50 Jahre Medtronic in Deutschland

Unsere Geschichte

Von der Garage zum weltweit führenden Medizintechnologie-
unternehmen

Mit Partnerschaften arbeitet Medtronic an einer besseren Gesundheitsversorgung

Jubiläum in Meerbusch-Osterath: Die deutsche Tochtergesellschaft des weltweit größten Medizintechnikunternehmens Medtronic wird 50 Jahre alt. Am 26. März 1970 nahm die Medtronic GmbH ihre Geschäfte in Deutschland auf: mit fünf Mitarbeitern in Düsseldorf.

Alles begann in einer Garage

Garage in der alles begann

Rund zwanzig Jahre zuvor hatte die Firmengeschichte in einer Garage in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota ihren Anfang genommen. Dort hatte 1949 Earl Bakken mit seinem Schwager Palmer J. Hermundslie Medtronic gegründet, einen Reparaturdienst für die medizinisch-elektronischen Geräte des benachbarten Universitätsklinikums von Minnesota. Der Umsatz des kleinen Unternehmens betrug im ersten Monat acht US-Dollar. Bakken arbeitete schon damals eng mit Ärzten und medizinischen Forschern zusammen.

Dieser Umstand führte 1957 zum Durchbruch für den kleinen Betrieb: Als ein städtischer Stromausfall den Tod eines Kindes verursachte, das von einem mit Wechselstrom betriebenen Herzschrittmacher abhängig war, bat der bekannte Herzchirurg Dr. C. Walton Lillehei den Firmengründer Bakken um Hilfe. Er wünschte sich die Entwicklung eines batteriebetriebenen Herzschrittmachers, um künftig weitere Todesfälle verhindern zu können. Gerade mal vier Wochen später war der Prototyp für den weltweit ersten batteriebetriebenen und extern tragbaren Herzschrittmacher im Einsatz. 

Dr. Lillehei mit Kind

Dr. C. Walton Lillehei 1957 mit dem ersten batteriebetriebenen externen Herzschrittmacher

Meilensteine der Medizintechnik aus Nordrhein-Westfalen

Hans Hermann Funke

Prof. Dr. Hermann D. Funke, Erfinder des Zweikammer-Herzschrittmachers

"Für den medizinischen Fortschritt braucht es immer zwei Dinge: Eine Idee und Menschen, die daran glauben und sie gemeinsam verwirklichen. Partnerschaftliche Zusammenarbeit ist zentral für Medtronic. Die Ideen und Rückmeldungen von Forschern, Ärzten und Patienten haben schon immer dafür gesorgt, dass wir unsere Technologien weiterentwickeln konnten. Darunter finden sich auch Entwicklungen ärztlicher Pioniere aus NRW", erläutert Mike Genau, Geschäftsführer der deutschen Medtronic GmbH. So verhalf 1961 der Düsseldorfer Kardiologe Prof. Dr. Heinz-Joachim Sykosch der Herzrhythmustherapie in Deutschland zum Durchbruch. In Abwesenheit seines Chefs - und trotz dessen ausdrücklichen Verbots - implantierte der junge Assistenzarzt Sykosch am Universitätsklinikum einem 18-jährigen Mann den ersten Herzschrittmacher in Deutschland, einen Chardack-Greatbatch von Medtronic. Sykosch rettete dem jungen Mann das Leben.

Auch Prof. Dr. Hermann D. Funke (links im Bild), Herzchirurg aus Bonn mit großer Technikleidenschaft, gehört zu den Pionieren der Medizintechnik. 1976 entwickelte er innerhalb von wenigen Tagen einen Prototyp für einen neuen Herzschrittmacher, der später bei Medtronic in die Serienproduktion ging. Mit Funkes Erfindung konnte erstmals die Stimulation von Herzvorhof und -kammer genau aufeinander abgestimmt werden. Ein Zugewinn für die Lebensqualität betroffener Patienten.

Innovationen für 70 Krankheitsbilder

Micra

Micra Kardiokapsel, 93 % kleiner als herkömmliche Herzschrittmacher

Die Innovationskraft ist seit der Firmengründung ungebrochen: So hat Medtronic im Jahr 2016 den weltweit kleinsten Herzschrittmacher der Welt eingeführt und veränderte die Herzschrittmachertherapie nachhaltig. Die Micra Kardiokapsel ist 93 % kleiner als herkömmliche Herzschrittmacher. Weil sie so winzig ist, kann sie über einen kleinen Schnitt durch eine Beinvene in das Herz gebracht werden. Sie benötigt keine Elektrode, ist für den Patienten nicht spürbar und schränkt die Bewegungsfreiheit nicht ein. "Wir können heute mit unseren Technologien Krankheitsbilder behandeln, die vor Jahren nicht behandelt werden konnten. Bevor unsere Medizinprodukte am Patienten eingesetzt werden können, durchlaufen wir strenge klinische und regulatorische Prozesse und folgen deutschen und internationalen Gesetzen und Vorschriften. Patientensicherheit und Patientenschutz haben für uns höchste Priorität", sagt Mike Genau.

Medtronic bietet heute Technologien für rund 70 Krankheitsbilder. Das globale Medizintechnikunternehmen verfügt über 46.000 Patente und investiert 2,3 Mrd. US-Dollar pro Jahr in Forschung & Entwicklung. Weltweit arbeiten 86.000 Menschen in mehr als 150 Ländern für Medtronic, mit einem weltweiten Jahresumsatz von mehr als 30,6 Mrd. US-Dollar im Geschäftsjahr 2019.

Mehr als ein Lieferant von Medizintechnik

Für Deutschland sind heute 1.200 Menschen für Medtronic tätig, allein 500 davon arbeiten in der deutschen Firmenzentrale in Meerbusch-Osterath. Die Adresse, Earl-Bakken-Platz 1, ist nach dem Firmengründer benannt. „Wir sind im Jahr 2008 vom Düsseldorfer Seestern hierhergezogen, weil wir so schnell gewachsen sind und das alte Gebäude zu klein für uns wurde“, beschreibt Mike Genau die Unternehmensentwicklung. Erst im vergangenen Jahr wurde ein weiteres Gebäude für die rasant wachsende Diabetes-Sparte im Mollsfeld in Meerbusch hinzu gemietet.

Wie sieht Mike Genau die Zukunft von Medtronic? "Die Herausforderungen im Gesundheitswesen verlangen von uns, dass wir nicht nur innovative Technologien liefern, sondern auch effiziente Gesundheitslösungen mitgestalten. Hier geht es uns darum die Behandlungsergebnisse zu verbessern und gleichzeitig die Behandlungskosten zu reduzieren. Medtronic hat das Ziel bei der Verbesserung der Gesundheitsversorgung für alle maßgeblich mitzuwirken, partnerschaftlich mit Ärzten, Kliniken und Krankenkassen".

Medtronic Gebäude in Meerbusch

Das aktuelle Medtronic Gebäude in Meerbusch-Osterath

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