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Synkopen

Ungeklärte Ohnmachtsanfälle

Etwa 500.000 Deutsche überrascht jährlich eine Ohnmacht. Dies kann ein einmaliges Ereignis sein. Es gibt jedoch auch Patienten, die immer wieder unter so genannten Synkopen leiden. Dafür kann es verschiedene Gründe geben, die auch für einen Arzt nicht immer leicht zu erkennen sind. Manche Ursachen sind harmlos. Auslöser können aber auch lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen sein. Vermutet Ihr Arzt eine herzbedingte Ursache, können ihm Aufzeichnungen Ihrer Herzaktivitäten (EKG) während einer Ohnmacht wichtige Informationen liefern. Treten die Ohnmachtsanfälle aber unregelmäßig und in großen zeitlichen Abständen auf, liefern herkömmliche EKG-Geräte häufig keine Ergebnisse. Für solche Fälle bietet Medtronic ein System zur Langzeit-Überwachung an, welches bis zu drei Jahre lang Ihre Herzaktivitäten überwachen kann.

Was passiert bei einer Synkope (Ohnmacht)?

Eine Synkope ist ein plötzlicher Verlust des Bewusstseins, der Blutdruck fällt ab und das Gehirn wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Synkopen verlaufen ganz unterschiedlich – und auch die Ursachen können sehr verschieden sein. Eine mögliche Ursache können plötzlich auftretende Herzrhythmusstörungen sein. Doch nur wenn die Ursache bekannt ist, kann diese auch gezielt behandelt werden, um weitere Synkopen zu verhindern.

Verdacht auf Herzrhythmusstörungen - Welche Diagnosemöglichkeiten gibt es?

Damit Ihr Arzt die Ursache der Ohnmacht herausfinden kann, sollten Sie ihm alle wichtigen Informationen zum Vorfall mitteilen. Ihr Arzt wird sie zu Ihrer gesamten Krankheitsgeschichte und Ihren Ohnmachtsanfällen befragen (Anamnese). Bei Verdacht auf eine Herzrhythmusstörung - ein zu schneller, zu langsamer oder unregelmäßiger Herzschlag - wird er mit einem EKG-Gerät (Elektrokardiogramm) Ihre Herzaktivität messen. Neben einer kurzen EKG-Untersuchung in der Praxis steht dafür auch ein Langzeit-EKG zur Verfügung, das Ihren Herzrhythmus ein bis drei Tage lang in Ihrem Alltag überwacht. Für Aufzeichnungen von etwa vier Wochen helfen externe Speicher, die Sie am Handgelenk oder an der Taille tragen.

Treten Ihre Ohnmachten in größeren zeitlichen Abständen auf, kann ein implantierbarer Ereignisrekorder bzw. Herzmonitor Ihren Herzrhythmus bis zu drei Jahre lang beobachten.

Fragen und Antworten

Sicher haben Sie viele Fragen zu Ihren Ohnmachtsanfällen. Einige werden hier beantwortet. Denken Sie auf jeden Fall auch daran, mit Ihrem Arzt zu sprechen und alle Fragen mit ihm zu klären.


Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Sprechen Sie immer auch mit Ihrem Arzt, wenn es um Diagnose und Behandlung geht.