THS-Therapie: Nutzen und Risiken
Morbus Parkinson
Die THS-Therapie erweitert die Kontrolle von Morbus Parkinson, die bereits mit den Medikamenten zur Behandlung der Bewegungssymptome der Krankheit erreicht wurde. Hier finden Sie Informationen zum Nutzen der Therapie und zu den Sicherheitsaspekten. Damit sind Sie vorbereitet, in einem Gespräch mit Ihrem Arzt herauszufinden, ob die Tiefe Hirnstimulation eine Option für Sie ist.
Wie die THS Ihnen helfen kann
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Reduziert Dyskinesie und Fluktuationen
Die THS kann Nebenwirkungen der medikamentösen Therapie, wie Dyskinesie und Fliuktuationen in den On- und Off-Phasen, verringern.
Bewährt seit vielen Jahren
Zwar mag die THS neu für Sie sein, doch hat sie an Parkinson erkrankten Menschen seit mehr als zehn Jahren geholfen. Heute wird sie weltweit angewendet. Mehr als 150.000 Menschen haben bisher eine THS-Therapie erhalten.
Die Entwicklung der Tiefen Hirnstimulation begann 1987. Seitdem ist Medtronic auf diesem Gebiet führend. Das Medtronic THS-Therapiesystem verfügt über eine CE-Zertifizierung, wurde mit klinischer Evidenz streng überprüft und erhielt die Zulassung der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA sowohl für Menschen mit Morbus Parkinson, bei denen motorische Symptome kürzlich eingesetzt haben, als auch für solche, bei denen motorische Symptome schon länger bestehen.
SPRECHEN SIE MIT IHREM ARZT ÜBER RISIKEN, DIE FÜR IHRE PERSÖNLICHE SITUATION GELTEN KÖNNTEN
Viele Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Stimulation können durch Anpassung der Stimulationseinstellungen kontrolliert werden. Möglicherweise sind mehrere Arztbesuche erforderlich, bis die besten Einstellungen für Sie gefunden sind.
NEBENWIRKUNGEN
Zu möglichen Nebenwirkungen der Neurostimulation zählen:
- Kribbelgefühl (Parästhesie)
- Vorübergehende Verschlechterung der Symptome
- Sprachstörungen wie Flüstern (Dysarthrie) und Wortbildungsstörungen (Dysphasie)
- Sehstörungen (z. B. Doppelsehen)
- Schwindel oder Benommenheit (Gleichgewichtsstörungen)
- Muskelschwäche im Gesicht, der Gliedmaßen oder Teillähmungen (Paresen)
- Anomale unwillkürliche Bewegungen (Chorea, Dystonie, Dyskinesie)
- Bewegungs- oder Koordinationsstörungen
GERÄTEBEDINGTE KOMPLIKATIONEN
Zu den möglichen gerätebedingten Komplikationen zählen:
- Schmerzen, Wundheilungsstörungen oder Infektionen an den Stellen, an denen die Komponenten des Medtronic THS-Systems liegen
- Zusätzlicher operativer Eingriff aufgrund von Verlagerungen der Elektrode oder der Verlängerung oder aufgrund mechanischer oder elektrischer Probleme
- Allergische Reaktion oder Abstoßung des Systems durch Ihren Körper (selten)
- Gewebeschäden aufgrund falsch eingestellter Stimulationsparameter oder Fehlfunktionen von Systemkomponenten
WAS IST EINE MRT?
MRT steht für MagnetResonanzTomographie. Dabei handelt es sich um ein nichtinvasives Verfahren zur Untersuchung von Organen, Gewebe und des Skelettsystems. MRT-Untersuchungen dienen der Diagnose häufiger Herz-, Gehirn-, und Wirbelsäulenerkrankungen.
Ein MRT-Gerät erzeugt Aufnahmen mit hoher Auflösung, die bei der Diagnose zahlreicher Probleme helfen.
Im Vergleich zu CT-Untersuchungen ist die MRT ohne Strahlenbelastung sicherer und bietet Ihrem Arzt die Möglichkeit für eine genaue Diagnose. Sie ist heute bei vielen Krankheitsbildern das bevorzugte diagnostische Verfahren, sowohl aus Sicht der Leitlienien, als auch in der klinischen Praxis.
Literaturhinweise
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Medtronic, Daten im Archiv. Okun MS, Fallo BV, Mandybur G, et al. Subthalamic deep brain stimulation with a constant current device in Parkinson’s disease: an open label randomized clinical trial. Lancet Neurology. 2012;11(12):1014- 1015.
Weaver FM, Follett KA, Stern M, et al. Bilateral Deep Brain Stimulation vs Best Medical Therapy for Patients with Advanced Parkinson Disease. JAMA. 2009;301(1):63-73.
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Sprechen Sie immer auch mit Ihrem Arzt, wenn es um Diagnose und Behandlung geht.