Barrx Ablationstechnik

Barrett-Ösophagus

Barrx-Ablationstechnik

Die Ablation

Unter "Ablation" versteht man die Technik, bei der Gewebe solange entweder erhitzt oder eingefroren wird, bis es nicht mehr lebensfähig oder lebendig ist. Ärzte setzen seit nahezu einem Jahrhundert unterschiedliche Ablationsmethoden zur Behandlung  von Krebs- bzw. Vorkrebszellen sowie zur Kontrolle von Blutungen ein.1

Barrx-Ablationstechnik

Die BarrxTM Ablationstechnik ist eine sehr spezifische Ablationsmethode, bei der Thermoenergie (Hitze) auf hochpräzise und kontrollierte Art und Weise  eingesetzt wird.*

Barrett-Ösosophagusgewebe ist sehr dünn und daher ein guter Kandidat für die Abtragung durch Ablationsenergie. Durch die Verabreichung von Ablationsenergie mit der BarrxTM-Technik kann eine komplette Entfernung des erkrankten Gewebes erreicht werden, ohne die normalen darunterliegenden Strukturen zu verletzen.

Klinische Studien haben gezeigt, dass Barrett-Gewebe  bei mehr als 90 % der Patienten mit der Barrx Ablationstechnik komplett entfernt werden kann.2,3

Ablauf des Eingriffs

Die Ablationsbehandlung wird gemeinsam mit der oberen Endoskopie durchgeführt. Die Behandlung wird stationär und unter leichter Sedierung vorgenommen. Bei der BarrxTM Ablationstechnik werden zwei unterschiedliche Instrumente eingesetzt: ein Ballonkatheter sowie eine Reihe von RFA-Fokalkathetern.

Barrx 360 Express RFA Ballon-Katheter in Aktion:

Mit dem BarrxTM 360 Express RFA-Ballonkatheter können größere Bereiche des Barrett-Ösophagus behandelt werden, während die BarrxTM RFA-Fokalkatheter zur Behandlung kleinerer Bereiche eingesetzt werden.

Barrx 90 RFA Fokalkatheter in Aktion:

Je nach Ausmaß der Barrett-Erkrankung wird entweder der BarrxTM 360 Express RFA-Ballonkatheter oder einer der RFA-Fokalkatheter in die Speiseröhre eingeführt und zur Energieabgabe in die Zielbereiche eingesetzt.


Wichtiger Hinweis

*

Diese Informationen dienen lediglich als allgemeine Informationen und nicht als definitive Basis für eine Diagnose oder Behandlung eines bestimmten Falles. Es istsehr wichtig, dass Sie sich bzgl. Ihrer spezifischen Umstände, Kontraindikationen und mögliche Komplikationen an Ihren Arzt wenden. Diese Behandlung ist bei Patienten kontraindiziert, die schwanger sind, Bestrahlungen des Ösophagus erhielten, an blutenden Ösophagusvarizen bzw. eosinophiler Ösophagitis leiden, oder sich einer Heller-Myotomie unterzogen haben.

Zu den möglichen Komplikationen gehören u. a.: Schleimhautrisse, Perforation des Ösophagus, die einen chirurgischen Eingriff verlangt, Infektion, Blutungen und Bildung von Strikturen, die dilatiert werden müssen. 

Die genannte Gesamtkomplikationsrate für dieses Verfahren im Zeitraum vom April 2005 bis Februar 2013 liegt bei ca. 0,23 % (von Medtronic erhobene Daten für den Zeitraum April 2005 bis Februar 2013).


Quellen

1

McGahan JP & van Raalte VA. Tumor Ablation, 2005, Section I, 3-16, DOI: 10.1007/0-387-28674-8_1.

2

Fleischer DE, Overholt BF, Sharma VK, et al. Endoscopic ablation of Barrett's Oesophagus: a multicenter study with 2.5-year follow-up. Gastrointest Endosc 2008; 68:867-76.

3

Data on file, covering the period of April 2005 through February 2012.