Fragen und Antworten zu Barrett Ösophagus REFLUX-DIAGNOSE UND BEHANDLUNG

Hier finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen zu Barett-Ösophagus.

Häufig gestellte Fragen zu Barett (.pdf)
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WAS IST BARRETT-ÖSOPHAGUS?

Barrett-Ösophagus ist eine Präkanzerose (verändertes Gewebe, das sich im Laufe der Zeit zu einem Krebs entwickeln kann), bei der die Schleimhaut der Speiseröhre betroffen ist. Sie tritt auf, wenn Magensäure und Enzyme über einen längeren Zeitraum in die Speiseröhre aufsteigen und dazu führen, dass sich die Zellen verändern. Diese Transformation wird auch als intestinale Metaplasie bezeichnet.1

WIE VIELE MENSCHEN HABEN BARRETT-ÖSOPHAGUS? 

In Deutschland sind schätzungsweise 1,85 Millionen Erwachsene von Barrett-Ösophagus betroffen.2

WAS SIND DIE SYMPTOME?

Es gibt es keine spezifischen Symptome für Barrett-Ösophagus außer den typischen Symptomen der gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD). Dazu gehören Sodbrennen, Schmerzen in der Brust und Zurückfließen von Mageninhalt.1

Mann berichtet Arzt von seinen Symptomen.

WER IST GEFÄHRDET?

Bei Patienten mit GERD besteht ein erhöhtes Risiko, dass sie einen Barrett-Ösophagus entwickeln.Männer ab 50 mit chronischen Refluxsymptomen oder Sodbrennen haben ein erhöhtes Risiko für diese Krankheit.4 Auch eine Diagnosestellung in jungen Jahren oder eine familiäre Krankengeschichte mit Barrett-Ösophagus tragen zu einem erhöhten Risiko bei.5-10 Übergewichtige oder fettleibige Personen (Body Mass Index 25‑30) haben ein nahezu verdoppeltes Risiko, einen Speiseröhrenkrebs zu entwickeln.4,5

RISIKO FÜR BARRETT ÖSOPHAGUS EINSCHÄTZEN

Fragebogen zur Risiko-Einschätzung (.pdf)
Der Fragebogen soll Ihnen bei der Einschätzung helfen, ob bei Ihnen ein Risiko für Barrett-Ösophagus oder Kehlkopfkrebs bestehen könnte.

WIE WIRD EIN BARRETT-ÖSOPHAGUS DIAGNOSTIZIERT?

Barrett-Ösophagus kann nicht anhand von Symptomen diagnostiziert werden.2 Für die Diagnosestellung eines Barrett-Ösophagus ist eine Endoskopie der Speiseröhre durch einen Gastroenterologen erforderlich. Dieses Verfahren ermöglicht dem Arzt eine Darstellung der Speiseröhre und die Entnahme von Gewebeproben.

GIBT ES BEHANDLUNGSOPTIONEN?

Ja, die Behandlung mit dem Barrx™ System für die Radiofrequenzablation hat gezeigt, dass das Fortschreiten der Krankheit durch das Entfernen von präkanzeröser Schleimhaut aus der Speiseröhre verlangsamt wird.7,11,12,13

Bei Patienten mit Barrett-Ösophagus, die mit Hochfrequenzablation behandelt werden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie einen Speiseröhrenkrebs entwickeln, geringer als bei Patienten, die nur zur Kontrolluntersuchung gehen.7,12 Das Barrx Hochfrequenzablationssystem kann das relative Risiko eines Fortschreitens bis hin zu Krebs um 94 Prozent verringern.11,12,16,19

WAS PASSIERT, WENN DER BARRETT-ÖSOPHAGUS NICHT BEHANDELT WIRD?

Patienten mit einem Barrett-Ösophagus haben ein bis zu 60-mal höheres Risiko für Speiseröhrenkrebs.14 89 % der Menschen mit Speiseröhrenkrebs sterben innerhalb von fünf Jahren nach Diagnosestellung.17,18 Bei Patienten mit Dysplasie, familiärer Krankengeschichte mit Speiseröhrenkrebs, Fettleibigkeit, Rauchern und jenen, bei denen in jungen Jahren eine Diagnose gestellt wird, ist das Risiko, dass sich aus dem Barrett-Ösophagus ein Krebs entwickelt, erhöht.4-10 Patienten mit Barrett-Ösophagus mit einem der vorgenannten Risikofaktoren sollten mit ihrem Arzt darüber sprechen, welches die wirksamste Behandlungsoption ist, um ihr Risiko zu verringern.

Infografik zum Risiko von Speiseröhrenkrebs bei Patienten mit Barrett-Ösophagus.

Die Informationen und Materialien auf dieser Seite ersetzen nicht den medizinischen Rat Ihres Arztes, mit Sie Diagnose und Behandlung sowie Nutzen und Risiken besprechen sollten. Behandlungsergebnisse können von Patient zu Patient unterschiedlich sein.

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