Eckdaten


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Pisa University Hospital Pisa, Italien

Herausforderung

Das Universitätsklinikum Pisa sah sich einer steigenden Nachfrage nach TAVI-Eingriffen gegenüber, wurde jedoch durch Ineffizienzen entlang des gesamten Behandlungspfads eingeschränkt. Eine nicht optimale Einsatzplanung des Pflegepersonals, verspätete Verfahrensstarts, Unterbrechungen durch Notfälle sowie lange Wechselzeiten zwischen Eingriffen begrenzten die Anzahl behandelbarer Patienten. Die Kapazitäten wurden zusätzlich durch eine hohe Bettenauslastung, Aufnahmen bereits am Vortag des Eingriffs und längere Verweildauern belastet. Der Mangel an speziell zugewiesenen Intensiv- und Stationsbetten führte dazu, dass das Krankenhaus auf ressourcenintensivere postoperative Intensivbetten zurückgreifen musste..

Lösung

Medtronic IHS ging eine Partnerschaft mit dem Krankenhaus ein, um den gesamten TAVI-Behandlungspfad – von der Überweisung bis zur Nachsorge – zu analysieren und betriebliche Ineffizienzen in den Herzkatheterlaboren, Ambulanzen, Stationsbereichen und der Radiologie zu identifizieren. Das Team überarbeitete die Einsatzplanung des Pflegepersonals und die Verfahrensplanung, führte eine koordinierte, abteilungsübergreifende Wochenplanung ein und standardisierte Startzeiten sowie Wechselprozesse zwischen den Eingriffen. Darüber hinaus wurde ein tagesklinisches Modell für die präprozedurale Diagnostik und Vorbereitung der Patienten entwickelt.

Steigerung der Anzahl von TAVI-Eingriffen
Potenzielle Umsatzsteigerung

Reduzierung der Verweildauer (LoS) pro TAVI-Patient


Überblick

Herzzentren in Italien verzeichnen in den letzten Jahren einen Anstieg der Nachfrage nach TAVI-Eingriffen (Transkatheter-Aortenklappenimplantationen) um 21 %. In der Region Toskana liegt die Zahl der TAVI-Patient:innen sogar 30 % über dem nationalen Durchschnitt, was unter anderem auf eine alternde Bevölkerung und die stärkere Verbreitung der Methode zurückzuführen ist.

Gleichzeitig stehen Herzzentren unter erheblichem Druck durch begrenzte Ressourcen und steigende Kosten. Daher ist es entscheidend, die operative Effizienz und Produktivität zu maximieren, um Patient:innen einen rechtzeitigen Zugang zu dieser Behandlung zu ermöglichen. 

Die Erreichung operativer Exzellenz in der TAVI-Versorgung erfordert:

  • Transparenz über die aktuelle Leistungsfähigkeit 

  • Kenntnis von Best Practices

  • nachhaltige Implementierung 

  • eine Kultur kontinuierlicher Verbesserung

Durch die Optimierung des TAVI-Behandlungspfads können Herzzentren ihre Produktivität steigern und gleichzeitig die Versorgungsqualität sichern oder verbessern. 


Das Krankenhaus & Herzzentrum

Das Herzkatheterlabor (Cath Lab) des Universitätsklinikums Pisa (Azienda Ospedaliero Universitaria Pisana, AOUP) ist ein Hochleistungszentrum für TAVI-Eingriffe. Es gehört zu den wichtigsten Einrichtungen Italiens in diesem Bereich und führte im Jahr 2021 insgesamt 202 TAVI-Implantationen durch. Ein zentrales Ziel des Krankenhauses ist der Aufbau eines regionalen Netzwerks mit führenden Herzzentren in Nordwest-Toskana sowie die Stärkung seiner Rolle als Referenzzentrum für TAVI.

Medtronic arbeitet bereits seit mehreren Jahren in strategischer Partnerschaft mit dem Krankenhaus. Für dieses Projekt wurde IHS hinzugezogen, um:

  • die Anzahl der TAVI-Eingriffe zu erhöhen

  • den steigenden Bedarf zu decken

  • Ressourcen effizient zu nutzen

  • eine hohe Behandlungsqualität und ein positives Patientenerlebnis sicherzustellen


  • Pflegepersonaleinsatz war nicht optimal für TAVI-Eingriffe organisiert

  • Nachmittags nur drei Pflegekräfte für zwei Katheterlabore verfügbar

  • Verzögerte Eingriffsstarts und lange Wechselzeiten

  • Ergebnis: durchschnittlich zwei TAVI-Eingriffe pro Tag 


  • Mindestens 30 % Notfallfälle pro Tag störten die Planung

  • Ineffiziente Nutzung der Katheterlabore


  • Hohe Bettenauslastung (über 85 % in Spitzenzeiten)

  • Relativ lange Verweildauer im Vergleich zu führenden europäischen Zentren 

Ursachen:

  • Aufnahme bereits am Vortag des Eingriffs 

  • Umfangreiche Voruntersuchungen

Zudem: 

  • Bedarf an zusätzlichen Stationbetten (mindestens 6)

  • Niedrige Auslastung der Intensivstation 

  • Nutzung postoperativer Intensivbetten für TAVI-Patient:innen (ineffizient und kostenintensiv)


Darüber hinaus benötigte die Herzkathetereinheit des Universitätsklinikums Pisa zusätzliche Bettenkapazitäten auf der Station, um das bestehende Volumen an strukturellen Herzeingriffen zu unterstützen (6 Betten). Schwankende Nachfrage im Jahresverlauf, eine geringe Auslastung der Intensivstation sowie der Mangel an für interventionelle Kardiologie- und Structural-Heart-Eingriffe reservierten kardiologischen Intensiv- und Überwachungsbetten führten dazu, dass das Krankenhaus zur Bewältigung der steigenden Nachfrage auf postoperative Intensivbetten zurückgreifen musste. Dies erforderte zusätzliche Ressourcen und verursachte höhere Kosten.



Das Krankenhaus implementierte gemeinsam mit Medtronic IHS das TAVI Pathway Optimization Projekt mit folgenden Zielen:

  • Erhöhung der täglichen und wöchentlichen TAVI-Zahlen ohne zusätzliche Ressourcen

  • Aufbau eines regionalen Zuweisernetzwerks

Wesentliche Maßnahmen: 

  • Standardisierung und Austausch klinischer Prozesse mit Partnerzentren

  • Echtzeit-Bilddatenaustausch

  • Aufbau eines strukturierten Heart Teams

  • Schulung externer Zentren 

  • Verbesserung von Patientenzugang und Kapazitätsplanung

Ein multidisziplinäres Team analysierte gemeinsam mit IHS die gesamte Versorgungskette – von der Zuweisung bis zur Nachsorge.



Das Medtronic IHS-Team arbeitete eng mit verschiedenen Stakeholdern des Krankenhauses zusammen, darunter Mitarbeitende der Herzkatheterlabore, Assistenzkräfte, Pflegepersonal, Kardiologen und das Management. Ziel war es, die Leistung der Herzkatheterlabore sowie die Ursachen für Ineffizienzen zu bewerten, angrenzende Versorgungsbereiche (z. B. Ambulanz, Station und Radiologie) zu analysieren und Verbesserungspotenziale entlang des gesamten Patientenpfads – von der Überweisung bis zur Nachsorge – zu identifizieren. Darüber hinaus sollte das IHS-Team die zentralen Herausforderungen ermitteln, die das Zentrum bewältigen muss, um die Anforderungen der angeschlossenen Partnerkliniken innerhalb eines Überweisungsnetzwerks (Referral Network) zu erfüllen.


Umgesetzte Verbesserungen

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Optimierung der Planung

  • Anpassung der Dienstpläne des Pflegepersonals

  • Möglichkeit für bis zu 6 zusätzliche TAVI-Eingriffe pro Woche (≈ +50 %)

  • Reduktion von Lastspitzen

  • Einführung abteilungsübergreifender Planungsprozesse 

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Steigerung der täglichen Leistungsfähigkeit

  • Erhöhung pünktlicher Startzeiten

  • Reduzierung von Wechselzeiten

  • Bessere Nutzung freier Kapazitäten

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Reduktion der Verweildauer

  • Einführung eines Day-Service-Modells für Voruntersuchungen

  • Verkürzung der Verweildauer um mindestens 1 Tag pro Patient:in

  • Aufbau einer subintensiven Einheit für kardiologische Patient:innen

  • Entlastung der Intensivstation 

  • Verbesserung der Kapazitätsnutzung

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Aufbau eines Zuweisernetzwerks

  • Analyse regionaler Herausforderungen

  • Entwicklung einer klaren Value Proposition als „Hub-Zentrum“

  • Ausbau des Netzwerks durch Schulung und Kommunikation

  • Entwicklung standardisierter Überweisungsprozesse 

  • Prüfung digitaler Lösungen für langfristige Zusammenarbeit


Das Krankenhaus konnte die jährliche Anzahl der TAVI-Eingriffe deutlich steigern, ohne zusätzliche Ressourcen oder Infrastruktur aufzubauen.


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Steigerung der TAVI-Eingriffe um 20 %

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Verkürzung der durchschnittlichen Verweildauer (LoS) pro TAVI-Patient um mindestens einen Tag

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Steigerung der jährlichen Umsätze durch die Optimierung des Patientenpfads


Darüber hinaus profitieren die Patienten von einem reibungsloseren Aufnahmeprozess, weniger Zeit in Unsicherheit und Anspannung vor dem Eingriff sowie kürzeren Krankenhausaufenthalten – bei vergleichbaren klinischen Ergebnissen und Komplikationsraten. Zudem ist das Krankenhaus dank der gestiegenen Zahl an TAVI-Eingriffen auf einem guten Weg, sein Ziel zu erreichen, ein führendes Referenzzentrum in der Region zu werden.



Stimmen aus dem Krankenhaus


Dank der Expertise und des strukturierten, multidisziplinären Ansatzes von Medtronic IHS konnten wir unsere Leistungsfähigkeit steigern und unsere Wachstumsziele erreiche”

— Leiter interventionelle Kardiologie


Datenerhebung und Prozessanalyse gehören nicht zu den Kernkompetenzen von Ärzt:innen – wir sind auf spezialisierte Beratung angewiesen. Externe Perspektiven zeigen Herausforderungen auf, die wir selbst oft nicht erkennen.”

— Interventionelle/r Kardiolog:in & Projektleiter:in


Das Team von Medtronic IHS hat hervorragende Arbeit geleistet und unsere Erwartungen übertroffen.”

— Chief Administrative Officer



Unsere Erfolgsgeschichten


A close up image of a doctor on a tablet.

Erhöhung der täglichen TAVI-Kapazität durch einen verbesserten Behandlungspfad im St. Antonius

Innerhalb von acht Monaten unserer Partnerschaft steigerte das Krankenhaus die Gesamtzahl der TAVI-Eingriffe um 24%, ohne zusatzliche Ressourcen oder Kapazitäten.

A medical professional explaining information to a mature male patient.

St. Antonius Krankenhaus optimiert Kapazitäten durch Entlastung am selben Tag bei Herzoperationen

Dank der Entlassung am selben Tag von Herzpatienten konnte das St. Antonius-Krankenhaus 8-10 Betten auf der Station freigeben und seine Kapazität erhöhen, ohne Kompromisse bei der Qualität und Patientenzufriedenheit einzugehen.

A close up image of three surgeons operating.

Verlegung der vaginalen Hysterektomie (VH) in die Tageschirurgie am Blackpool Teaching Hospitals - Teamarbeit ist gefragt

Der Blackpool Teaching Hospitals NHS Foundation Trust beauftragte IHS, ein Handbuch zu erstellen, das in ganz NHS England umgesetzt werden kann, um einen erfolgreichen und nachhaltigen Tageschirurgie-Weg zu replizieren.