In Deutschland sind etwa zehn Millionen Menschen von Harn- und Stuhlinkontinenz betroffen. Genaue Zahlen gibt es nicht. Ein Grund ist das Schamgefühl der Betroffenen. Viele Patient*innen möchten nicht darüber sprechen. Werden Sie aktiv und finden Sie eine geeignete Therapie. Erfahren Sie auf den folgenden Seiten mehr über die Therapiemöglichkeiten bei Beckenbodenbeschwerden wie Blasenschwäche* oder Stuhlinkontinenz.
Inkontinenz ist behandelbar
So unterschiedlich die persönlichen Geschichten der Patient*innen sind, so unterschiedlich sind auch die Therapieangebote. Es gibt nicht die eine Methode, die für alle den gleichen Behandlungserfolg verspricht.
Ohne eine effektive Langzeitbehandlung ist ein „normales“ Leben für Patient*innen nicht möglich. So ist Ausdauer gefragt, denn oftmals vergeht einige Zeit, bis die passende Therapieform gefunden ist. Sie gehört nicht zum normalen Älterwerden dazu. Und Sie sollten nicht alleine damit fertig werden müssen.
Brechen Sie ein Tabu - Rein ins Leben
Finden Sie einen Spezialisten in Ihrer Nähe, der Ihnen helfen kann, die richtige Behandlung für Sie zu finden.
Mehr über Funktionsstörungen des Beckenbodens
Was ist eine überaktive Blase?
Eine überaktive Blase bedeutet, dass Sie nicht kontrollieren können, wann Sie Wasser lassen und wie viel. Sie kann mit einem unerwarteten Abgang von kleinen oder großen Harnmengen oder sehr häufigem Aufsuchen der Toilette einhergehen. Diese Blasendysfunktion kann zu jeder Tages- und Nachtzeit auftreten.
Was ist Harnverhalt?
Ein Harnverhalt (Harnretention) ist definiert als Unfähigkeit, die Blase ganz oder teilweise zu entleeren. Sie haben möglicherweise Schwierigkeiten, mit dem Wasserlassen zu beginnen oder Sie können Ihre Blase nicht ganz leeren.
Was ist Stuhlinkontinenz?
Bei einer Darm- oder auch Stuhlinkontinenz können Sie den Stuhl, flüssig oder fest, oder auch Gase nicht mehr zurückhalten. Der Darminhalt geht ab, ohne dass dies erwünscht oder für Sie steuerbar ist. Die Stuhlinkontinenz wird in verschiedene Schweregrade eingestuft, bei der nach Art und Häufigkeit der Ereignisse klassifiziert wird.
*Hinweis: Blasenschwäche ist auf dieser Seite definiert als Dranginkontinenz, überaktive Blase und schlaffe Blase
Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Sprechen Sie immer auch mit Ihrem Arzt, wenn es um Diagnose und Behandlung geht.