Wolfgang

Wolfgang

Disease Manager

Kolorektal-Chirurgie

"Am wichtigsten ist mir die Zusammenarbeit im Team"

Wolfgang Johannes kam 2016 mit der Integration von Covidien zu Medtronic. In seinem Geschäftsbereich, der Chirurgie, ist der 61-Jährige ein echtes Urgestein.

Du bist jetzt seit mehr als einem Jahr bei Medtronic. Wie lange bist du insgesamt schon dabei und was machst du?

Ich bin seit 1991 dabei und habe in dieser Zeit in verschiedenen Positionen und Bereichen gearbeitet. Seit kurzem betreue ich als Disease Manager Kunden zum Thema Kolorektal-Chirurgie, das heißt, die speziellen therapeutischen Maßnahmen bei entzündlichen und bösartigen Dickdarm- und Enddarmerkrankungen. Zur Therapie und Diagnostik dieser Erkrankungen hat Medtronic ein umfangreiches Produktportfolio. Hier liegt der Schwerpunkt in der minimalinvasiven Chirurgie.

Wie ist deine aktuelle Position bei Medtronic?

In den letzten drei Jahren habe ich als Regionalleiter die Region Bayern, bestehend aus neun Mitarbeitern geleitet. Zuvor habe ich mehr als zehn Jahre in unserem Trainingszentrum Elancourt nahe Paris die fachliche Ausbildung der Mitarbeiter verantwortet und die Weiterbildung von medizinischem Fachpersonal durchgeführt. In meiner neuen Funktion als Disease Manager ist es unter anderem meine Aufgabe, entlang des Behandlungspfades Ansätze zu entwickeln, die für den Patienten und den Kunden einen Mehrwert darstellen. 

Hast du ein besonders spannendes Projekt, an das du dich gerne erinnerst?

Ich habe als Projektverantwortlicher bei mehreren großen Krankenhäusern die gesamte Nahtmaterialumstellung betreut. Das war ein umfangreiches und spannendes Projekt, bei dem auf Klinikseite zahlreiche Chefärzte, OP-Leitungen und Mitarbeiter aus dem Controlling, der Logistik- und Einkaufsabteilung involviert waren. Um die Komplexität dieses Projektes auszudrücken, sei an dieser Stelle erwähnt, dass nicht selten vom Erstkontakt bis zur routinemäßigen Anwendung und Bestellung zwölf Monate angesetzt wurden.

Du hast schon viele Unternehmenskulturen kennengelernt. Was gibt es für Unterschiede und was ist gleich?

Medtronic hat im Gegensatz zu Covidien eine etwas andere Firmenkultur, was möglicherweise an den unterschiedlichen Mentalitäten liegt. Das Rheinland ist eben nicht Niederbayern. Bei großen international agierenden Unternehmen sind jedoch immer klare Prozesse für die Mitarbeiter notwendige Leitlinien bei ihren täglichen Arbeitsabläufen. Diese waren bei Covidien ebenso hinterlegt wie bei Medtronic. Am Wichtigsten ist es aber wie überall, dass man als Team zusammenarbeitet. 

Und was macht eigentlich ein Disease Manager?

Als Disease Manager ist man für die Entwicklung eines Geschäftsbereichs mit zuständig. Daher ist es wichtig, die Krankheitsbilder und die jeweils dazugehörigen therapeutischen Maßnahmen zu kennen. In der Praxis bedeutet das, entlang der einzelnen Behandlungsschritte gemeinsam mit verschiedensten Akteuren im Gesundheitswesen weitere Ansätze zu entwickeln, die einen Vorteil für den Patienten in seiner Genesung darstellen.