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Gebärmuttermyome

Myome sind nicht krebsartige Wucherungen, die sich in oder um die Gebärmutter (Uterus) entwickeln.

Viele Frauen wissen gar nicht, dass sie Myome haben, weil sie keine Symptome aufweisen. Myome sind häufig, etwa jede dritte Frau entwickelt sie irgendwann in ihrem Leben. Am häufigsten treten sie bei Frauen im Alter von 30 bis 50 Jahren auf und verursachen dann Symptome. In einigen Fällen können infolge der Myome weitere Komplikationen auftreten und eine Schwangerschaft beeinträchtigen oder Unfruchtbarkeit verursachen. Die Symptome verschwinden normalerweise nach der Menopause.1

Was sind die Symptome von Myomen?

Zu den Symptomen gehören:

  • Starke und/oder schmerzhafte Monatsblutungen
  • Bauchschmerzen
  • Kreuzschmerzen
  • Häufiger Harndrang
  • Verstopfung
  • Schmerzen oder Unbehagen während Geschlechtsverkehr1

Vernachlässigen Sie nicht Ihre eigene Gesundheit. Wenn die dieses Symptome bei sich bemerken, wenden Sie sich unbedingt an Ihren Arzt oder eine medizinische Fachkraft.

Was geschieht als Nächstes?

Da Symptome nur etwa bei einem Drittel der betroffenen Frauen auftreten, werden Myome häufig nur durch Zufall bei einer Routineuntersuchung oder einem Routinetest entdeckt.

Allerdings kann die Diagnose auch wie folgt erfolgen:

  • Durch eine Untersuchung des Beckens
  • 3D- oder Gel-Ultraschalluntersuchung (abdominal oder transvaginal)
  • Durch eine Hysteroskopie, bei der ein kleines Teleskop (Hysteroskop) durch die Vagina und den Gebärmutterhals in die Gebärmutter eingeführt wird

Wie werden Myome behandelt?

Myome können behandelt werden. Mit Entzündungshemmern oder einer Hormonbehandlung (Östrogenhemmer) können starke Monatsblutungen und Schmerzen gelindert werden. Auch eine operative Behandlung ist, je nach Patientin und Art der Myome, möglich.

Dazu gehört:

Fertilitätserhaltend
Elektrische Resektion der Myome unter hysteroskopischer Sicht

Hierfür werden ein Hysteroskop und kleine chirurgische Instrumente verwendet, mit denen die Myome aus der Gebärmutter (submuköse Myome) entfernt werden. Diese Methode ist für Frauen geeignet, die irgendwann Kinder bekommen möchten. Der Eingriff wird unter Vollnarkose oder Spinalanästhesie durchgeführt.

Hysteroskopische mechanische Entfernung von Myomgewebe

Ein neues Verfahren, bei dem ein entsprechend geschulter Arzt ein speziell entwickeltes nicht-elektrisches mechanisches Resektionsgerät verwendet, um das Myomgewebe zu entfernen. Der Hauptvorteil dieser Behandlung gegenüber der konventionellen elektrischen hysteroskopischen Resektion besteht darin, dass die Behandlung auch ambulant und ohne Narkose oder nur mit örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann.

Myomektomie

Eine Myomektomie ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem Myome von der Gebärmutterwand entfernt werden. Er kann alternativ zu einer Hysterektomie in Betracht gezogen werden, wenn noch Kinderwunsch besteht. Eine Myomektomie ist nicht für alle Arten von Myomen geeignet. Ihr Gynäkologe kann Sie anhand von Faktoren wie Größe, Anzahl, Position und Art der Myome beraten, ob das Verfahren für Sie geeignet ist.

Nicht fertilitätserhaltend
Hysterektomie

Eine Hysterektomie ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem die Gebärmutter entfernt wird. Diese Behandlung kommt in Betracht, wenn Sie mehrere symptomatische Myome oder schwere Blutungen haben und kein Kinderwunsch mehr besteht. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Hysterektomie durchzuführen. Es gibt die vaginale Hysterektomie, die laparoskopische Hysterektomie und die abdominale Hysterektomie. Die vaginale und die laparoskopische Hysterektomie gelten als minimalinvasive Verfahren und ermöglichen eine relativ schnelle Entlassung aus dem Krankenhaus und die Rückkehr zur normalen Tätigkeit.1

Uterusmyom-Embolisation

Die Uterusmyom-Embolisation (auch Uterusarterienembolisation genannt) ist ein Verfahren zur Behandlung von Myomen ohne Operation. Während des Eingriffs wird die Blutzufuhr zum Myom unterbrochen, wodurch es schrumpft. Auch wenn die Gebärmutter bei diesem Verfahren erhalten bleibt, kann die Fruchtbarkeit der Patientin beeinträchtigt werden.

Informieren Sie sich über die verschiedenen Pathologien

Gebärmutterpolypen

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Gebärmutterkrebs

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Gebärmutterhalskrebs

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Vernachlässigen Sie nicht Ihre eigene Gesundheit

Wenn die dieses Symptome bei sich bemerken, konsultieren Sie einen Arzt oder eine medizinische Fachkraft.

Abnorme uterine Blutung
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Chronische Unterleibsschmerzen
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Wechseljahresbeschwerden
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Unfruchtbarkeit
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Quellenangaben:

1. NHS-Website. (18. November 2021). Fibroids. Nhs.Uk. https://www.nhs.uk/conditions/fibroids/