WARUM eine IDD-Therapie?
Die intrathekale Arzneimittelinfusion ist ein wirksames Mittel zur Linderung chronischer Schmerzen, mit niedrigeren Dosierungen als bei oral (über den Mund) verabreichten Medikamenten.1,7
Eine implantierbare Pumpe wird mit einem dünnen, biegsamen Schlauch, dem Katheter, verbunden, der die Schmerzmedikation direkt in die Flüssigkeit abgibt, die das Rückenmark umgibt, in den sogenannten „Intrathekalraum“. Da die intrathekale Arzneimittelinfusion kleine Mengen an Medikament abgibt, können die Schmerzen mit einem Bruchteil der Dosis oral verabreichter Medikamente kontrolliert werden.1,7 Die intrathekale Arzneimittelinfusion kann eine Linderung ermöglichen, wenn andere Behandlungsmethoden – wie z. B. oral verabreichte Medikamente oder Injektionen – dies nicht geschafft haben.
Ein wichtiger Vorteil der intrathekalen Arzneimittelinfusion liegt darin, dass Sie diese zunächst ausprobieren und selbst erleben können, wie die Therapie bei Ihnen wirkt. Mehr über die Testung erfahren Sie auf den folgenden Seiten.
WIE FUNKTIONIERT DIE PUMPE?
Eine IDD-Pumpe gibt die verordnete Menge des Schmerzmedikaments direkt in die Flüssigkeit ab, die das Rückenmark umgibt. Dieser Bereich wird Intrathekalraum genannt.
Der Chirurg setzt die IDD-Pumpe im Unterbauch unter die Haut ein. Die Pumpe wird drahtlos programmiert, damit sie die von Ihrem Arzt verordnete Menge des Medikaments abgibt.
In einigen Fällen kann die Verordnung der Pumpe ein Steuergerät umfassen, das einer Fernbedienung ähnelt, sodass sich der Patient zusätzliche Boli injizieren kann, falls Schmerzen auftreten. Die Bolusmenge und die Menge des Medikaments werden vom Arzt voreingestellt. Die Pumpe trägt die CE-Kennzeichnung für die Verwendung mit vorab festgelegten Medikamenten und wird von privaten und gesetzlichen Versicherungen in ganz Europa übernommen.
WARUM EINE IDD-Therapie?
WENN ANDERE BEHANDLUNGEN NICHT ANSCHLAGEN
Viele Menschen können Schmerzen durch orale Medikamente, Physio- und Ergotherapie oder Injektionstherapie ausreichend kontrollieren. Manche Menschen stellen jedoch fest, dass diese Behandlungen nicht gut genug wirken oder nicht tolerierbare Nebenwirkungen haben. Zu den Indikationen bei chronischen nicht-malignen Schmerzen für eine gezielte Arzneimittelinfusion gehören unter anderem4,5:
- Postlaminektomie-Syndrom
- Chronische Kompressionsfrakturen
- Spinalstenose, Spondylose
- Spondylolisthesis
- Komplexes regionales Schmerzsyndrom (Complex Regional Pain Syndrome, CRPS)
- Neuropathien
- Rheumatoide Arthritis
- Chronische Pankreatitis
WAS SPRICHT FÜR EINE IDD-PUMPE?
Wenn Ihnen Behandlungen wie Tabletten oder Injektionen bei starken Schmerzen nicht genug Linderung verschaffen, sprechen Sie mit einem Facharzt über eine Behandlungsmöglichkeit, die als intrathekale Arzneimittelinfusion bezeichnet wird.
Es handelt sich hierbei um ein fortschrittliches Arzneimittelinfusionssystem, das in den Körper implantiert wird. Diese Therapie könnte für Sie infrage kommen, wenn:
- andere Behandlungen Ihnen keine ausreichende Schmerzlinderung bieten
- Sie unter Nebenwirkungen der Medikamente wie Verstopfung, Übelkeit und Schläfrigkeit leiden3
- Sie unter chronischen Schmerzen leiden
Die intrathekale Arzneimittelinfusion kann Linderung verschaffen, wenn andere Behandlungsmethoden – wie z. B. oral verabreichte Medikamente oder Injektionen – dies nicht geschafft haben. Sie kann Ihnen mehr Komfort und Kontrolle bieten, sodass Sie über neue Möglichkeiten im Rahmen Ihres Lebensstils nachdenken und Ihre Erkrankung unter Kontrolle halten können.1,2,6
GERINGERER BEDARF AN MEDIKAMENTEN
In Dosen, die hoch genug sind, um bei manchen Patienten eine Wirkung zu erzielen, können Schmerzmittel Nebenwirkungen wie Verstopfung, Übelkeit und Schläfrigkeit verursachen.3
Da es sich um ein intrathekales Arzneimittelinfusionssystem handelt, wird das Schmerzmittel direkt in die Flüssigkeit verabreicht, die die Wirbelsäule umgibt. Wenn Medikamente genau dort abgegeben werden, wo sie benötigt werden, ist die erforderliche Menge geringer. Die intrathekale Arzneimittelinfusionstherapie kann daher dazu beitragen, einige der möglichen Nebenwirkungen, die mit Schmerzmitteln einhergehen können, zu minimieren.1,7
TEST VOR DER OPERATION
Ähnlich wie bei einer Probefahrt mit einem Auto können Sie die intrathekale Arzneimittelinfusion „Probe fahren“, bevor Sie sich für eine langfristige Therapie entscheiden. Die Testung ermöglicht Ihnen Folgendes:
- Beurteilung, wie die intrathekale Arzneimittelinfusion Ihre Schmerzen während täglicher Aktivitäten lindern kann
- Erfahren, wie sich die Verabreichung von Schmerzmitteln im Intrathekalraum anfühlt
- Entscheiden, ob Sie mit einem Implantat fortfahren möchten
WAS SIE ERWARTET
Die intrathekale Arzneimittelinfusion heilt die zugrundeliegende Erkrankung nicht, kann jedoch bei der Behandlung Ihrer chronischen Schmerzen helfen. Das können Sie erwarten:
- Vor dem Test führen wir möglicherweise ein psychologisches Beratungsgespräch mit Ihnen, bei dem festgestellt wird, ob Sie als Kandidat in Frage kommen
- Ihr Arzt wird Sie möglicherweise bitten, die Einnahme oraler Schmerzmittel vor dem Test zu reduzieren oder abzusetzen
- Ihr Arzt wird Ihnen die Testmethode empfehlen, die für Ihre Situation am sinnvollsten ist, und die Risiken des Verfahrens mit Ihnen besprechen
- Nach der Versuchsphase werden Sie und Ihr Arzt gemeinsam die Ergebnisse besprechen und entscheiden, ob die implantierbare gezielte Arzneimittelinfusion für Sie geeignet ist.
„Der Schmerz hat mir mein Leben geraubt. Die Pumpe hat es mir zurückgegeben. Ich kann wieder Spaß an den Dingen haben, die ich tun möchte. Ich gehe mit meinen Hunden nach draußen und spiele mit ihnen. Das Leben ist wieder schön.“
Sherry*
* Jede Patientenerfahrung ist individuell. Nicht jeder Patient, der die intrathekale Arzneimittelinfusionstherapie von Medtronic erhält, wird die gleichen Ergebnisse erzielen.
WIE WIRD DIESE THERAPIE IHR LEBEN VERBESSERN?
Die IDD-Therapie kann die Schmerzauswirkungen verringern, indem sie:
- die körperlichen Funktionen und die Fähigkeit zur Teilnahme am täglichen Leben verbessert6,
- eine wirksame Schmerzlinderung bietet1–2,
- die Notwendigkeit oraler Schmerzmittel verringert oder aufhebt2,8,9.
AN IHRE BEDÜRFNISSE ANGEPASST
Ihre Pumpe wird so programmiert, dass sie exakt diejenige Dosis abgibt, die Sie benötigen. Die Menge des abgegebenen intrathekalen Schmerzmittels kann sogar je nach Tageszeit variieren. Ihr Arzt wird ein Behandlungsschema auswählen, das Ihren Bedürfnissen am besten entspricht.
Ihr Arzt kann Ihnen den optionalen Patienten-Therapiemanager myPTM™ verschreiben, mit dem Sie die Verabreichung der vom Arzt programmierten zusätzlichen Medikamentendosen aktivieren können. Dies hilft Ihnen, unvorhersehbare Schmerzen zu lindern.
ENTFERNBARKEIT
Die IDD-Therapie kann von Ihrem Arzt abgestellt oder auf Wunsch kann die Pumpe zusammen mit dem Katheter auch operativ entfernt werden.
NACHGEWIESENE ERFOLGSGESCHICHTE
Ärzte verschreiben die IDD-Therapie seit 1992, dem Jahr ihrer Zulassung durch die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA in den USA. Dieselbe Medtronic-Pumpe wird auch weltweit bei vielen Patienten zur Abgabe von Schmerzmitteln verwendet.
WAS IST SynchroMed™ II?
Die SynchroMed™ II Arzneimittelinfusionspumpe ist ein implantierbares, batteriebetriebenes Gerät, das Arzneimittel speichert und im Körper abgibt. Die Pumpe gibt das Medikament über einen dünnen, biegsamen Schlauch, den sogenannten Katheter, in die Flüssigkeit ab, die das Rückenmark umgibt.
Ein Arzt programmiert die Pumpe so, dass eine verordnete Menge des Medikaments abgegeben wird.
Sowohl die Menge als auch der Zeitpunkt der Verabreichung können von Ihrem Arzt angepasst werden, wenn sich Ihre Bedürfnisse ändern. Zur Behandlung von Schmerzen gibt die Pumpe Morphin oder Ziconotid ab.
PRODUKTMERKMALE
Das SynchroMed™ II ist ein fortschrittliches Arzneimittelinfusionssystem mit einer Reihe von Funktionen zur Schmerzkontrolle.1,2
- Auf Ihre Bedürfnisse programmiert – Ihr Arzt programmiert das Gerät, um auf diese Weise festzulegen, wie viel Medikament abgegeben werden soll. Wenn Ihre Schmerzsymptome später zunehmen, kann Ihr Arzt die Dosis anpassen.
- Flexible Dosierung – Die Pumpe kann so programmiert werden, dass sie die Medikamentenmenge über den Tag verteilt bis zu 13 Mal variiert, sodass Sie bei Bedarf mehr oder weniger Medikament erhalten. Außerdem kann die Programmierung von Tag zu Tag unterschiedlich sein, um Ihre geplanten Aktivitäten zu berücksichtigen.
- Speicherung von Geräteinformationen – Die Pumpe speichert wichtige Daten über Ihr Gerät und Ihre Einstellungen, sodass Sie keine Aufzeichnungen mit sich führen müssen, wenn Sie reisen oder die Klinik wechseln. Ein Arzt greift mit einem Arzt-Programmiergerät auf die Informationen zu.
- Vorhersehbarer Austausch – Ein Alarm ertönt, bevor die Batterie leer ist, sodass Sie genügend Zeit haben, den Austausch einzuplanen.
- Bedingt MR-sicher – Die Pumpe ermöglicht unter bestimmten Bedingungen Ganzkörper-MRT-Scans.
WAS IST MYPTM™?
Der Patienten-Therapiemanager myPTM™ wird mit der SynchroMed™ II Pumpe verwendet und kann helfen, unvorhersehbare Schmerzen von Patienten zu lindern, indem er bei Bedarf einen Bolus des Medikaments* innerhalb der vom Arzt programmierten Parameter abgibt:
- Es wird eine therapeutische Tagesdosis eingestellt und darüber hinaus sind Bolusgaben im Rahmen ärztlicher Vorgaben möglich
- Unterstützt die Anpassung der Behandlung an das veränderte Schmerzniveau10
MyPTM™ bietet Einblicke für ein verbessertes Therapiemanagement durch Patientenberichte. Der Therapiemanager kann Ihrem Arzt helfen, anhand der myPTM™ Berichte eine fundierte Dosierungsanpassung vorzunehmen.
MYPTM™ IST EINFACH ZU BEDIENEN
Einfache visuelle Kommunikation mit freundlichem Design hilft Ihnen, Ihre Therapie problemlos zu steuern.
Die Bildschirme des myPTM™zeigen übersichtliche und informative Bolusbestätigungen, ausführliche Informationen zur Sperrung sowie Alarme an.
Kurzhinweis
Die hierin enthaltenen Informationen ersetzen nicht die Empfehlungen Ihres Arztes. Ausführliche Informationen zu Anwendung, Indikationen, Kontraindikationen, Warnhinweisen, Vorsichtsmaßnahmen und potenziellen unerwünschten Ereignissen finden Sie in der Gebrauchsanweisung. Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, wenn Sie weitere Informationen wünschen.
* myPTM™ ist für die Verwendung mit Morphin (nicht Ziconotid) zugelassen, aber kontraindiziert bei Patienten, die opioid-naiv sind.
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