Patient Schlaganfall

Therapie

Schlaganfall

Therapiemöglichkeiten

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten zur Behandlung einer starken schlaganfallbedingten Spastik. Eine Möglichkeit ist die ITB-Therapie, bei der eine implantierbare Pumpe von Medtronic zum Einsatz kommt, die ein Arzneimittel in einer programmierten Geschwindigkeit abgibt, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist. Sie kann Ihnen durch erhebliche Reduktion der starken Spastik helfen.1, 2

Eine starke Spastik kann derzeit noch nicht geheilt werden. Es gibt jedoch eine Vielzahl von symptomatischen Behandlungsmöglichkeiten. Hierzu zählen:

Rehabilitationsbehandlung

Die Rehabilitationsbehandlung findet in der Regel ambulant, in einem Krankenhaus oder zu Hause statt. Sie kann aus einer  Kombination aus Physio-, Ergo- und Sprachtherapie bestehen.

Orale Medikation

Bei einigen Patienten lassen sich die Symptome der Spastik mit oralen Medikamenten behandeln.

Neurochirurgie

Zu den neurodestruktiven Operationen zählt die selektive dorsale Rhizotomie, bei der die dorsalen (sensiblen) Nervenwurzeln durchtrennt werden.

Injektionstherapie

Die Injektionstherapie ist in der Regel für einzelne Muskelgruppen angezeigt (z.B. eine Hand, ein Fuß, eine Schulter).

Orthopädische Eingriffe

Zu den orthopädischen Eingriffen zählen Weichteileingriffe wie Sehnentransfers oder Osteotomien (Durchtrennung eines Knochens zur Korrektur seiner Stellung).

ITB-Therapie

Nach einem Schlaganfall kann es zu einer schweren Spastik kommen. Die ITB-Therapie ist eine steuerbare, reversible Behandlung der starken Spastik. Eine in einer Operation implantierte Pumpe mit Katheter gibt ein flüssiges, antispastisch wirkendes Arzneimittel direkt in den das Rückenmark umgebenden flüssigkeitsgefüllten Raum ab, wo es am ehesten benötigt wird.
Weitere Informationen zur ITB-Therapie bei schwerer Spastik

Die Ursache für einen Schlaganfall finden

Nach der Notfallversorgung und Behandlung eines Schlaganfalls stellt sich die Frage, was den Schlaganfall ausgelöst hat. Herzbedingte Ursachen können durch einen Herzmonitor ermittelt werden.
Weitere Informationen zum Herzmonitor

Quellenangaben

  1. Ivanhoe CB, Francisco GE, McGuire JR, Subramanian T, Grissom SP. Intrathecal baclofen management of poststroke spastic hypertonia: implications for function and quality of life. Arch Phys Med Rehabil. 2006;87(11):1509-1515
  2. Meythaler JM, Guin-Refroe S, Brunner, RC, Hadley MN. Intrathecal baclofen for spastic hypertonia from stroke. Stroke. 2001;32(9):2099-2109.


Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Sprechen Sie immer auch mit Ihrem Arzt, wenn es um Diagnose und Behandlung geht.