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Im Fokus

Nicht undiszipliniert, sondern krank

Serena

Zum Welt-Adipositas-Tag am 20. Mai macht die Europäische Vereinigung zur Erforschung von Adipositas (EASO) auf die epidemieartige Ausbreitung der Fettleibigkeit aufmerksam. Mit ein paar Kilo zu viel auf den Hüften hat Adipositas nichts mehr zu tun, sie ist vielmehr ein krankhaftes Übergewicht mit einem Body-Mass-Index von mehr als 30 – normal sind Werte zwischen 19 und 25. Die EASO fordert die Anerkennung der Adipositas als Erkrankung und sie fordert die EU-Staaten auf, aktiv gegen ihre Ausbreitung vorzugehen. Bereits heute verursachen Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Herzkreislauferkrankungen und einige Krebserkrankungen enorme Behandlungskosten. Ein operativer Eingriff ist für Menschen mit Adipositas oftmals der letzte Strohhalm und zugleich der Startpunkt für eine nachhaltige Ernährungsumstellung. Der so genannte Schlauchmagen wird von 1,7 Liter Volumen auf 120 Milliliter Volumen verkleinert. Die Magenregionen, in denen appetitregulierende Hormone gebildet werden, werden bei der OP entfernt. Erhalten bleiben die Bereiche, die für die Verdauungsfunktion unabdingbar sind. Genehmigt wird ein operativer Eingriff nur von der Krankenkasse, wenn der Betreffende entsprechend nachhaltige Bemühungen über einen langen Zeitraum, Gewicht zu reduzieren, belegen kann – eine mehrwöchige Diät reicht dazu nicht aus.

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Bessere Versorgung für Menschen mit chronischen Schmerzen

Chronische Schmerzen

Bis zu 15 Millionen Menschen leiden in Deutschland an länger andauernden oder wiederkehrenden Schmerzen. Etwa 3,25 Millionen Menschen leiden an chronischem Schmerz1. Bundesbürger sind durch Schmerzen stark beeinträchtigt. Die Zahl der Patienten, die im Krankenhaus mit einer multimodalen Schmerztherapie behandelt wurden, hat sich in den Jahren 2006 bis 2014 mehr als verdoppelt. Auch im Raum Berlin zeichnet sich eine deutliche Steigerung von Behandlungsfällen aufgrund chronischer Schmerzen ab.2 Die Schmerzklinik Berlin, die im Mai eröffnet, wird sich daher gemeinsam mit dem Kooperationspartner Medtronic im Rahmen eines multimodalen Schmerzkonzeptes der Behandlung von chronischen Schmerzerkrankungen widmen. Handelt es sich um neuropathische Schmerzen, also Schmerzen, die von einem verletzten Nerv ausgehen, ist die Rückenmarkstimulation – oder der Schmerzschrittmacher – eine hervorragende Alternative. Von diesem ausgehend werden dünne Drähte, die Elektroden, in die Nähe des Rückenmarks geschoben. An den Spitzen dieser Drähte werden winzige Stromimpulse – ähnlich der natürlichen, von den Nerven selbst erzeugten – abgegeben. Damit verspürt der Patient ein Kribbeln, wo er zuvor den Schmerz verspürt hat.

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Überaktive Blase - Immer noch ein Tabu

Medienpreis

Scham, eingeschränkte Lebensqualität und das dauernde Gefühl, auf Toilette zu müssen: Mehr als 18 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden an der überaktiven Blase. Trotzdem ist die Funktionsstörung für viele Betroffene peinlich und bleibt ein Tabuthema. Bei der überaktiven Blase oder etwa Medikamentenunverträglichkeiten und -resistenzen bietet sich ein Einsatz der Sakralen Neuromodulation, also eines Blasenschrittmachers an. Die Methode ist bereits seit fast 25 Jahren etabliert und wirkt über leichte Stromimpulse am Sakralnerv im Kreuzbein, der die Funktion von Blase und Darm steuert. Eine Elektrode stimuliert die Nervenbahnen, sodass die Blase entspannt. Ein Blasenschrittmacher ist von der Größe her vergleichbar mit einem Herzschrittmacher. Die Therapie wird durch die gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

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