INFORMIERTE ÄRZTE. BESSERE BEHANDLUNGSERGEBNISSE GESUNDHEITSINFORMATIK UND IHRE ROLLE AUF DER INTENSIVSTATION

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Die Frühwarnzeichen bei mehreren Patienten und Erkrankungen müssen gleichzeitig und individuell erfasst werden. Passiert dies nicht, ist keine effiziente Versorgung möglich. Systeme für die Gesundheitsinformatik können Daten von mehreren Geräten und Systemen zusammenfassen und zu klinisch bedeutsamen Informationen zusammenfassen.

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INFORMIERTE ÄRZTE. BESSERE BEHANDLUNGSERGEBNISSE

Ärzte und Daten-Management

Gesundheitsinformatik und ihre Rolle auf der Intensivstation

Wir möchten unseren Partnern dabei helfen, eine bessere Patientenversorgung zu gewährleisten und gleichzeitig die Kosten im Griff zu behalten. Dies ist besonders herausfordernd, wenn es um Intensivpatienten geht, die eine kontinuierliche, intensive Überwachung benötigen. Diese Patienten brauchen auf der Intensiv- oder Aufwachstation eines Krankenhauses in der Regel Ärzte und Pflegeteams, die komplexe Erkrankungen beobachten und behandeln. Gleich, ob es sich um Patienten handelt, bei denen das Risiko einer unerkannten Verschlechterung besteht, oder um Patienten, die invasiv beatmet werden müssen: Zu einer optimalen Versorgung gehören eine kontinuierliche Überwachung und koordinierte, schnelle klinische Entscheidungen.

HERAUSFORDERUNGEN BEI DER EFFIZIENZ ERHÖHEN DAS RISIKO VON INTENSIVPATIENTEN

„Bei Hochrisikopatienten ist unser Ziel eine Verschlechterung früh zu erkennen und sie zu behandeln“, erklärt Jason Case, Senior Managing Director of Health Informatics and Monitoring bei Medtronic.

Eine kürzlich durchgeführte Umfrage ergab, dass es trotz der gut gemeinten Investitionen in die Personalausstattung nach wie vor Probleme gibt. Von den befragten Ärzten gaben fast 90 % an, weniger als 60 % ihrer Zeit mit der direkten Patientenversorgung zu verbringen.

Auf Intensiv- und Aufwachstationen könnte diese Lücke den Unterschied zwischen einer komplikationsfreien Versorgung und Genesung einerseits und nachteiligen, kostspieligen Ergebnissen andererseits ausmachen.

VERMEIDUNG DES VERMEIDBAREN

Wir von Medtronic sind überzeugt, dass Daten und Analysen eine Schlüsselrolle spielen, um das Vermeidbare vermeiden zu können und um die Früherkennung und Behandlung kritisch kranker Patienten zu erleichtern. Unsere Perspektive, die von signifikanten Technologie-Fortschritten profitiert hat, entwickelt sich stetig weiter. Sie spiegelt eine Veränderung wider, die viele Krankenhäuser Tag für Tag durchlaufen.

Doch Daten allein reichen nicht aus. In der Intensivpflege ist es von größter Bedeutung, dass Ärzten die richtigen Informationen für den richtigen Patienten zur richtigen Zeit bereitgestellt werden. "Der Zugang zu Patientendaten in Echtzeit und im Längsschnitt nimmt rasch zu", so Case. "Unsere Aufgabe besteht darin, bei der Erfassung und Umsetzung dieser Daten in konkrete Erkenntnisse für Ärzte zu helfen."

    

Künstliche Beatmung auf der Intensivstation

Mit Hilfe der künstlichen Intelligenz (KI), hochentwickelter Algorithmen und prädiktiver Analysen, erklärt Case, können diskrete Daten zu verwertbaren Erkenntnissen für Ärzte aggregiert werden und dadurch Entscheidungen für den Patienten optimiert werden.

Bei künstlich beatmeten Patienten auf der Intensivstation kann die Bereitstellung einer kontinuierlichen Überwachung und einer protokollgesteuerten Entwöhnung dazu beitragen, einen Patienten mehr als einen Tag früher vom Beatmungsgerät zu nehmen und die Aufenthaltsdauer eines Patienten auf der Intensivstation um bis zu 11 Prozent zu reduzieren.4

IT Lösungen für eine koordinierte Versorgung

Medtronic bietet ein Portfolio von Gesundheitsinformatik- und Monitoringlösungen für Krankenhäuser an. Sie helfen Ärzten, bei der Patientenversorgung zusammenzuarbeiten und mit optimaler Effizienz zu arbeiten. Die Software-Plattform und die Tools zur Unterstützung der medizinischen Entscheidungsfindung tragen dazu bei, so genannte "Never Events",5 die Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation und Notfallalarme zu reduzieren.6

MEDTRONIC TOOLS FÜR DAS MONITORING UND ZUR UNTERSTÜTZUNG DER MEDIZINISCHEN ENTSCHEIDUNGSFINDUNG

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  1. Daten von mehreren Geräten und Systemen werden integriert und an den Krankenhausserver eines Arztes übertragen.
  2. Hier werden sie umgewandelt und liefern nahezu in Echtzeit klinisch aussagekräftige Informationen.
  3. Verfügbar, wo und wann Ärzte sie benötigen – auf praktisch jedem Gerät

GEMEINSAM FÜR DIE ZUKUNFT DES GESUNDHEITSWESENS

Die Rolle, die Daten bei der Verbesserung der Patientenergebnisse und der Systemeffizienz spielen, wird von IT-Experten weithin anerkannt. Die Implementierung von Tools und Lösungen, die das Potenzial dieser Daten voll ausschöpfen, ist jedoch ein langer Weg. "Die Schaffung einer echten wissenschaftlichen

Datenplattform erfordert viel Zeit und Ressourcen", so Dr. John Chelico, Chief Informatics & Innovation Officer der US-amerikanischen Klinikgruppe Northwell Health.

"Als IT-Führungskraft im Gesundheitswesen muss man ein Bild davon zeichnen, wie die Zukunft aussehen wird, um Stakeholder von den Vorteilen zu überzeugen", so Chelico weiter. Und: "Ich sehe Medtronic als Partner bei der Art und Weise, wie wir Medizin in den nächsten 50 Jahren praktizieren werden."

1

Paperwork Versus Patient Care: A Nationwide Survey of Residents’ Perceptions of Clinical Documentation Requirements and Patient Care. Christino MA, Matson AP, Fischer SA, Reinert SE, DiGiovanni CW, Fadale PD. J Grad Med Educ. 2013 Dec; 5(4): 600–604. doi: 10.4300/JGME-D-12-00377.1 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3886458/

2

Healthcare Cost and Utilization Project (HCUP). National Inpatient Sample Database. 2014: Internal Analysis.

3

Torio CM, Andrews RM. National Inpatient Hospital Costs: The Most Expensive Conditions by Payer, 2013. https://www.hcup-us.ahrq.gov/reports/statbriefs/sb204-Most-Expensive-Hospital-Conditions.pdf Accessed on September 9, 2018.

4

Blackwood B, Burns KE, Cardwell CR, O’Halloran P. Protocolized versus non-protocolized weaning for reducing the duration of mechanical ventilation in critically ill adult patients. Cochrane Database Syst Rev. 2014(11):CD006904.

5

Slight SP, Franz C, Olugbile M, Brown HV, Bates DW, Zimlichman E. The return on investment of implementing a continuous monitoring system in general medical-surgical units. Crit Care Med. 2014;42(8):1862-8.

6

Brown H, Terrence J, Vasquez P, Bates DW, Zimlichman E. Continuous monitoring in an inpatient medical-surgical unit: a controlled clinical trial. Am J Med. 2014;127(3):226-32.