RADIOFREQUENZABLATION REFLUX-DIAGNOSE UND BEHANDLUNG

Durch eine Radiofrequenzablation kann das Risiko eines Ösophaguskarzinoms gesenkt werden.

DIE BEHANDLUNG VON BARRETT ÖSOPHAGUS KANN KREBSRISIKO SENKEN

Barrett-Ösophagus ist der primäre Risikofaktor für ein Adenokarzinom der Speiseröhre (EAC), eine Form von Speiseröhrenkrebs. Durch Barrett steigt Ihr Risiko, ein EAC zu entwickeln um das 50-Fache.1 Bei Patienten mit einer diagnostizierten geringgradigen Dysplasie und mit anderen Risikofaktoren besteht ein beträchtliches Risiko, dass die Erkrankung fortschreitet.2,3

Die Hochfrequenzablation (HFA) ist eine proaktive Behandlungsmethode für Patienten, bei denen ein Barrett-Ösophagus diagnostiziert wurde, die zur Kontrolle gehen, aber das Risiko eines Fortschreitens zu einem EAC verringern möchten. Viele Studien zeigen die Wirksamkeit von HFA zur Behandlung von Barrett-Ösophagus.4-8 - Außerdem wird in der deutschen klinischen Leitlinie zum Reflux die Entfernung von nichtdysplastischem Restbarrett mittels endoskopischer Eradikation, wie beispielsweise der RFA empfohlen, wenn im Vorfeld die neoplastischen Areale entfernt wurden.9

Die Behandlung mit dem BarrxTM Hochfrequenzablationssystem kann Barrett-Ösophagus beseitigen und das relative Risiko eines Fortschreitens der Krankheit von einer geringgradigen Dysplasie bis hin zu hochgradiger Dysplasie oder EAC um bis zu 94 % verringern.2,4,6,10

RADIOFREQUENZABLATION MIT BARRX

Bei der Radiofrequenzablation (RFA) wird durch Barrett-Ösophagus geschädigte präkanzeröse Schleimhaut entfernt. Die Technologie des Barrx Radiofrequenzablationssystems wurde dafür entwickelt, von Barrett betroffene Schleimhaut zu entfernen und zugleich das darunterliegende gesunde Gewebe zu erhalten.

Barrx Radiofrequenzablation

Sehen Sie sich das Verfahren in der Praxis an.
Weitere Informationen finden Sie hierLess information (see less)

WAS SIE ERWARTET

VOR DEM EINGRIFF

Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes oder des Pflegepersonals. Patienten, die an bestimmten Studien teilgenommen haben, erhielten die nachfolgend aufgeführten Anweisungen. Sie dienen als Beispiel dafür, was Sie erwarten könnte:

  • Nehmen Sie am Tag vor dem Eingriff nach Mitternacht keine Speisen oder Getränke mehr zu sich.
  • Wenn Sie Aspirin oder sonstige Blutverdünner einnehmen, wird Ihr Arzt Sie darüber informieren, wann Sie die Einnahme vor einer Endoskopie absetzen sollen.

TAG DES EINGRIFFS

Die Ablationstherapie erfolgt in Verbindung mit einer Endoskopie der Speiseröhre. Die Behandlung wird stationär und ohne Einschnitte durchgeführt, während der Patient sediert ist. Während der Eingriff in klinischen Studien etwa 30 Minuten dauerte, kann die tatsächliche Dauer je nach Erfahrenheit des Arztes und Schweregrad des Falls variieren. Nach dem Eingriff werden Sie überwacht.

NACH DEM EINGRIFF

Befolgen Sie nach dem HFA-Eingriff die Anweisungen, die Sie bei der Entlassung von Ihrem Arzt erhalten. Nach dem Eingriff können Sie leichte Beschwerden haben, und Ihr Arzt wird Sie zur Linderung der Symptome eventuell mit Medikamenten versorgen. 

Ihr Arzt wird mit Ihnen einen Termin für eine Kontrolluntersuchung innerhalb von zwei bis drei Monaten nach dem Eingriff vereinbaren. Wird dann noch restliche Barrett-Schleimhaut gefunden, wird Ihr Arzt diese abladieren. Selbst nach einer Ablationstherapie ist eine regelmäßige Überwachung mit Endoskopien und Biopsien zu empfehlen. 

Die Informationen und Materialien auf dieser Seite ersetzen nicht den medizinischen Rat Ihres Arztes, mit Sie Diagnose und Behandlung sowie Nutzen und Risiken besprechen sollten. Behandlungsergebnisse können von Patient zu Patient unterschiedlich sein.

1

De Jonge PJ et al. Risk of malignant progression in patients with Barrett’s oesophagus: a Dutch nationwide cohort study. Gut 2010;59:1030-1036.

2

Phoa KN, van Vilsteren FG, Pouw RE, Weusten BL, et al. Radiofrequency ablation vs endoscopic surveillance for patients with Barrett esophagus and low-grade dysplasia: a randomized clinical trial. JAMA. 2014 Mar 26;311(12):1209-17

3

Spechler S. et al. Barrett’s Esophagus. N Engl J Med 2014; 371:836-45.

4

Phoa KN, van Vilsteren FG, Pouw RE, et al. Radiofrequency Ablation in Barrett’s Esophagus with Confirmed Low-Grade Dysplasia: Interim Results of a European Multicenter Randomized Controlled Trial (SURF). Gastroenterology 2013;144:S-187. Page S-187, Col 1

5

Orman ES, Li N, Shaheen NJ. Efficacy and durability of radiofrequency ablation for Barrett's esophagus: systematic review and meta-analysis. Clin Gastroenterol Hepatol. 2013;11:1245-55

6

Shaheen NJ, Sharma P, Overholt BF, et al. Radiofrequency ablation in Barrett’s esophagus with dysplasia. N Engl J Med 2009;360:2277-88. Page 2277, Page 2283, Figure 3

7

van Vilsteren FG, Pouw RE, Seewald S, et al. Stepwise radical endoscopic resection versus radiofrequency ablation for Barrett’s oesophagus with high-grade dysplasia or early cancer: a multicentre randomised trial. Gut 2011;60:765-73. Page 765, Col 1 and Page 769, Table 2

8

Phoa KN, Pouw RE, van Vilsteren FG, et al. Remission of Barrett’s Esophagus with Early Neoplasia 5 Years after Radiofrequency Ablation with Endoscopic Resection: A Netherlands Cohort Study.

9

Shaheen NJ, Falk GW, Iyer PG, Gerson LB. ACG Clinical Guideline: Diagnosis and Management of Barrett’s Esophagus. The American Journal Of Gastroenterology. 2016;111(1):30-50

10

DGVS S2k-Leitlinie: Gastroösophageale Refluxkrankheiten, Stand 26.08.2014, Statement 110.