Renale Denervierung

Behandlung von Bluthochdruck

Renale Denervierung

Wie wird Bluthochdruck behandelt?

Bluthochdruck kann auf verschiedene Arten behandelt werden. Zum einen können Betroffene ihren Lebensstil umstellen. Dies kann durch mehr Bewegung, eine gesündere Ernährung, weniger Alkohol oder  Stress- und Gewichtreduktion geschehen. 

Wenn eine Umstellung des Lebensstils nicht ausreicht, um die Blutdruckwerte in einen akzeptablen Bereich zu senken, werden viele Patienten mit einem oder mehreren Medikamenten behandelt. Die korrekte Einnahme spielt dabei eine besonders große Rolle und kann bei einer großen Anzahl an Medikamenten schnell zur Herausforderung werden.

Was ist die Renale Denervierung (RDN)?

Als Alternative zur Behandlung mit Medikamenten kann der Bluthochdruck mittels einer sogenannten Renalen Denervation (RDN) unter bestimmten Bedingungen langfristig gesenkt werden. Dies geschieht durch eine „Durchtrennung“ oder viel mehr Inaktivierung der renalen (Nieren-)Nerven. Zur Regulierung des Blutdrucks spielt das sympathische Nervensystem eine große Rolle. Bei Menschen mit Hypertonie ist dieses in der Regel überaktiv.

Die Renale Denervation stellt ein minimalinvasives Verfahren dar. Mit Hilfe eines speziellen Katheters werden dabei die überaktiven Nervenstränge rund um die Nierenarterien mittels Radiofrequenz-Energie verödet und somit selektiv deaktiviert. Auf diese Weise kann es zu einer verringerten Bildung von blutdrucksteigernden Hormonen kommen, was bei vielen Patienten zu einer Senkung des Bluthochdrucks führen kann. Gelingt eine ausreichende Blutdruckreduktion, kann auf einen Teil der Medikation, nach Absprache mit dem behandelnden Arzt, verzichtet werden. Primäres Ziel der Behandlung ist eine gute Einstellung  des Bluthochdrucks und die Senkung der Risiken für Folgeerkrankungen.

Je nach Ihrer Krankengeschichte, Testergebnissen und Symptomen entscheidet Ihr behandelnder Arzt gemeinsam mit Bluthochdruckexperten und einer spezialisierten Klinik, ob die Renale Denervation für Sie geeignet ist.

Über die Teilnahme an einer aktuellen Studie können Sie sich unter diesem Link informieren.

Der Katheter für die Renale Denervierung im Nierengefäß: