinander zu fördern.

Unsere Kolleginnen beim Get Together nach der Veranstaltung.

In unserer Belegschaft haben wir ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Kollegen – 54% sind Männer und 46% sind Frauen. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern und das ist auch gut so. Sei es, in der Art zu kommunizieren, zu netzwerken oder Probleme zu lösen. Genau hier liegt das Potenzial, das gender diverse Teams ausmacht und Erfolgsfaktoren nachweislich beeinflussen kann. Wir finden: The future is not only female but diverse!

In Zukunft möchten wir Euch noch mehr über Themen wie diese in unserem Unternehmen informieren und freuen uns auf weitere spannende Veranstaltungen. 

Ihr seid interessiert an einer Karriere bei Medtronic? Dann findet Ihr hier weitere Informationen. 

Die Autorin

Pia ist seit 2013 bei Medtronic und im Bereich der Unternehmenskommunikation für alle digitalen Themen verantwortlich.